17/05/2026
Und hier ist ein Teil der Rede von Ahmed übersetzt:
"In Pakistan ist das Leben als schwuler Mensch sehr schwierig. Viele Menschen akzeptieren uns nicht. Die Gesellschaft sagt oft, dass Schwulsein beschämend, falsch oder gefährlich für die Familie sei. Viele q***re Menschen müssen verbergen, wer sie sind. Sie leben jeden Tag mit Angst: Angst davor, abgelehnt zu werden, Angst vor Gewalt, Angst davor, entdeckt zu werden, und Angst davor, allein zu sein.
Für manche Menschen ist das schwer zu verstehen. Aber in Pakistan kann es sehr gefährlich werden, wenn eine Familie erfährt, dass ihr Sohn schwul ist. Manche Familien versuchen, ihn zu kontrollieren, ihn zur Heirat zu zwingen, ihn zu schlagen oder sogar sein Leben zu bedrohen. Viele q***re Menschen können nicht zur Polizei gehen, weil sie Angst haben, dass die Polizei sie nicht schützen wird.
Auch ich habe diese Angst erlebt. Ich weiß, was es bedeutet, mich zu verstecken, still zu sein und mich im eigenen Land unsicher zu fühlen. Deshalb musste ich Pakistan verlassen.
Als ich nach Deutschland kam, sah ich, dass Menschen hier offener leben können. Ich sah, dass q***re Menschen Rechte haben. Ich sah, dass es möglich ist, darüber zu sprechen, wer ich bin, ohne immer Angst haben zu müssen. Aber auch hier ist das Leben für q***re Geflüchtete nicht leicht. Viele von uns tragen Trauma, Einsamkeit und Angst in sich. Viele von uns kennen die Sprache nicht, das System nicht und wissen nicht, wem sie vertrauen können.
Deshalb ist Unterstützung so wichtig.
Ihr alle könnt q***ren Geflüchteten helfen. Ihr könnt uns zuhören. Ihr könnt uns glauben. Ihr könnt an unserer Seite stehen, wenn wir Angst haben. Ihr könnt uns helfen, Briefe, Termine und das Asylverfahren zu verstehen. Ihr könnt uns in q***re Räume einladen und dafür sorgen, dass wir nicht allein sind. Manchmal kann schon eine kleine Geste einem Menschen das Gefühl geben, sicher und respektiert zu sein.
Queere Geflüchtete brauchen nicht nur Schutz auf dem Papier. Wir brauchen Gemeinschaft. Wir brauchen Freundschaft. Wir brauchen Menschen, die sagen: Du bist hier willkommen. Du bist nicht allein. Dein Leben zählt.
***rrefugees