30/05/2026
Update: ‼️
Verletzte Katze aus Bremelau
Wieder eine Straßenkatze verloren
Leider musste die Streunerin von einer unserer Futterstellen in Bremelau schweren Herzens in der Tierklinik erlöst werden.
Sie hatte einen glatten Oberschenkelbruch. In der Klinik zeigte das Blutbild jedoch zusätzlich eine massive Anämie.
Die Werte waren so schlecht, dass sie nicht einmal narkosefähig gewesen wäre. Der behandelnde Chirurg erklärte, dass selbst eine Operation ihre Überlebenschancen kaum verbessert hätte. Auch die Möglichkeit, dass sie an einer schweren Grunderkrankung wie FIV, FeLV oder einer ähnlichen Erkrankung litt, stand im Raum.
Der Bruch schien zudem bereits älter zu sein, das Gewebe war stark belastet und ihr Allgemeinzustand erschreckend schlecht.
Obwohl sie an eine Futterstelle kam, wo sie jeden Tag Futter bekommen hatte.
Sie war eine der Katzen, welche letztes Jahr zur Kastration gesichert werden konnte, 6 Monate plus.
Und sie hatte schon ein Gesäuge. Was natürlich sehr tragisch war, da wieder eine Katze wo selbst noch ein Kitten war, schon Nachwuchs hatte.
Die anderen Katzen dort sind allesamt sehr dünn und haben sicherlich die gleichen Grunderkrankungen.
Leider ist sie kein Einzelfall, wie schon so viele Jahrzehnte alle Tierschutzvereine berichten, aufklären.
An dieser Futterstelle wurden in den letzten zwei Jahren rund 20 Katzen kastriert. Trotzdem sehen wir immer wieder Tiere, die unter schweren Erkrankungen leiden. FORL und andere Krankheiten sind keine Seltenheit. Viele Straßenkatzen tragen die Folgen von Inzucht, Mangelernährung, unbehandelten Verletzungen und übertragbaren Krankheiten ihr ganzes Leben mit sich.
Wir können füttern, beobachten, einfangen, kastrieren und medizinisch versorgen, soweit es möglich ist. Aber wir sehen auch wie schwer es ist den Tag zu überstehen, wie hart und entbehrungsreich das Leben auf der Straße wirklich ist.
Deshalb ist Kastration so wichtig. Solange es keine flächendeckende Kastrationspflicht gibt und weiterhin unkastrierte Katzen Nachwuchs bekommen, wird das Leid nicht enden. Jede nicht kastrierte Katze bedeutet weitere Tiere, die ein Leben voller Krankheit, Hunger und Schmerz erwarten kann.
Wir trauern um eine Katze, die keine Chance mehr hatte. Und gleichzeitig denken wir an die vielen anderen, die noch draußen kämpfen müssen.
Das Leiden geht weiter und genau deshalb dürfen wir nicht wegsehen.
Die Gemeinden, welche immer noch nicht die Notwendigkeit für eine Kastrationspflicht haben, entsteht das Bild, in der Weggucken und Nicht-wissen-wollen eher die Regel denn die Ausnahme sind.
Falls jemand die Futterstelle mit den vielen Katzen in Bremelau unterstützen möchte, darüber würden wir uns sehr freuen.
Ist ja nicht selbstverständlich, dass es Menschen gibt, die das tagtäglich, zusätzlich zu den eigenen Tieren machen, jahrelang.
Danke an die Familie fürs Helfen und nicht Wegsehen.
Und nicht gleich aufgeben und sagen, die Katze/Kater muss weg.