18/02/2026
Der Vorstoß der Jungen Union bringt endlich Bewegung in eine Debatte. Er benennt offen, was im Kern unseres umlagefinanzierten Rentensystems steht: Die gesetzliche Rente funktioniert nur, weil eine nächste Generation nachwächst. Wer Kinder großzieht, sichert die Zukunft unseres Sozialstaats.
Aus Sicht kinderreicher Familien ist es daher nur folgerichtig, diese Leistung im Beitragssystem sichtbar zu machen. Eltern, insbesondere mit drei und mehr Kindern, investieren über Jahrzehnte erhebliche finanzielle Mittel, Zeit und verzichten auf berufliche Chancen. Gleichzeitig tragen genau ihre Kinder morgen die Rentenbeiträge für uns alle. Diese Realität wird bislang nur unzureichend abgebildet. Die Orientierung an der Kinderzahl ist kein Privileg, sondern Ausdruck von Systemgerechtigkeit. Wenn das Umlageverfahren von der nächsten Generation lebt, darf diese Tatsache auch strukturelle Konsequenzen haben.
Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass diese Diskussion geführt wird. Die Kinder von heute sind die Betragszahler von morgen. Wer Familien stärkt, ist volkswirtschaftlich zukunftsfähiger und stabilisiert langfristig das Rentensystem. Der Vorschlag der Jungen Union bietet unserer Meinung nach die Chance, diesen Zusammenhang ehrlich, konstruktiv und gesellschaftlich verantwortungsvoll neu zu justieren.