22/04/2026
👉 𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 – 𝟏𝟑 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐇𝐢𝐥𝐟𝐞, 𝐇𝐨𝐟𝐟𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐙𝐮𝐬𝐚𝐦𝐦𝐞𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐟ü𝐫 𝐒𝐲𝐫𝐢𝐞𝐧
Ein Blick zurück auf über 13 Jahre humanitäre Hilfe in Syrien.
Die Barada Syrienhilfe e.V. spiegelt das Mosaik und die Vielfalt Syriens wider – so, wie wir es uns für unser Land erträumen.
🤝 Unsere Mitglieder – syrische Christen, Sunniten, Drusen, Alawiten und Kurden – engagieren sich seit der Gründung 2012 ehrenamtlich und gemeinsam für ein besseres Syrien.
Unser Leitbild „Christen und Muslime – Hand in Hand“ steht für unsere Vision eines Syriens, in dem alle ethnischen und religiösen Gruppen gemeinsam in Frieden, Freiheit und einem Rechtsstaat leben.
Wir haben dort geholfen, wo die Not am größten war – in belagerten Gebieten, in Regionen ohne Zugang zu internationaler Hilfe und in Flüchtlingslagern. Über direkte Cross-Border-Hilfslieferungen konnten wir mehr als 15 Transporte von Deutschland nach Syrien auf den Weg bringen und tausende Lebensmittelpakete verteilen.
Wir halfen in den Vororten von Damaskus, als diese vom Assad-Regime belagert waren, ebenso in Aleppo, als große Teile der Stadt unter Hungerblockaden litten. Ehrenamtliche Helfer und Mitglieder brachten Rettungs- und Krankenwägen von Deutschland bis nach Syrien. In Atmeh, einem der größten Flüchtlingslager, bauten wir eine der ersten Schulen im Lager auf, ebenso wie gemeinsam mit den Grünhelmen eine Schule auf der türkischen Seite der Grenze für geflüchtete syrische Kinder.
Unsere Hilfslieferungen erreichten zahlreiche Regionen Syriens, darunter Idlib, Aleppo, Homs, Hama, Qalamoun, Damaskus, den Süden Syriens sowie Kobane, als dieses von IS-Terroristen belagert und umzingelt war.
Neben über zwei Millionen Euro an Geldspenden sammelten wir unzählige medizinische Geräte, verpackten in vielen ehrenamtlichen Stunden Sachspenden in unserem Logistiklager und kauften Medikamente, um Feldlazarette und Krankenhäuser zu versorgen, die immer wieder gezielt unter Beschuss geraten sind.
Unsere direkte humanitäre Hilfe und unser Einsatz für Versöhnung in einem rechtsstaatlichen Syrien war dem Regime ein Dorn im Auge. Unser Vorsitzender Dr. Marwan Khoury wurde auf Inhaftierungslisten des Assad-Regimes gesetzt, und viele unserer Mitglieder halfen im Verdeckten – aus Sorge um ihre Familien oder aus Angst, nicht mehr in ihr Heimatland reisen zu können.
All dies geschah im Vertrauen auf unsere Vision eines besseren Syriens. Für diesen Traum wollten wir unseren Beitrag leisten.
Für unser Engagement wurden wir 2015 mit dem Marion-Dönhoff-Förderpreis für internationale Verständigung ausgezeichnet 🏆.
Der Sturz des Assad-Regimes war eine Zäsur – verbunden mit der großen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch das erste Jahr danach hat auch gezeigt: Das friedliche Zusammenleben im Vielvölkerstaat Syriens mit seinen vielfältigen Bevölkerungsgruppen ist immer wieder durch schwere Gewaltausbrüche bedroht. Der Weg zu einem Rechtstaat ist kein Automatismus und wird von Extremismus sowie fehlender politischer Inklusion bedroht.
So trauerten wir mit der Zivilbevölkerung und den Familien unserer drusischen Vereinsmitglieder in Sweida, als im letzten Sommer über tausend Zivilisten einem Massaker zum Opfer fielen.
Gerade in diesen Zeiten bleibt unser Ansatz essenziell: weiter Brücken der interreligiösen Verständigung und des Miteinanders zu bauen – getreu dem Motto der syrischen Zivilgesellschaft:
„𝐃𝐚𝐬 𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐕𝐨𝐥𝐤 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐬, 𝐞𝐢𝐧𝐬, 𝐞𝐢𝐧𝐬.“
So organisierten wir im letzten Sommer humanitäre Nothilfe in Sweida mit der Lieferung von 1000 Lebensmittelpaketen, Wasser und mehreren Tonnen Mehl. Wie wir in Binnish seit vielen Jahren ein Kindergartenprojekt aufgebaut haben und unterstützen, haben wir Anfang des Jahres auch in Sweida ein Kindergartenprojekt für syrische Binnenvertriebene gefördert.
Daneben organisierten wir seitdem die Renovierung mehrerer Schulen im Umland von Damaskus sowie medizinische Hilfsprojekte – unter anderem den Kauf von Dialyse- und Beatmungsgeräten sowie ein bis heute laufendes Projekt für kostenfreie Augenoperationen in Aleppo.
🤝Wir – unsere Mitglieder – glauben weiterhin fest an ein Syrien der Vielfalt, ein Syrien, in dem alle Syrerinnen und Syrer unabhängig ihrer Ethnie in einem zivilen Rechtsstaat in Frieden und Freiheit leben können.
Für diese Vision und diesen Traum setzen wir unsere Arbeit weiter fort.