29/01/2026
Wenn der Wirtschaftsflügel der CDU das Ende eines „Teilzeit-Lifestyles“ fordert, offenbart das vor allem eines: eine gefährliche Realitätsferne. Teilzeit ist kein modisches Lebenskonzept für Menschen mit zu viel Freizeit, sondern insbesondere für viele Alleinerziehende die einzige Möglichkeit, den Alltag überhaupt zu bewältigen.
Alleinerziehende können oft nicht in Vollzeit arbeiten, weil und solange es an guten Rahmenbedingen fehlt. Sie müssen den Spagat machen zwischen Erwerbstätigkeit, fehlenden Betreuungsmöglichkeiten, -Arbeit und einem Einkommen, von dem die Familie leben kann. Wenn die von Lifestyle spricht, verkennt sie die Nöte von Einelternfamilien. Hier geht es nicht um Bequemlichkeit: Teilzeit ist hier nicht immer ein Wunsch.
Debatten um die Einschränkung des Rechts in Teilzeit zu arbeiten, verschiebt die Verantwortung abermals auf die Betroffenen. Wir fordern, die strukturellen Probleme anzugehen, damit Vollzeit ermöglicht werden kann: Fehlende -Plätze, unflexible sowie familienunfreundliche Arbeitszeiten, unzureichende Unterstützung der Care-Arbeit etc.
Denn: Wer mehr Vollzeit will, muss bedarfsdeckende , eine bessere Infrastruktur und echte schaffen!
Ansonsten wird Symbolpolitik auf dem Rücken von Menschen ausgetragen, die ohnehin schon zu viel schultern.