02/10/2025
Anlässlich des 40.Todestag von Ernst Rufer
Der Maler und Bühnenbildner Ernst Rufer wurde am 24. April 1904 in Malterdingen als ältestes von fünf Kindern des Sattlers und Polsterers Ernst Rufer und dessen Ehefrau Clara geborene Bloch geboren. Neben der Sattlerei führten die Eltern in Malterdingen ein kleines Lebensmittelgeschäft und betrieben etwas Landwirtschaft. Ernst Rufer wuchs in dieser ländlich geprägten Umgebung auf und wurde dort auch eingeschult.
Um 1917 verzog die Familie von Malterdingen nach Dortmund. Ernst Rufer besuchte zunächst die Handelsschule, machte eine Malerlehre am Dortmunder Operettenhaus und begann 1924 das Studium in der Bühnenbildklasse an der Akademie in Düsseldorf. Von dort führte sein Weg durch die Städte und Theater von Oldenburg, Magdeburg, Teplitz, Aachen, Krefeld, Hannover, Essen und dann bedingt durch ein Berufsverbot durch die Nationalsozialisten ins Ausland nach Den Haag und die Schweiz. Prägend waren nach seiner Rückkehr 1950 vor allem weitere Jahre in Oldenburg, Hannover und an der Krefelder und Mönchengladbacher Bühne. Von dort folgte er 1966 seinem damaligen Intendanten Herbert Decker nach Würzburg.
Ernst Rufer war ein Könner seines Metiers und Bühnenbildner mit Haut und Haaren. Zehn Jahre lang, von 1967 bis 1977, zuletzt als freier Mitarbeiter, war der Künstler für das Würzburger Stadttheater tätig und hat zahlreichen Aufführungen die ins Auge fallende, atmosphärische Optik verliehen. 1970 wurden in einer umfangreichen Ausstellung seine Bühnenbildentwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt. Entwürfe Ernst Rufers wurden bereits in Ausstellungen in Oldenburg und Köln präsentiert und befinden sich in Sammlungen von Museen.
Als die Spielzeit 1972/73 im Stadttheater Würzburg endete, stand im Großen Haus noch einmal die Operette „Paganini“ auf dem Programm. Es war das letzte Bühnenbild, das Ernst Rufer als Bühnenbildner entworfen hatte.
Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde ihm zu Ehren im Foyer des Oldenburgischen Staats-theaters vom 5. Mai bis 2. Juni 1984 eine Ausstellung mit insgesamt 65 seiner Arbeiten, bestehend aus Bühnenbildentwürfen, Aquarellen und Arbeiten in Mischtechnik, der Öffentlichkeit gezeigt.
Am 1. März 1985, verstarb der Künstler in Würzburg, er fand seine letzte Ruhe auf dem dortigen Waldfriedhof.
Quellen: Jürgen Derschewsky und Achim Schollenberger
Nummersiebenundzwanzig27 Zeitschrift für Kultur in Würzburg und Bangstedt 6/2007