GGUA Flüchtlingshilfe

GGUA Flüchtlingshilfe You´ll find information about our organisation below in German, English and French. V. gegründet. En Allemand ).

Die GGUA Flüchtlingshilfe wurde 1979 unter dem Namen Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. Sie berät in Münster lebende Flüchtlinge zu Fragen des Asylverfahrens und unterstützt sie bei der Lösung sozialer Probleme. Darüber hinaus sucht sie das Gespräch mit Vertretern von Verwaltung und Politik, um ihnen gegenüber die Interessen der Flüchtlinge zu vertreten, und informiert d

ie Öffentlichkeit über die Lebenssituation der Flüchtlinge in der Bundesrepublik sowie die jeweils aktuelle Asylpolitik. The GGU Flüchtlingshilfe was founded in 1979 under the name Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. We offer refugees in Münster counselling services related to the asylum application process and assist them with everyday problems. In addition, we actively pursue discussions with representatives from administrative and policy fields in order to advocate for refugees, and provide the general public with information on the living conditions of refugees within Germany as well as on the country´s current asylum policy. La GGUA Aide aux Réfugiés a été fondée en 1979 sous le nom d'Organisme à but non lucratif destiné au soutien des demandeurs d'asile ( G.G.U.A. Elle conseille les réfugiés vivant à Münster en ce qui concerne les questions de procédures d'asile et les soutient dans la résolution de problèmes sociaux. En outre, elle communique avec les représentants politiques et gouvernementaux pour défendre les intérêts des réfugiés et informe le public sur la situation des réfugiés dans la république fédérale d'Allemagne et sur la politique d'asile.

05/01/2025

Bundesinnenministerin Faeser hat angekündigt, den Schutz geflüchteter Syrer*innen überprüfen lassen zu wollen. Wir raten, Ruhe zu bewahren.

Denn derzeit ist vieles unklar: Liegen überhaupt schon belastbare Berichte vor, insbesondere des Auswärtigen Amtes und internationaler Organisationen, auf die sich die Annahme einer dauerhaften und stabilen Änderung der Lage stützen könnte, die die von der Genfer Flüchtlingskonvention geforderte "Rückkehr in Sicherheit und Würde" erlauben könnte? Gerade die sich jüngst massiv verschärfende wirtschaftliche Situation deutet in eine andere Richtung. Hat das BAMF überhaupt die personellen Ressourcen, um eine Vielzahl an sog. Widerrufsverfahren in nennenswerter Zeit zu führen?

Momentan spricht viel dafür, dass Faesers Ankündigung eher mit Blick auf den Wahlkampf ausgesprochen worden sein könnte. Aus gegebenem Anlass dennoch einige Hinweise zum Widerrufsverfahren.

1. Ein Widerruf kommt normalerweise nicht überraschend. Ein Schreiben des BAMF kündigt die Überprüfung des Schutzstatus an. Damit gibt das BAMF auch Gelegenheit zur Stellungnahme - Betroffene können also dem BAMF die Gründe mitteilen warum sie sich weiter gefährdet sehen.

Da das BAMF zB beim Widerruf des subsidiären Schutzes auch prüfen muss, ob ggf. ein Abschiebungsverbot vorliegt, sollten in der Antwort an das Amt auch zB persönliche sog. Vulnerabilitäten mitgeteilt werden - dazu gehören körperliche und psychische Erkrankungen, Behinderungen, hohes Alter und andere belastende Faktoren, zB alleinerziehend zu sein.

Damit das Schreiben des BAMF mich erreichen kann, sollte dem BAMF meine aktuelle Adresse bekannt sein. Wer dann Post vom BAMF erhält, sollte sich dringend beraten lassen und dazu zB Kontakt zu seinem früheren Rechtsanwalt aus dem Asylverfahren aufnehmen.

2. Im Fall des tatsächlichen Widerrufs ergeht auch die Entscheidung stets schriftlich. Mündliche Ankündigungen etwa von Mitarbeitern der Ausländerbehörde sind idR nicht bindend, können aber Anlass sein, über meinen Rechtsanwalt prüfen zu lassen, ob eine Entscheidung des BAMF bereits existiert, mir aber nicht zugestellt werden konnte, zB weil meine Adresse nicht bekannt war.

3. Gegen eine Widerrufsentscheidung kann Klage erhoben werden. Ob die Lage in Syrien sich tatsächlich durchgreifend verändert hat, unterliegt der vollen Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte. Betroffene sollten, wenn ein Widerruf vorliegt, auch dazu Beratung suchen und ihre bisherigen Rechtsanwälte kontaktieren.

4. Schon Ministerin Faeser weist darauf hin: Auch ein Widerruf des Schutzstatus führt nicht zwingend zum Verlust des Aufenthaltsrechts in Deutschland. Wer hier eingebürgert ist, behält den deutschen Pass und damit selbstverständlich das Recht, in Deutschland zu leben. Wer eine Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis hat einer Arbeit nachgeht, seinen Lebensunterhalt selbst verdient oder eine Ausbildung macht, wird idR ebenfalls bleiben dürfen. Das sind nur Beispiele - es gibt weitere Konstellationen. Gerade wenn man keine Arbeit oder Ausbildung hat, könnte es sich aber lohnen, sich darum zu bemühen, sofern die eigene Lebenssituation das zulässt.

Im Ganzen gibt die Ankündigung der Ministerin eher Anlass, die Situation weiter aufmerksam zu beobachten, als zur Unruhe.

11/12/2024

Die Bundesregierung beendet das Bundesaufnahmeprogramm für schutzbedürftige Afghan:innen. Finanzielle Mittel für das Programm sind im Haushalt 2025 nicht vorgesehen. Ziel war es, 1000 Menschen pro Monat aufzunehmen, also etwa 25.000 Schutzsuchende vom Start des Programms bis Ende November 2024. Bis zum 8.11.2024 konnten jedoch nur 734 Afghan:innen einreisen.

Der Rat der Stadt Münster hat heute mehrheitlich entschieden, in Münster keine Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. ...
11/12/2024

Der Rat der Stadt Münster hat heute mehrheitlich entschieden, in Münster keine Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. Gut, dass sich die Ratsmehrheit gegen eine zusätzliche und völlig unnötige Belastung für die Verwaltung und gegen Diskriminierung und Exklusion von Leistungsberechtigten positioniert hat!

Hier ist der Ratsantrag mit einer sehr guten Begründung: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/getfile.php?id=560508&type=do

https://www.wn.de/muenster/bezahlkarte-fluechtlinge-abgelehnt-rat-grund-3207983

Geflüchtete im Zuständigkeitsbereich der Stadt bekommen weiter Bargeld oder Überweisungen aufs Konto. Asylleistungen auf Karte soll es nicht geben. Der Sonderweg sorgt für Kritik.

Abschiebungen in NRW – Ausgrenzung, Entrechtung, Widerstände.21. November, 18:30 Uhr, Lesung in der Stadtbücherei Sebast...
15/11/2024

Abschiebungen in NRW – Ausgrenzung, Entrechtung, Widerstände.
21. November, 18:30 Uhr, Lesung in der Stadtbücherei

Sebastian Rose und Sascha Schießl lesen aus ihrem Buch „Abschiebungen in NRW – Ausgrenzung, Entrechtung, Widerstände.“ Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. In ihrem Buch dokumentieren die Autoren die politische Praxis von Abschiebungen in Nordrhein-Westfalen und zeigen die Kämpfe und Widerstände gegen diese auf. Sie bringen Licht in eine oft im Verborgenen bleibende Abschiebepraxis, über die regelmäßig intensiv gestritten wird. Wer wird wie und warum abgeschoben? Bei der Analyse spielen die Perspektive der betroffenen Menschen, der Schutz der Menschenrechte und der Erhalt der Menschlichkeit eine große Rolle. Gewalt, Willkür und Unverhältnismäßigkeiten der staatlichen Stellen werden offen gelegt.

Das Buch zeigt, dass der politisch inszenierte hohe Abschiebedruck und die vielfältigen Gesetzesverschärfungen in der Praxis zu härteren, nicht selten auch rechtswidrigen Abschiebungen führen. Dabei kann, wenn der politische Wille vorhanden ist, jede Abschiebung gestoppt werden. Der oft schmale Grad zwischen Abschiebung und Bleiberecht – heute Abschiebehaft, morgen Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis – zeigt beispielhaft die Willkür der deutschen Abschiebepolitik auf. Insgesamt sind in dem Buch rund 110 Fälle von drohenden, versuchten und vollzogenen Abschiebungen durch etwa 50 der 81 nordrhein-westfälischen kommunalen Ausländerbehörden sowie der fünf teils allein zuständigen, teils unterstützend agierenden Zentralen Ausländerbehörden erfasst und dokumentiert – mal knapp angerissen, mal sehr umfassend nachgezeichnet.
Eine Veranstaltung der GGUA Flüchtlingshilfe e.V.

Donnerstag, 21. November 2024, Stadtbücherei Münster, Zeitungslesesaal,
Alter Steinweg 11
48143 Münster
Der Eintritt ist frei.

Adresse

Hafenstraße 3-5
Münster
48153

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