ArtenFinder Rheinland-Pfalz

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ArtenFinder Rheinland-Pfalz Der ArtenFinder bietet die Möglichkeit, Tier- und Pflanzenarten zu melden und damit einen wertvollen Beitrag für Naturforschung und Naturschutz zu leisten.

Wer sich in Rheinland-Pfalz aktiv am Naturschutz beteiligen möchte, kann dies mithilfe des Online-Meldeportals ArtenFinder tun. Dort können Beobachtungen heimischer Tier-, Pflanzen- und Pilzarten gemeldet werden, die nach einer fachlichen Prüfung an die Naturschutzbehörden weitergeleitet werden. Der Fokus liegt auf Daten gesetzlich geschützter Arten.

Am Samstag präsentierten sich die trockenwarmen Lebensräume am Gangelsberg von ihrer besten Seite. Im Rahmen der ArtenFi...
26/05/2026

Am Samstag präsentierten sich die trockenwarmen Lebensräume am Gangelsberg von ihrer besten Seite. Im Rahmen der ArtenFinder-Exkursion, an der der Arbeitskreis Heimischer Orchideen und Naturinteressierte aus dem ArtenFinder-Netzwerk teilnahmen, besuchten wir den Bereich „Auf den Felsen” im Westen. Hier wachsen auf den flachgründigen Vulkangesteinen spezialisierte, oft seltene Arten. Eine kleine Auswahl ist in den Bildern zu sehen.

Ins Leben gerufen wurde dieser Gedenktag, um der breiten Öffentlichkeit die immense Bedeutung von Bienen 🐝 aufzuzeigen. ...
20/05/2026

Ins Leben gerufen wurde dieser Gedenktag, um der breiten Öffentlichkeit die immense Bedeutung von Bienen 🐝 aufzuzeigen. Obwohl das gewählte Datum der Geburtstag des slowenischen Imker-Pioniers Anton Janša ist, soll der Tag aber keineswegs den Fokus auf die Honigbiene (Apis mellifera) legen. Ganz im Gegenteil: denn die Bestäubungsleistung von Wildbienen und somit ihre Funktion als Ökosystemdienstleisterinnen sind weltweit weitaus bedeutender für die biologische Artenvielfalt und die Lebensgrundlage 🍏 von Mensch und Tier. Und vielen unserer heimischen Wildbienenarten geht es mittlerweile immer schlechter.

Die Stiftung Natur und Umwelt RLP (SNU) hat deshalb als neustes Poster die "Wildbienen in Rheinland-Pfalz" aufgelegt. Hiermit sollen diese Schlüsselarten einen Platz im Herzen der Menschen und an den Wänden vieler Bienenfreunde und Bildungseinrichtungen finden. Heute, am Weltbienentag organisierte die SNU dafür gemeinsam mit dem Waldnaturschutzzentrum Ober-Olmer Wald Bildungsveranstaltungen zum Thema Wildbienen. Wildbienenexperte Noel Silló (Bild 2,3 u.4) vom Kompetenzzentrum Wildbienen erforschte mit Kindern der Selztalschule den Nutzpflanzengarten am Forsthaus. Anschließend konnten Studenten des Zukunftszertifikats der Johannes Gutenberg-Universität einen Einblick in die Welt der Wildbienen🏜️ werfen.

Trotz ungünstigen, kühlen und trüben Wetterbedingungen fanden sich recht viele Arten.

In RLP leben über 450 Wildbienenarten, ca. 604 Arten sind in ganz Deutschland nachgewiesen. Die Vielfalt an Formen und Farben unter den Wildbienen ist beeindruckend. Die kleinsten Wildbienen Deutschlands sind nur 3 mm 📏 groß, andere Wildbienenarten haben eine Größe von bis zu drei Zentimetern. Dabei zeigen sie eine große Farbvielfalt und sind oft mit dichter Behaarung ausgestattet, um Pollen von Blüten effektiv aufzunehmen.

Ihr habt Wildbienen entdeckt🕵️‍♀️? Dann meldet uns Eure Funde im ArtenFinder und helft mit die Verbreitung unserer Bestäubungswunder zu dokumentieren - Link in Bio

Wie es der Name der Mai-Langhornbiene schon verrät, hat dieser Art ihre Hauptflugzeit im Mai 📅 und ist in Deutschland eb...
14/05/2026

Wie es der Name der Mai-Langhornbiene schon verrät, hat dieser Art ihre Hauptflugzeit im Mai 📅 und ist in Deutschland ebenfalls weit verbreitet. Außer in Schleswig-Holstein, hier ist die Art nicht anzutreffen. Die Flugzeit beginnt allerdings schon Mitte bis Ende April und endet auch schon wieder Ende Juni.

Die Art bevorzugt unterschiedliche Wiesenarten 💐, Hecken und Waldsäume, Hochwasserdämme und andere Lebensräume. Wichtig für diese Art ist jedoch die Anwesenheit der Zaunwicke, daher ist der Siedlungsschwerpunkt an z.B. Fettwiesen mit reichen Beständen dieser Pflanzenart. Die Männchen werden, wie die Weibchen auch, ca. 12-15 mm groß, wobei die Männchen durch ihre extrem langen Fühler sehr viel auffällig sind. Die Art besitzt eine ausgesprochen hohe Vormännlichkeit (Proterandrie), sprich die Männchen erscheinen ca. 3-4 Wochen vor den Weibchen und können daher bereits in der ersten April-Woche beobachtet werden.

Die Art ernährt sich oligolektisch vom Pollen einiger Schmetterlingsblütler (Fabaceae), hier im speziellen der Zaunwicke, fehlt diese Art, verschwindet auch die Mai-Langhornbiene. Männliche Bienen patrouillieren bevorzugt an den Blütenständen der Frühlings-Platterbse sowie der Zaun-Wicke und anderen Fabaceaen, vereinzelt werden von dieser Art auch andere Pflanzenfamilien als Nektarquelle genutzt.

Die Tiere legen ihre selbst gegrabenen Nisthöhlen im Boden an schütter bewachsenen, mehr oder weniger geneigten Flächen sowohl in Sandboden (Flugsand, Schwemmsande, Verwitterungssande, Molasse) als auch in lehmigen Böden (Lößlehm und lehmige Böden mit mittlerem Tongehalt) an. Die Wände der angelegten Brutzellen werden mit einem speziellen Sekret ausgekleidet, was ein Zusammenstürzen der Gänge und Zellen verhindert 🩹. Die Art ist Univoltin was bedeutet, dass es nur eine Generation pro Jahr gibt.

Wenn Ihr diese oder andere Wildbienen 🐝 seht oder gesehen habt 🔍, dann meldet 📲 uns Eure Sichtung gerne im ArtenFinder Portal – Link in Bio.

Am Samstag den 23. Mai 2026 von 10.00 bis 13.00 Uhr laden wir zu einer gemeinsamen Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimis...
12/05/2026

Am Samstag den 23. Mai 2026 von 10.00 bis 13.00 Uhr laden wir zu einer gemeinsamen Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimischer Orchideen ein.
Exkursionsort wird voraussichtlich das Gebiet „Auf dem Fels“ im Südwesten sein. Im Fokus stehen insbesondere Pflanzenarten des trockenwarmen Offenlandes.

Der Gangelsberg 🌄 ist das noch größte zusammenhängende Gebiet trockenwarmer Lebensräume an der Nahe. Er weist ein Mosaik aus Felsbereichen, Magerrasen, Weinbergsbrachen und weiteren Biotopen von herausragender
Bedeutung auf. Früher wurden große Teile der Bergkuppe als Weinberg 🍇
genutzt.

Heute bilden sich auf den offengehaltenen Weinbergsbrachen artenreiche
Halbtrockenrasen aus. Typische Arten im Gebiet sind das Purpur-Knabenkraut
(Orchis purpurea), der Segelfalter (Iphiclides podalirius), die Gewöhnliche
Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) und der Flügelginster (Genista sagittalis).
Aber auch die Würfelnatter (Natrix tessellata) kommt hier vor und bildet bei
uns die nördlichsten und westlichsten Reliktpopulationen der Art überhaupt.
Sie beschränken sich auf Abschnitte der Flusstäler 🏞️ von Lahn, Mosel und Nahe
und damit ausschließlich auf Rheinland-Pfalz.

Der genaue Treffpunkt wird eine Woche vorher bekannt gegeben. Wir bitten daher um Anmeldung 📝 unter: Link in Bio -> Mitmachen -> Veranstaltungen -> ArtenFinder-Exkursionen

Wir freuen uns auf Euch, Euer Arten Finder Team aus RLP!

Die Zweifarbige Schneckenhausbiene gilt in Deutschland als weit verbreitet, vor allem im Süden ist sie regelmäßig anzutr...
04/05/2026

Die Zweifarbige Schneckenhausbiene gilt in Deutschland als weit verbreitet, vor allem im Süden ist sie regelmäßig anzutreffen, sie ist aber mittlerweile auch seltener geworden. Denn ihre Nistbauten sind sehr störungsanfällig und vertragen sich nicht mit der meist „aufgeräumten“ Landschaft bzw. der Pflege von Grünanlagen. 🌱

Sie besiedelt strukturreiches Grünland, Magerrasen, Waldränder, Steinbrüche, vereinzelt ist sie im Siedlungsbereich auf Brachflächen und in Parks zu finden. Die Flugzeit startet Mitte März und reicht bis Mitte Juni. Die Weibchen und Männchen werden gleich groß und haben im Schnitt eine Körpergröße von 10-11 mm. Der Hinterleib dieser Biene ist rostrot, der Kopf und Brust hingegen sind schwarz gefärbt.

Die Bienen ernähren sich polylektisch, was bedeutet, dass die Art den Pollen unterschiedlicher (unspezifischer Arten) Pflanzen aus ca. 15 verschiedenen Pflanzenfamilien nutzt 💐.

Die Art hat eine sehr spezialisierte Art der Fortpflanzung, denn sie nistet in leeren, mittelgroßen Schneckenhäusern 🐌. Meist werden einzellige, selten mehrzellige (selten bis zu vier) Brutzellen mit Pollen für den Nachwuchs bestückt. Die Trennwände sind aus Pflanzenmörtel und der Schneckenhauseingang wird mit kleinen Steinchen und Erde verschlossen. Die Weibchen drehen ihre fertige Kinderstube so, dass die Mündung des Schneckenhauses flach auf der Erde liegt. Dann suchen sie nach trockenen Grashalmen oder Kiefernnadeln, welche sie über das Schneckenhaus türmen, bis ein fast faustgroßer Haufen die Kinderstube verdeckt. Bis zu drei Tage benötigt sie dafür und legt nach und nach weitere dieser Kinderstuben an. Übrigens werden die Gehäuse auch zum Überdauern von schlechtem Wetter ☔️ oder zum Übernachten genutzt.

Wenn Ihr diese oder andere Wildbienen 🐝 seht oder gesehen habt 🔍, dann meldet 📲 uns Eure Sichtung gerne im ArtenFinder Portal – Link in Bio.

Der Frühling 🌱 ist im vollen Gange und es summt 🦟 und brummt 🐝 wieder überall. Passend zum neu erschienenen Wildbienenpo...
21/04/2026

Der Frühling 🌱 ist im vollen Gange und es summt 🦟 und brummt 🐝 wieder überall. Passend zum neu erschienenen Wildbienenposter der stellen wir Euch in den nächsten Monaten zwölf relativ leicht zu erkennende Wildbienen vor.

Dazu starten wir heute mit der Großen Weiden-Sandbiene (Andrena vaga), denn diese hat ein großes Verbreitungsgebiet und kann in ganz Deutschland von der Ebene bis in die Mittelgebirge gefunden werden, ihre Flugzeit begann schon Anfang März 📆 und endet auch schon wieder Mitte Mai. Die Weibchen dieser Art werden mit ca. 11-14 mm Länge kaum größer als die 11-13 mm großen Männchen. Der komplett grau behaarte Brustkorb ist ein gutes Merkmal, um diese Art von ähnlich gefärbten Sandbienen zu unterscheiden.

Die Große Weiden-Sandbiene ernährt sich oligoliktisch, was bedeutet, dass die Art stark spezialisiert auf den Pollen von - in diesem Fall - Weiden-Arten (Salix sp.) ist.
Zu ihrem Lebensraum gehören die Flussauen 🏞️, aber auch Sand-, Kies- und Lehmgruben sowie Ackerränder und Dammböschungen. Die Art bevorzugt ebene und schwach geneigte Flächen. Bereits im Frühjahr graben die frisch begatteten Weibchen verzweigte Gänge in den Boden und legen am Ende der Gänge bis zu 10 Brutzellen an, in welchen sich die Larven vom eingelagerten Pollen und Nektar ernähren. Der Eingang wird dann durch einen Sandhaufen verschlossen. Die anschließend fertig entwickelten Larven überwintern in diesen Brutzellen und schlüpfen erst im nächsten Frühjahr, wo das ganze Schauspiel dann erneut beginnt. Mancherorts bilden die Tiere riesige Nist-Kolonien mit teils mehreren Tausend Individuen, hier gräbt dennoch jedes Weibchen ihre eigene Bruthöhle.

Wenn Ihr diese oder andere Wildbienen seht oder gesehen habt 🔍, dann meldet 📲 uns Eure Sichtung gerne im ArtenFinder Portal – Link in Bio.

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