14/05/2026
Wie es der Name der Mai-Langhornbiene schon verrät, hat dieser Art ihre Hauptflugzeit im Mai 📅 und ist in Deutschland ebenfalls weit verbreitet. Außer in Schleswig-Holstein, hier ist die Art nicht anzutreffen. Die Flugzeit beginnt allerdings schon Mitte bis Ende April und endet auch schon wieder Ende Juni.
Die Art bevorzugt unterschiedliche Wiesenarten 💐, Hecken und Waldsäume, Hochwasserdämme und andere Lebensräume. Wichtig für diese Art ist jedoch die Anwesenheit der Zaunwicke, daher ist der Siedlungsschwerpunkt an z.B. Fettwiesen mit reichen Beständen dieser Pflanzenart. Die Männchen werden, wie die Weibchen auch, ca. 12-15 mm groß, wobei die Männchen durch ihre extrem langen Fühler sehr viel auffällig sind. Die Art besitzt eine ausgesprochen hohe Vormännlichkeit (Proterandrie), sprich die Männchen erscheinen ca. 3-4 Wochen vor den Weibchen und können daher bereits in der ersten April-Woche beobachtet werden.
Die Art ernährt sich oligolektisch vom Pollen einiger Schmetterlingsblütler (Fabaceae), hier im speziellen der Zaunwicke, fehlt diese Art, verschwindet auch die Mai-Langhornbiene. Männliche Bienen patrouillieren bevorzugt an den Blütenständen der Frühlings-Platterbse sowie der Zaun-Wicke und anderen Fabaceaen, vereinzelt werden von dieser Art auch andere Pflanzenfamilien als Nektarquelle genutzt.
Die Tiere legen ihre selbst gegrabenen Nisthöhlen im Boden an schütter bewachsenen, mehr oder weniger geneigten Flächen sowohl in Sandboden (Flugsand, Schwemmsande, Verwitterungssande, Molasse) als auch in lehmigen Böden (Lößlehm und lehmige Böden mit mittlerem Tongehalt) an. Die Wände der angelegten Brutzellen werden mit einem speziellen Sekret ausgekleidet, was ein Zusammenstürzen der Gänge und Zellen verhindert 🩹. Die Art ist Univoltin was bedeutet, dass es nur eine Generation pro Jahr gibt.
Wenn Ihr diese oder andere Wildbienen 🐝 seht oder gesehen habt 🔍, dann meldet 📲 uns Eure Sichtung gerne im ArtenFinder Portal – Link in Bio.