Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt

Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt Wir fördern Einrichtungen und Strukturen für Unionsbürger & entwickeln zielgerichtete Angebote.

Das Projekt EUmigra reagiert auf dynamische Entwicklungen in unserem Bundesland und steht im Kontext einer zunehmenden interkulturellen Öffnung. Der Fachkräftemangel führt seit Jahren zur verstärkten Zuwanderung im Rahmen des EU-Freizügigkeitsgesetzes – wobei die Unionsbürgerinnen und -bürger zur zahlenmäßig stärksten Zuwanderungsgruppe in Sachsen-Anhalt gehören. Gemäß der Verordnung über die Frei

zügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Union (EU 492/2011) gilt: EU-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in Bezug auf Beschäftigung, Entlohnung und sonstige Arbeitsbedingungen gegenüber deutschen Staatsbürgern gleich zu behandeln. Dabei erstreckt sich die Gleichbehandlung tatsächlich und rechtlich auf alles, was mit der eigentlichen Ausübung einer Tätigkeit im Lohn- oder Gehaltsverhältnis im Zusammenhang steht. Ebenso müssen alle Hindernisse beseitigt werden, die sich der Mobilität der Arbeitnehmer entgegenstellen, insbesondere in Bezug auf die Bedingungen für die Integration der Familie des/r Arbeitnehmers/in im Aufnahmeland. Jedoch ist das durch die Unionsbürgerschaft verbriefte Recht auf Gleichbehandlung und Diskriminierungsfreiheit in der Praxis nicht durchgehend eingelöst. Hinzu kommt, dass Unionsbürgerinnen und -bürger von Unterstützungsstrukturen oft noch nicht als eigenständige Zielgruppe mit vielfältigen Bedarfen wahrgenommen werden, während sie selbst aufgrund fehlender Selbstverwaltungsstrukturen nicht genügend kommunizieren und politisch repräsentieren. Erforderlich sind in erster Linie faire Arbeitsbedingungen der mobilen EU-Beschäftigten. Hierzu bedarf es eines intensivierten Matchings zwischen Arbeitsmarktakteuren, Beratungsstellen und Communities. Ebenso fehlen Brücken der Information, denn neben EU-Amtssprachen besteht ein hoher Bedarf an Informationsmaterialien für Unionsbürger in Regional- oder Minderheitensprachen.

📦 Unser mehrsprachiger EUmigra-Wegweiser ist wieder unterwegs durch Sachsen-Anhalt!In den vergangenen Tagen wurden zahlr...
28/04/2026

📦 Unser mehrsprachiger EUmigra-Wegweiser ist wieder unterwegs durch Sachsen-Anhalt!

In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Exemplare an Beratungsstellen, Kommunen, Jobcenter, Netzwerkpartner sowie weitere Multiplikator*innen im ganzen Land versendet. Damit gelangen wichtige Informationen direkt an Anlaufstellen, die EU-Zugewanderte im Alltag unterstützen und beraten.

Der EUmigra-Wegweiser bietet praktische Orientierungshilfen zu Themen wie Beratung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Sprache, Familie, Bildung und Alltag in Sachsen-Anhalt. Ziel ist es, neu zugewanderten aus der Europäischen Union den Start zu erleichtern und den Zugang zu wichtigen Angeboten zu verbessern.

Aktuell verfügbar in folgenden Sprachen: Deutsch, English, Polski, Română, Български und Magyar.

Du brauchst auch Exemplare für deine Einrichtung, Beratungsstelle oder Kommune?

🌐 Online lesen & herunterladen: www.eumigra-wegweiser.de, https://www.eumigra.de/eu-wegweiser-2.html

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass wichtige Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. 🤝🌍

💜 Rückblick: Internationaler Frauentag im einewelt haus Magdeburg 🌍Am 8. März war das EUMIGRA-Netzwerk der Auslandsgesel...
16/03/2026

💜 Rückblick: Internationaler Frauentag im einewelt haus Magdeburg 🌍

Am 8. März war das EUMIGRA-Netzwerk der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) Teil der Frauentagsveranstaltung im einewelt haus Magdeburg im Rahmen der Magdeburger Frauen*Aktionstage.
Seit über 30 Jahren ist das einewelt haus in der Schellingstraße ein Ort internationaler Begegnung. Auch an diesem Nachmittag wurde deutlich, wie wichtig Vernetzung, Austausch und gegenseitiges Empowerment für Frauen mit internationalen Perspektiven sind. Das EUMIGRA-Netzwerk konnte sich kurz vorstellen und unsere Wegweiser präsentieren. Außerdem war die Veranstaltung für das EUMIGRA-Netzwerk eine gute Gelegenheit, mit internationalen Initiativen und Vereinen ins Gespräch zu kommen und die Perspektiven von EU-Zugewanderten und Migrantinnen weiter sichtbar zu machen.
Zu den Höhepunkten des Programms gehörten verschiedene kulturelle Beiträge:

✨ Tanzauftritte der Gruppe „Lacy Dans“ der ukrainischen Schule „Elefant“ e.V.
🎭 Traditionelle Kopfbedeckungen und Gesang von Zoia Halagur
📖 Eine zweisprachige Gedichtlesung von Elena Klein (Meridian e.V.)
🎶 Das Vokalensemble „Singende Ukraine“ von Harmonia e.V.
🔥 Den Abschluss bildete eine ausgelassene Party auf dem 80er/90er-Dancefloor mit DJ Zoia, bei der viele Gäste den Internationalen Frauentag gemeinsam feierten.

Vielen Dank an die Frauen unserer AGSA-Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner sowie für die freundliche Unterstützung durch das AGSA-Projekt Interkultur 2026 (gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg).

Das EUMIGRA-Netzwerk, bestehend aus Mitgliedsorganisationen der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) und Akteuren der Integrationsarbeit, bleibt jedoch als Interessenvertretung der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Sachsen-Anhalt weiterhin aktiv. Ziel ist es, den Austausch zwischen Beratungsstellen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Institutionen fortzuführen sowie die Anliegen von EU-Zugewanderten sichtbar zu machen.

Am Sonntag, 8. März, lädt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) ab 15 Uhr zur traditionellen Frauentagsfeier in...
02/03/2026

Am Sonntag, 8. März, lädt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) ab 15 Uhr zur traditionellen Frauentagsfeier ins einewelt haus ein, im Rahmen der Magdeburger Frauenaktionstage.

Freut euch auf ein buntes Programm mit Kultur, Musik, Tanz, Mode und offenem Mikrofon, gestaltet von engagierten Frauen aus vielen Ländern. Gemeinsam feiern wir Vielfalt, Austausch und Solidarität!

Ab 17 Uhr bringt DJ Zoia mit den besten Hits der 80er- und 90er-Jahre die Tanzfläche zum Beben. 💃🕺

✨ Eintritt frei! Alle sind herzlich willkommen!

Anlässlich des Internationalen Frauentags lädt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) am Sonntag, den 8. März, ab 15.00 Uhr zur traditionellen Frauentagsveranstaltung ins einewelt haus Magdeburg ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Magdeburger Frauenaktionstage statt.

Seit über 30 Jahren ist das einewelt haus ein Ort internationaler Begegnung. Frauen, die sich unter dem Dach der AGSA in verschiedenen Mitgliedsorganisationen engagieren, bringen hier ihre vielfältigen Perspektiven ein – mit unterschiedlichen Geburtsorten, Hintergründen und Generationserfahrungen. Der Frauentag bietet Raum für Austausch, Vernetzung und solidarisches Miteinander.

Alle, die gemeinsam mit den internationalen Frauen der Vereine und Initiativen des Hauses feiern möchten, sind herzlich eingeladen. Das Programm wird von Frauen aus verschiedenen Ländern gestaltet und umfasst Kultur, Musik, Tanz, Mode und spontane Darbietungen am offenen Mikro. Das Engagement von Frauen in und für Magdeburg wird dabei sichtbar gemacht – von A wie Afghanistan bis U wie Ukraine.

Ab 17:00 Uhr lädt DJ Zoia von der Deutsch-Bulgarischen soziokulturellen Vereinigung e. V. mit Musik der 80er- und 90er-Jahre zum gemeinsamen Tanzen ein. Der Eintritt ist frei. Der Internationale Frauentag wird unterstützt durch das Projekt „Interkultur 2026“ finanziert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg. Er findet in Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung der LH im Rahmen der Magdeburg Frauenaktionstage statt.

16/02/2026

Die Volksstimme hat im Rahmen ihrer Reihe „Das bringt das neue Jahr“ mit unserem Geschäftsführer Krzysztof Blau gesprochen. Im Mittelpunkt steht ein bewegtes Jahr 2025 – geprägt von Verunsicherung nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, aber ebenso von Solidarität und Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft.

Gerade im einewelt haus sei diese Solidarität spürbar gewesen, so der Geschäftsführer gegenüber der Volksstimme. Das Haus habe sich erneut als geschützter Raum für Dialog, Austausch und Begegnung bewährt – offen für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Begegnung auf Augenhöhe bleibe der Kern der Arbeit der AGSA.

Auch international setzte die AGSA 2025 wichtige Impulse: Delegationen aus Radom und Le Havre waren zu Gast, ebenso eine Ausstellung aus der ukrainischen Partnerstadt Saporischschja. Mit dem Welcome Camp von Rotary International, Gesprächen mit dem American Council on Germany und über 50 Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Wochen zeigte das einewelt haus seine Rolle als internationaler Treffpunkt in Magdeburg.

Für ihr 30-jähriges Engagement wurde die AGSA 2025 zudem mit dem „Saphir der Wirtschaft“ der IHK Magdeburg ausgezeichnet. 2026 steht ein weiteres Jubiläum an: 30 Jahre einewelt haus.

Die Botschaft bleibt klar: Eine offene und vielfältige Stadt braucht gerade in Zeiten von Verunsicherung Begegnung und Dialog. Orte wie das einewelt haus sind dafür unverzichtbar.

Bulgarischer Film in Magdeburg - "Made in EU"Das Sozialdrama „Made in EU“ von Regisseur Stefan Komandarev erzählt eine s...
02/02/2026

Bulgarischer Film in Magdeburg - "Made in EU"

Das Sozialdrama „Made in EU“ von Regisseur Stefan Komandarev erzählt eine starke und emotionale Geschichte über das Leben einer Näherin in Bulgarien, die den harten Realitäten des modernen Europas entgegenkommt. Der Film befasst sich mit Themen wie Menschenwürde, soziale Ungerechtigkeit und den Kosten des globalen Kapitalismus.

📅 Datum: 19.02.2026
🕠 Uhrzeit: 17:30 Uhr
📍 Standort: Moritzhof
📌 Adresse: Moritzpl. 1, 39124 Magdeburg

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diesen mächtigen bulgarischen Film auf der großen Leinwand zu sehen!
https://www.youtube.com/watch?v=Aw9xuvCbJuw

Български филм в Магдебург – „Made in EU“

Социалната драма „Made in EU“ на режисьора Стефан Командарев разказва силна и емоционална история за живота на една шивачка в България, поставена пред тежките реалности на съвременната Европа. Филмът засяга теми като човешкото достойнство, социалната несправедливост и цената на глобалния капитализъм.

📅 Дата: 19.02.2026
🕠 Час: 17:30 ч.
📍 Място: Moritzhof
📌 Адрес: Moritzpl. 1, 39124 Magdeburg

Не пропускайте възможността да гледате този силен български филм на голям екран!
https://www.youtube.com/watch?v=Aw9xuvCbJuw

EUmigra Jahresrückblick 2025: Teilhabe sichtbar machen – Strukturen stärken – europäische Mobilität verstehen2025 hat de...
19/12/2025

EUmigra Jahresrückblick 2025: Teilhabe sichtbar machen – Strukturen stärken – europäische Mobilität verstehen

2025 hat deutlich gemacht, was EUmigra im Kern ausmacht: Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen rechtlichen Ansprüchen und gelebter Realität von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern in Sachsen-Anhalt. In zahlreichen Begegnungen, Gesprächen und fachlichen Austauschformaten wurde sichtbar, wo Teilhabe gelingt – und wo strukturelle Barrieren fortbestehen. Unser Jahr war geprägt von der Frage, wie europäische Mobilität vor Ort sozial tragfähig gestaltet werden kann.

Immer wieder zeigte sich dabei dieselbe Spannung: Unionsbürgerinnen und Unionsbürger verfügen formal über weitreichende Rechte, erleben im Alltag jedoch Orientierungslosigkeit, fehlende Zugänge und Unsicherheiten. Diese Diskrepanz sichtbar zu machen, einzuordnen und in Strukturen rückzuspiegeln, war auch 2025 leitend für unsere Arbeit.

Ein zentraler Moment war das EUmigra-Forum „Gleichbehandlung zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ im Rahmen der Europawochen. Gemeinsam mit Dr. Aleksandra Lewicki und apl. Prof. Dr. Jannis Panagiotidis wurde deutlich, wie groß die Lücke zwischen rechtlichem Gleichbehandlungsgebot und tatsächlicher Lebenspraxis vieler EU-Zugewanderter weiterhin ist. Die Diskussion zeigte, dass Ungleichbehandlung häufig nicht aus bösem Willen entsteht, sondern aus institutionellen Routinen, Wissenslücken und fehlender Zuständigkeit. Für unser Netzwerk war dies ein wichtiger Impuls, bestehende Strukturen kritisch zu reflektieren und die Perspektive der Betroffenen stärker mitzudenken.

Im Themenforum während der Antirassismuswochen, mit Journalist und Autor Sascha Lübbe, rückten die Arbeits- und Lebensbedingungen vieler EU-Arbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer in den Fokus. Die Gespräche machten deutlich, wie unsichtbar diese Gruppe häufig bleibt – trotz ihrer zentralen Rolle für Wirtschaft und Versorgung. Das Forum schärfte den Blick dafür, dass europäische Arbeitsmigration nicht nur arbeitsmarktpolitisch, sondern immer auch sozialpolitisch betrachtet werden muss.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Im Austausch mit den neuen European-Studies-Studierenden wurde deutlich, wie wichtig frühe Sensibilisierung für Themen wie Freizügigkeit, Migration und soziale Rechte ist. Besonders aufschlussreich war die gemeinsame Veranstaltung mit Studierenden des bulgarischen FDIBA-FIN-Doppelabschlussprogramms. Ihre offenen Berichte über Sprachbarrieren, Orientierungsschwierigkeiten, unsichere Wohnsituationen und den Wunsch nach sozialer Anbindung zeigten, dass auch EU-Studierende trotz formaler Privilegien strukturellen Herausforderungen begegnen. Diese Rückmeldungen unterstreichen, dass Integration nicht erst bei langfristigem Aufenthalt beginnt, sondern bereits mit der ersten Woche vor Ort.

Aus diesen Erfahrungen heraus wurde 2025 auch sehr konkret gearbeitet. Gemeinsam mit dem Bürgerzentrum Weißenfels entstand die mehrsprachige Ankunftsmappe, die inzwischen fester Bestandteil der Ankunftsgespräche ist. Sie zeigt exemplarisch, wie kommunale Praxis, Beratungserfahrung und landesweite Fachperspektive zusammenwirken können, um Orientierung zu verbessern und Zugänge zu erleichtern – sowohl für Zugewanderte als auch für Mitarbeitende in Verwaltung und Beratung.

Darüber hinaus war EUmigra in zahlreichen Landkreisen präsent. In Gesprächen mit Kommunen, Beratungsstellen, Schulen, Jugendämtern, Kooperationsvereinen und zivilgesellschaftlichen Projekten wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ausgangslagen vor Ort sind. Gleichzeitig wurde klar, dass überall ähnliche Fragen gestellt werden: Wie erreichen wir mobile Zielgruppen? Wie vermitteln wir verlässliche Informationen? Wie können wir Teilhabe fördern, wenn Aufenthaltsdauern kurz und Zuständigkeiten fragmentiert sind? Die enge Zusammenarbeit mit migrantischen Community-Organisationen zeigte dabei, welches Wissen und welches Engagement bereits vorhanden sind – und wie wichtig es ist, diese Ressourcen systematisch einzubeziehen.

Auch unsere Begegnungsformate trugen dazu bei, Räume für Austausch und Sichtbarkeit zu schaffen. Das Sprachcafé zum Europäischen Tag der Sprachen oder die Gespräche im Rahmen des Landeserntedankfestes machten deutlich, dass Integration nicht nur in Konzepten, sondern im Alltag stattfindet – durch Sprache, Begegnung und gegenseitiges Verständnis.

Aus dem Jahr 2025 lassen sich klare Erkenntnisse ableiten:
Teilhabe entsteht nicht automatisch. Sie braucht verlässliche Strukturen, verständliche Informationen, eine sichtbare Willkommenskultur und politische Aufmerksamkeit. Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sind ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft in Sachsen-Anhalt – werden jedoch in Integrationsstrategien, Informationsangeboten und kommunalen Konzepten noch immer nicht konsequent mitgedacht. Mehrsprachige Informationsmedien, stabile Beratungsstrukturen, transparente Pre-Arrival-Kommunikation und niedrigschwellige Begegnungsangebote sind zentrale Bausteine für gelingende europäische Mobilität.
EUmigra versteht sich dabei als Fachstelle, die Bedarfe bündelt, Perspektiven übersetzt und Impulse in Strukturen trägt. Unsere Aufgabe bleibt es, die Erfahrungen aus Kommunen, Beratung und Communities sichtbar zu machen und in fachliche und politische Diskurse einzubringen.

Wir danken allen, die EUmigra 2025 begleitet und unterstützt haben: unseren Referierenden, Studierenden, Kooperationsvereinen, Netzwerkpartnerinnen und -partnern, Kommunen sowie den vielen Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.

Wir wünschen eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.
Ihr EUmigra-Team

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Neu: EUmigra Übersichtskarte zu Beratungsstellen in Sachsen-AnhaltMit der neuen interaktiven Übersichtskarte der Beratun...
17/12/2025

Neu: EUmigra Übersichtskarte zu Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt

Mit der neuen interaktiven Übersichtskarte der Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt stellt EUmigra – Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt – eine weitere Ressource bereit, um den Zugang zu Unterstützung für Unionsbürgerinnen und -bürger im Land zu erleichtern.
Ziel der Karte ist es, Orientierung zu schaffen und Ratsuchenden sowie Fachkräften schnell einen Überblick über die vorhandenen Beratungsangebote zu geben. Gerade neu Zugewanderte benötigen oft gezielte Informationen, wo sie in ihrem regionalen Umfeld Unterstützung zu Themen wie Arbeit, Wohnen, Sprache oder rechtlichen Fragen erhalten können.

Die digitale Übersicht zeigt auf einen Blick, wo in Sachsen-Anhalt Beratung angeboten wird, und gliedert sich in drei zentrale Kategorien:
• JMD – Jugendmigrationsdienste: Beratung und Begleitung junger Zugewanderter beim Ankommen und in Ausbildung oder Schule.
• MBE – Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer: Unterstützung beim Start in Deutschland und bei Alltagsfragen.
• gBB – Gesonderte Beratung und Betreuung: Spezialisierte Beratungsangebote für bestimmte Zielgruppen mit besonderen Bedarfen.
Darüber hinaus steht eine Gesamtkarte zur Verfügung, die alle Standorte zusammenführt und so ein umfassendes Bild der Beratungslandschaft in Sachsen-Anhalt bietet.

Ein besonderer Mehrwert liegt in der leichten Zugänglichkeit:
Über QR-Codes können die Karten digital aufgerufen, gespeichert und weitergegeben werden – ideal für den Einsatz in Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Kommunalverwaltungen oder Begegnungshäusern. So können Interessierte schnell den passenden Kontakt in ihrer Nähe finden.
Alle Karten stehen in den sechs EUmigra-Sprachen – Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch und Ungarisch – zur Verfügung. Damit knüpft EUmigra an das Prinzip der Mehrsprachigkeit an, dass sich bereits in anderen Informationsmaterialien wie dem EUmigra-Wegweiser oder der Ankunftsmappe Weißenfels bewährt hat.

Mit dieser neuen Übersichtskarte erweitert EUmigra sein digitales Informationsangebot und trägt dazu bei, die Sichtbarkeit der Beratungsstrukturen im Land zu erhöhen. Sie unterstützt nicht nur Ratsuchende beim Zurechtfinden, sondern bietet auch Fachkräften im Integrations- und Sozialbereich ein praktisches Werkzeug zur Weitervermittlung.

Hinweis für Beratungsstellen:
Die Karten können eigenständig heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie eignen sich besonders zum Aushang oder zur Auslage in Beratungsstellen, kommunalen Einrichtungen und Treffpunkten, um Zugewanderten und Interessierten einen schnellen Zugang zu wichtigen Unterstützungsangeboten in Sachsen-Anhalt zu ermöglichen.

👉 Der vollständige Artikel ist hier zu sehen: https://www.eumigra.de/news/neu-eumigra-uebersichtskarte-zu-beratungsstellen-in-sachsen-anhalt-orientierung-leicht-gemacht.html

EUmigra – Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt ist ein Landesprojekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA), gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Bedarfsanalyse der bulgarischen FDIBA-FIN-Studierenden an der OvGUEUmigra – Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen...
10/12/2025

Bedarfsanalyse der bulgarischen FDIBA-FIN-Studierenden an der OvGU

EUmigra – Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. – war am 26. November zu Gast bei einer gemeinsamen Austauschveranstaltung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für die neu eingereisten bulgarischen Studierenden im FDIBA-FIN-Doppelabschlussprogramm. Ziel des Treffens war es, Bedarfe, Erwartungen und frühe Erfahrungen der Studierenden systematisch zu erfassen und daraus Impulse für eine bessere Unterstützung EU-Zugewanderter abzuleiten.

Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung von EUmigra und der OVGU für die neu angekommenen Studierenden aus Bulgarien, die im FDIBA-FIN Doppelabschlussprogramm ein oder zwei Semester in Magdeburg verbringen, konnten wertvolle Einblicke in ihre tatsächlichen Bedarfe und Erwartungen gewonnen werden. Die Studierenden berichteten offen über ihre Erfahrungen vor der Ausreise, in den ersten Tagen nach der Ankunft sowie in der Rückschau auf ihren ersten Monat in der Stadt. Das Bild, das sich daraus ergibt, zeigt sehr klar, wo Unterstützung erforderlich ist, um jungen EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern ein gutes, informatives und verbindendes Ankommen in Magdeburg zu ermöglichen.

👉 den kompletten Artikel gibt es hier:
https://www.eumigra.de/news/bedarfsanalyse-der-bulgarischen-fdiba-fin-studierenden-an-der-ovgu.html

EUmigra – Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt ist ein Landesprojekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Rückblick auf das 5. Netzwerktreffen des Arbeitskreises „Unionsbürger in Sachsen-Anhalt“Am 3. November 2025 fand das fün...
05/12/2025

Rückblick auf das 5. Netzwerktreffen des Arbeitskreises „Unionsbürger in Sachsen-Anhalt“

Am 3. November 2025 fand das fünfte Netzwerktreffen des Arbeitskreises Unionsbürger in Sachsen-Anhalt als Videokonferenz statt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landkreisen und Städten, aus Beratungsstellen, dem WelcomeCenter Sachsen-Anhalt, Fachprojekten, Ministerien sowie der Bundesagentur für Arbeit haben wir als landesübergreifendes Projekt aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Bedarfe im Zusammenhang mit der EU-Zuwanderung in Sachsen-Anhalt diskutiert. Die breite überregionale Beteiligung verdeutlichte, dass Integration und Teilhabe von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern nur durch ein abgestimmtes und gemeinsames Handeln auf Landesebene gelingen können.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen die aktuellen Ergebnisse des Freizügigkeitsmonitorings des BAMF-Forschungszentrums, neue Erkenntnisse zur zirkulären Migration und Rückmeldungen aus den persönlichen Konsultationen in den Landkreisen. Dabei zeigte sich, dass Sachsen-Anhalt derzeit einen spürbaren Rückgang der EU-Zuwanderung bei gleichzeitig steigender Abwanderung verzeichnet. Diese Entwicklung stellt Kommunen, Beratungsstellen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote sichtbarer zu machen und Zugänge zu erleichtern. Viele Unionsbürgerinnen und Unionsbürger finden aufgrund sprachlicher, digitaler oder bürokratischer Hürden nur schwer den Weg zu den zuständigen Stellen. Dadurch entstehen Informationslücken, die zum Teil durch inoffizielle oder kommerzielle Angebote gefüllt werden, was problematische Folgen haben kann.

Ein wichtiger Teil des Treffens war die Vorstellung aktueller Informations- und Sensibilisierungsmaterialien von EUmigra. Gezeigt wurden unter anderem die mehrsprachige Ankommensmappe Weißenfels, die digitale Übersichtskarte der Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt sowie weiterentwickelte Medienpakete und aufsuchende Informationsformate für das Jahr 2026. Diese Materialien sollen den Zugang zu verlässlichen Informationen erleichtern und die Sichtbarkeit bestehender Strukturen erhöhen.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine verstärkte und besser koordinierte Informationsarbeit notwendig ist, um bestehende Lücken zu schließen. Mehrsprachige Informationsmaterialien, digitale Zugänge und präventive Aufklärung über rechtliche Pflichten oder mögliche Schuldenfallen sind wichtige Elemente einer modernen Integrationspolitik. Ebenso muss die Kommunikation zwischen Behörden, Beratungsstellen und Zielgruppen vereinfacht werden. Digitale und aufsuchende Formate bieten dabei neue Möglichkeiten, insbesondere für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, die bisher nur schwer Zugang zu institutionellen Strukturen finden.

Aus den Diskussionen ging ein klares Signal an die politische Ebene hervor. Die bestehenden Strukturen zur Unterstützung von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern müssen sichtbarer, zugänglicher und langfristig gesichert werden. Dafür sind eine stabile finanzielle und organisatorische Förderung der Beratungsangebote, der Ausbau mehrsprachiger Informationskanäle, der Abbau digitaler Barrieren in Verwaltungsverfahren und die Förderung mobiler, niedrigschwelliger Beratungsformate notwendig. Darüber hinaus sollten die Erfahrungen der Kommunen stärker in landespolitische Strategien einfließen, da dort Integration jeden Tag praktisch gestaltet wird.

Die Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt (EUmigra) der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. wird die im Arbeitskreis gewonnenen Erkenntnisse bündeln und in die laufenden Fachdialoge der Landkreise einbringen. Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern werden wir die Zusammenarbeit weiter ausbauen, um relevante Informationen zum Thema Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Sachsen-Anhalt zu verbreiten. Auf diese Weise sollen die praktischen Erfahrungen der Landkreise und Fachprojekte in politische Entscheidungsprozesse einfließen und die Sichtbarkeit von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern auf politischer Ebene weiter gestärkt werden. Das nächste Treffen des Arbeitskreises ist für das erste Quartal 2026 geplant.
EUmigra – Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt ist ein Landesprojekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

👉 https://www.eumigra.de/news/rueckblick-auf-das-5-netzwerktreffen-des-arbeitskreises-unionsbuerger-in-sachsen-anhalt.html

"Welcome, Ersties!“ – EUmigra stellt sich vor bei den neuen European-Studies-StudierendenZum Start des Wintersemesters 2...
02/12/2025

"Welcome, Ersties!“ – EUmigra stellt sich vor bei den neuen European-Studies-Studierenden

Zum Start des Wintersemesters 2025/26 durfte die Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt (EUmigra) der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) die neuen Studierenden des Bachelorstudiengangs European Studies an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begrüßen.
Im Rahmen der Einführungsveranstaltung stellte EUmigra seine Arbeit vor und gab einen Einblick in aktuelle Themen rund um EU-Freizügigkeit, Migration und Integration in Sachsen-Anhalt. Durch ein interaktives Quiz zu Wanderungsbewegungen von Unionsbürgerinnen und -bürgern im Land konnten die Studierenden ihr Wissen erweitern und zugleich mehr über die Herausforderungen und Chancen der EU-Mobilität erfahren.

Ein besonderes Highlight war die Vorführung des EUmigra-Kurzfilms, der Einblicke in die Lebensrealitäten von EU-Bürgerinnen und -Bürgern in Sachsen-Anhalt gibt. Der Film zeigt, vor welchen Hürden viele Zugewanderte stehen – und warum es wichtig ist, diese Perspektiven sichtbar zu machen und Barrieren im Alltag abzubauen.

EUmigra bedankt sich herzlich für das Interesse und den offenen Austausch. Wir wünschen allen Studierenden einen erfolgreichen Start ins Studium – und freuen uns darauf, einige von Ihnen künftig im EUmigra-Netzwerk wiederzusehen.

EUmigra – Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt ist ein Landesprojekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Gemeinsam Wissen teilen: EUmigra und Welcome Center Sachsen-Anhalt im Austausch zur Unterstützung von UnionsbürgernIm Ra...
26/11/2025

Gemeinsam Wissen teilen: EUmigra und Welcome Center Sachsen-Anhalt im Austausch zur Unterstützung von Unionsbürgern

Im Rahmen eines fachlichen Austauschs zwischen der Fach- und Servicestelle EU Migration Sachsen Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und dem WelcomeCenter Sachsen‑Anhalt – vertreten durch Kerstin Mogdans und Ingo Faber – standen aktuelle Fragen rund um die Unterstützung und Sensibilisierung im Kontext der EU-Freizügigkeit im Mittelpunkt.

Beide Einrichtungen verfolgen das gemeinsame Ziel, Fachkräfte in Behörden, Beratungsstellen und Institutionen gezielter für die Situation von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern zu sensibilisieren. Dabei geht es insbesondere um rechtliche Grundlagen, Anerkennungsverfahren, Teilhabechancen sowie um den Abbau von Informations- und Kommunikationsbarrieren.

Im Austausch wurde deutlich, dass Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in vielen Beratungs- und Integrationsstrukturen bislang unterrepräsentiert sind. Gleichzeitig besteht ein wachsender Bedarf an Fortbildungen und an einer interkulturellen Öffnung der Verwaltung, um Teilhabe und Integration langfristig zu stärken.

Gemeinsam mit dem Welcome Center Sachsen-Anhalt plant EUmigra daher, diese Themen in den kommenden Monaten weiterzuentwickeln – unter anderem durch regionale Workshops Anfang 2026, die auf Sensibilisierung, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch abzielen.

Damit leistet EUmigra einen wichtigen Beitrag, um die chancengerechte Teilhabe von EU-Zugewanderten in Sachsen-Anhalt zu fördern und Strukturen der Unterstützung weiter auszubauen.

EUmigra – Fach- und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt ist ein Landesprojekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Adresse

SchellingStr. 3-4
Magdeburg

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