13/11/2024
Mit dieser Broschüre möchten wir Präventionsfachkräfte und Multiplikator:innen wie pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich, in Schulen und Schulsozialarbeit, in der Kinder- und Jugendhilfe, im betrieblichen Gesundheitsmanagement, im Seniorenbereich
einladen, sich mit dem Thema „Achtsamkeit in der Suchtprävention“ zu befassen.
Es liegt in der Natur des Menschen, unangenehme Gefühle zu reduzieren oder zu vermeiden und angenehme herbeizuführen oder zu verlängern. Das Leben ist bestimmt von einem Wechselspiel aus Entspannung, Aktivität, Umgang mit Stress und Spannung, aber auch Belohnung und Lebendigkeit.
Menschen können steuernd und regulierend Einfluss auf das eigene Wohlergehen nehmen.
Wenn prekäre Lebensumstände, Stress und Probleme vorherrschen, scheint Substanzkonsum manchmal ein einfacher Weg zu sein, dem unliebsamen Zustand zu entkommen.
Achtsamkeitspraxis ermöglicht es, Bedürfnisse und Konsummotive wahrzunehmen und Entscheidungen zugunsten anderer Lösungen zu treffen.
Insgesamt kann eine bewusster sinnlich-körperlich-spürender Genuss zu einer Entschleunigung des Alltags beitragen, Konsumgüter mehr wertzuschätzen und mit dem eigenen Körper selbstfürsorglicher und freundlicher umzugehen
(update Fachstelle für Suchtprävention Caritas/Diakonie, Bonn, 2023).
Der Konsum beispielsweise von psychoaktiven Substanzen, Nahrungsmitteln, Süßigkeiten oder Medien birgt neben den subjektiv als angenehm empfundenen Wirkungen gesundheitliche Risiken.
Häufig steckt hinter dem Konsum eine Bewältigungsstrategie, um mit unangenehmen Gefühlen umzugehen: sie zu betäuben oder sie nicht wahrzunehmen durch die Fixierung auf den Substanzkonsum.
In zahlreichen wissenschaftlichen Studien hat sich Achtsamkeitspraxis als wirksames Training der Impulskontrolle und der Emotionsregulationsfähigkeit bewiesen und ist daher hochinteressant für die Suchtprävention.
Die Broschüre gibt es zum Download als PDF oder als Druck bei der
ginko Stiftung für Prävention!
Bestelllink:
https://www.ginko-stiftung.de/material.aspx?ID=269