08/10/2026
Nimmt nächstes Jahr ChatGPT einen Award entgegen? Wie es mit Mensch und Maschine, natürlicher und menschlicher Intelligenz weitergeht, diskutieren jetzt:
Kim Notz (KNSK)
Andreas Penninger (Deutscher Tierschutzbund)
Florian Spengler (NENNA.AI)
Olaf Wolff (CMF & Wertbeitrag)
Moderiert wird das Ganze Sabine Fäth!
Ist KI die Zukunft der Kreativität und der Sieger zukünftiger Awards? Florian Spengler und Olaf Wolff sagten Ja - aber natürlich muss der Kunde da mitmachen und man muss es können. Kim Notz hielt dagegen: “Nur wenn man Mittelmaß will!” Und Andreas Penninger denkt, dass KI und menschlicher Einfluss immer noch zwei Dinge sind, die sich unterschiedlich verbinden können.
Notz glaubt fest daran, dass viele Tätigkeiten an die KI abgegeben werden können - aber beispielsweise die Beratung wird immer bei Menschen liegen. Das eine Tool gibt es dabei nicht, vielmehr macht es die Mischung aus ganz vielen - und man muss die Tools auch richtig und gut behandeln, damit es funktioniert.
Penninger erzählt von einem Fall, bei dem eine NGO für eine Kampagne sehr berührende Fotos eingesetzt hatte, doch dann hatte sich herausgestellt, dass die Bilder KI-erstellt waren. Ein absoluter Vertrauensbruch für Penninger! Trotzdem weiß er, wie wichtig KI bei Themen wie Datenanalyse helfen kann.
Am Anfang war ein Übereifer da, was KI betraf, so Spengler, aber durch stärkere Regulierungen sind Themen wie Datenschutz und schon reine Aufklärung über KI zu drängenden Themen für Kunden geworden. “Der Veränderungsdruck bewegt natürlich auch die Kreativbranche”, erklärte Spengler. “Aber es ist auch eine sehr aufregende Zeit, weil sich die Technologie so schnell verändert.”
Ein “Biosiegel” für rein menschliche Produkte wird das Problem nicht verändern, so Wolff, sondern es geht um das Thema Vertrauen. Und es geht um das Leben selbst: Notz hob hervor, dass Agenturen ja auch immer Menschen beobachtet haben, und gerade aus diesen lebensnahen Ideen gute Kampagnen und Projekte gemacht haben - eben aus Erfahrungen, die die KI nicht haben kann.
“Reverse Mentoring” ist hier oft ein Stichwort, weil jüngere Mitarbeiter:innen oft viel selbstverständlicher an die KI herangehen als ältere. Aber am Ende steht eben doch der Mensch im Mittelpunkt, betonte Wolff, und Menschen dürfen nicht mit reiner Technik gleichgesetzt werden.
Welche menschliche Eigenschaften schützen einen denn davor, von der KI ersetzt zu werden? Sturheit, Neugier, Unberechenheit und sogar Faulheit sind Eigenschaften, die wunderbar menschlich und nie zu ersetzen sind - und die auch bei den besten Content-Marketing-Projekten helfen.