30/01/2025
Die letzten Tage! Final days!
Mooni Perry
„Missings: From Baikal to Heaven Lake, from Manchuria to Kailong Temple“
Noch bis Sonntag, 2. Februar im Westfälischen Kunstverein
Geöffnet Mi-So 11-19 Uhr
Mit dem eigens für die Ausstellung produzierten Film „Missing“ (2024) geht die Künstlerin ein reflektiertes Verhältnis zu Vorstellungen von Zugehörigkeit ein, um sich einem transformatorischen Moment gewahr zu werden, der sich erst in der Außenperspektive ergibt. Einer „Sehnsucht nach Westen“, die teils mit einer verzerrt-idealisierten Vorstellung von liberaler Demokratie und individueller Freiheit einhergeht, stellt Missing eine Sehnsucht nach Osten entgegen. Auf die Fragen nach Authentizität und Originalität, die im Kontext hegemonialer Geschichtsschreibung und Gedächtniskultur zur Waffe im Kampf um Deutungshoheit avancieren, reagiert der Film mit einer Momentaufnahme, die eben nicht von ‚wahren‘ oder ‚falschen‘ Erzählungen ausgeht. Viel eher ist die filmische Erzählung ein Bekenntnis dessen, dass die Welt von Anderen auch anders betrachtet wird und sich eine tatsächliche Wahrheit nur in der Übereinstimmung von mehreren Perspektiven manifestiert.
Fotos der Veranstaltung im November:
Gespräch mit Mitgliedern der von ihr mitbegründeten Plattform Asian Feminist Studio for Art and Research (AFSAR)
Und Verbrennung des Joss-Papierhauses auf dem Vorplatz.
Fotos: Thorsten Arendt