09/02/2026
🚦 Verkehrssicherheit geht uns alle an – heute mehr denn je!
Am 4. Februar 2026 hat NRW-Innenminister Herbert Reul die „Effizienzinitiative Polizei NRW – Polizeiliche Aufgabenkritik und Vorschläge“ vorgestellt. Was auf den ersten Blick nach Verwaltungsmodernisierung klingt, hat bei genauerem Hinsehen erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrssicherheitsarbeit und den Verkehrsunfall-Opferschutz.
Besonders kritisch sehen wir zwei Punkte der Initiative:
👉 den geplanten Verzicht auf polizeiliche Unfallaufnahmen bei bloßen Sachschäden (rund 75 % aller registrierten Unfälle) und
👉 die Auflösung der Direktionen Verkehr in allen Kreispolizeibehörden.
Gerade die systematische Unfallaufnahme – auch bei Sachschäden – ist eine unverzichtbare Grundlage für Prävention, Verkehrsplanung und die Identifikation gefährlicher Unfallhäufungsstellen. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Ebenso droht mit der Auflösung der Verkehrsdirektionen ein deutlicher Bedeutungsverlust der spezialisierten Verkehrssicherheitsarbeit, der Verkehrsunfallprävention und des Verkehrsunfall-Opferschutzes.
Nordrhein-Westfalen gilt bundesweit als Vorbild – etwa durch moderne VU-Teams und eine engagierte polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit. Veränderungen in NRW können Signalwirkung für ganz Deutschland entfalten. Ein Rückschritt wäre fatal, gerade mit Blick auf die Vision Zero: keine Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.
Als Dachverband für Verkehrsunfallprävention und Verkehrsunfall-Opferhilfe haben wir uns deshalb fachlich klar und kritisch zur Initiative geäußert. Unser Ziel ist es, den hohen Stellenwert der Verkehrssicherheitsarbeit zu erhalten und die engagierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Polizei ausdrücklich zu würdigen. Verkehrssicherheit ist keine „polizeifremde Aufgabe“ – sie schützt Leben.
📣 Lesen Sie unsere Pressemitteilung und informieren Sie sich:
👉 https://www.presseportal.de/print/6211660-print.html [presseportal.de]
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Verkehrssicherheit in NRW und bundesweit nicht nachlässt. Denn es gibt keinen Lebensbereich, in dem das Risiko durch Dritteinwirkung so hoch ist wie im Straßenverkehr. 💙