VCD Verkehrsclub Deutschland Gruppe Kempen

VCD Verkehrsclub Deutschland Gruppe Kempen Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von VCD Verkehrsclub Deutschland Gruppe Kempen, Gemeinnützige Organisation, DionysiusStr. 5, Mönchengladbach.

06/05/2026

Pressemitteilung zum Eisernen Rhein
Eiserner Rhein Das Comeback der Schiene
Fakten statt Ideologie-Vorwurf: VCD fordert Sachlichkeit bei der Reaktivierung des „Eisernen Rheins“
Mönchengladbach, 06. Mai 2026 – In der Debatte um den „Eisernen Rhein“ setzt der ökologische Verkehrsclub VCD ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle Kritik lokaler Bürgerinitiativen. Der VCD warnt davor, die Reaktivierung der Schienentrasse als „ideologisches Großprojekt“ zu diffamieren. Vielmehr sei das Vorhaben eine Antwort auf den realen Bedarf einer modernen, klimafreundlichen Logistik und ein unverzichtbarer Baustein der europäischen Sicherheitsarchitektur.
Mehr als nur Güterverkehr: Ein Meilenstein für den Personenverkehr
Ein zentraler Aspekt, den der VCD in der Debatte hervorhebt, ist der enorme Mehrwert für die Menschen in der Region durch einen modernen grenzüberschreitenden Personenverkehr:
Direktverbindung Mönchengladbach–Roermond: Die Reaktivierung ermöglicht eine schnelle und attraktive Schienenanbindung zwischen dem Oberzentrum Mönchengladbach und Roermond. Dies stärkt nicht nur den regionalen Tourismus und den Einzelhandel, sondern bietet Pendlern eine echte Alternative zum Auto.
Zusammenwachsen der Euregio: Ein durchgehender Ausbau der Strecke ist die Voraussetzung dafür, dass die Grenzen im Köpfen und im Alltag weiter abgebaut werden. Wer den Anschluss an Roermond infrage stellt, verhindert moderne Mobilität für tausende Bürger.
Ökologischer Vergleich: Schiene schlägt Straße:
Die vom VCD vorgenommene Bewertung widerspricht den ökologischen Bedenken der Initiativen grundlegend. „Wer den Schutz von Naturgebieten wie De Meinweg oder Maas-Schwalm-Nette ernst meint, muss die Verkehrsverlagerung auf die Schiene forcieren“, so der VCD.
Schutz durch Verlagerung: Die größte Gefahr für Mensch und Umwelt geht vom ungebremsten Individual- und Schwerlastverkehr auf der Straße aus. Jeder Zug, ob Personen- oder Güterzug entlastet die Straßen der Region massiv von CO₂, Lärm und Feinstaub.
Da die Trasse bereits existiert, erfolgt kein neuer massiver Eingriff in sensible Ökosysteme, sondern eine Revitalisierung bestehender Infrastruktur unter modernsten Umweltstandards.
Sicherheitspolitische Zeitenwende: Die Rolle der NATO und EU
Angesichts der Bedrohung durch Russland hat das Projekt eine strategische Dimension erreicht. Gespräche zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland unterstreichen: Die Verbindung zwischen dem Hafen Antwerpen-Bruges und dem Ruhrgebiet ist für die militärische Mobilität der NATO und EU von zentraler Bedeutung.
In Zeiten überlasteter Ausweichstrecken ist der Eiserne Rhein unverzichtbar für den Warenfluss nach Ost- und Südeuropa. „Es ist kritisch zu hinterfragen, ob lokale Blockadehaltungen gegen die existenziellen Sicherheitsinteressen der europäischen Gemeinschaft und die Mobilitätswünsche der Bürger aufrechterhalten werden können“, betont ein Sprecher des VCD.
Der VCD fordert die Gemeinde und die Initiativen auf, konstruktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Ziel muss es sein, durch optimalen Lärmschutz und attraktive Haltepunkte für den regionalen Personenverkehr das Beste für die Anwohner herauszuholen.
Der VCD begrüßt den Plan der Bürgerinitiative, den Dialog fortzusetzen. „Wir brauchen Transparenz statt Mythenbildung. Der VCD steht bereit, diesen Dialog mit Fakten zu bereichern und gemeinsam die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.“

06/05/2026

Pressemitteilung zum Schluff
Ende einer Ära, Chance für die Zukunft: Die Schlufftrasse muss als Lebensader erhalten bleiben ! Pressemitteilung des VCD zur Letzte Fahrt des Historischen Dampfzugs
Mönchengladbach , 05.05.2026 Die Nachricht, dass der Historische Dampfzug in diesem Jahr zum letzten Mal verkehren wird, hat viele Eisenbahn- und Schlufffreunde tief getroffen. Über Jahre hinweg war der Dampfzug nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein emotionaler Ankerpunkt für zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Niederrhein.

Die Situation erinnert an das Schicksal der legendären Ju52, die viele Jahre von Mönchengladbach aus Rundflüge über die Region angeboten hat und aus Sicherheits- sowie Kostengründen ihren Betrieb einstellen musste. Mit dem Ende des Dampfzugs droht nun ein weiteres Stück lebendige Technikgeschichte verloren zu gehen.

Umso wichtiger ist es, Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Es bleibt zu hoffen, dass der „Schluff“ auch weiterhin wenn auch ohne Dampflok betrieben werden kann. Der Einsatz alternativer historischer Fahrzeuge aus umliegenden Eisenbahnvereinen könnte dazu beitragen, die Strecke weiterhin als touristische Attraktion zu erhalten und die regionale Identität zu stärken.

Darüber hinaus sollte der Fokus verstärkt auf den Erhalt und die sinnvolle Nutzung der bestehenden Schieneninfrastruktur gelegt werden. Gerade im Güterverkehr bietet die Bahn erhebliche Potenziale für eine nachhaltige und umweltfreundliche Logistik.

Bereits heute wird die Strecke in St. Tönis regelmäßig von einem Autologistik-Unternehmen genutzt. Auch in der Vergangenheit wurden Industrieunternehmen wie die Gießerei Siempelkamp in Inrath erfolgreich per Bahn beliefert.

Weitere Möglichkeiten liegen auf der Hand: Unternehmen wie Schmolz & Bickenbach oder EHL am Hülser Berg könnten durch entsprechende Gleisanschlüsse in den Schienengüterverkehr integriert werden. Dies würde nicht nur den Straßenverkehr entlasten, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Kritisch zu betrachten ist jedoch, dass bei der Entwicklung neuer Gewerbegebiete etwa in Hüls die bestehende Bahntrasse nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Hier zeigt sich, dass nachhaltige Mobilitätskonzepte in der Vergangenheit nicht immer die notwendige Priorität erhalten haben.

Gleichzeitig lohnt sich ein Blick in die Zukunft: Bereits in früheren Jahren gab es Überlegungen, die Bahntrasse zwischen Hüls und Krefeld Hauptbahnhof zusätzlich für den Personenverkehr zu nutzen. Ergänzend zur bestehenden Straßenbahn. Eine solche Reaktivierung könnte neue Impulse für die Region setzen und dazu beitragen, die Strecke langfristig zu sichern.

Die letzte Fahrt des Historischen Dampfzugs sollte daher nicht nur Anlass zur Wehmut sein, sondern auch als Weckruf verstanden werden: für den Erhalt historischer Technik, für eine stärkere Nutzung der Schiene und für eine nachhaltige Verkehrspolitik am Niederrhein.

06/05/2026

Feiert am 30. Mai 2026 von 12-20 Uhr mit uns und Eine Erde e.V. den Tag des guten Lebens!

Ein Wahrzeichen verschwindet...
05/05/2026

Ein Wahrzeichen verschwindet...

03/04/2026

Hohe Benzinpreise erfordern konsequente Verkehrswende statt Symbolpolitik

Angesichts weiterhin hoher Kraftstoffpreise fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine konsequente und nachhaltige Neuausrichtung der Verkehrspolitik. Die aktuelle Diskussion greift aus Sicht des VCD zu kurz und konzentriert sich zu häufig auf Einzelmaßnahmen wie Tempolimits, ohne die strukturellen Probleme ausreichend zu adressieren.

„Es ist nicht zielführend, ausschließlich mit dem Finger auf andere zu zeigen. Vielmehr braucht es jetzt gemeinsames Handeln auf allen Ebenen“, so Klaus Hegmanns vom VCD Kreisverband Mönchengladbach - Viersen . Neben politischen Rahmenbedingungen sieht der Verband auch Potenzial in mehr Eigeninitiative, etwa durch die stärkere Nutzung und Förderung von Fahrgemeinschaften.

Zugleich weist der VCD darauf hin, dass seit Jahren bestehende Forderungen nach einem besseren öffentlichen Personennah- und Schienenverkehr (ÖPNV und SPNV) weiterhin nicht ausreichend umgesetzt werden. Insbesondere viele Gewerbegebiete und Einkaufszentren sind nach wie vor schlecht oder gar nicht an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Kritisch bewertet der VCD auch die anhaltende Fokussierung auf den Ausbau von Parkflächen als vermeintliches Mittel zur Stärkung der Kaufkraft. „Die Annahme, dass mehr Parkplätze automatisch mehr Kunden bringen, ist überholt und wird den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht“, heißt es weiter.

Die dauerhaft hohen Spritpreise machen deutlich, dass kurzfristige und rein kosmetische Maßnahmen nicht ausreichen. Stattdessen sei jetzt eine entschlossene Verkehrswende erforderlich, die sowohl den Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote als auch eine bessere Vernetzung verschiedener Verkehrsträger umfasst.

Die Erfahrungen aus der Pandemie hätten gezeigt, dass tiefgreifende Veränderungen in kurzer Zeit möglich sind, wenn der politische Wille vorhanden ist. Der VCD fordert daher, diese Dynamik zu nutzen, um die Mobilität zukunftsfähig zu gestalten.

Fazit: Statt weiterer Verzögerungen braucht es jetzt klare Entscheidungen und konsequentes Handeln für eine sozial gerechte und klimafreundliche Verkehrspolitik.

Klaus Hegmanns
stv Vorsitzender Kreisverband Mönchengladbach - Viersen

Aktuell ist es recht Bunt auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Kleve. Noch bis Ende Mai wird die V218 zusätzlich ihre...
03/04/2026

Aktuell ist es recht Bunt auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Kleve. Noch bis Ende Mai wird die V218 zusätzlich ihren Dienst auf der RE10 machen, welche aktuell viele Trainspotter an dien Niederrhein lockt.

Aktuell geht es recht bunt zu auf dem Niersexpress. Eisenbahnfreunde schlägt das Herz höher und die genervten Pendler si...
20/03/2026

Aktuell geht es recht bunt zu auf dem Niersexpress. Eisenbahnfreunde schlägt das Herz höher und die genervten Pendler sind froh, dass wieder mehr Züge fahren.

11/03/2026

PRESSEMITTEILUNG
RE 10: Erfolgreicher Betriebsstart mit Unterstützung der Lok-Partner Betriebsgesellschaft – Kritik an Berichterstattung über „Museumszüge“ völlig unbegründet
Kempen, den 11.03.2026 – Zum Wochenstart konnte auf der Linie RE 10 (Niers-Express) eine spürbare Verbesserung des Angebots erzielt werden. Durch die gezielte Unterstützung der Lok-Partner Betriebsgesellschaft wurde die Flotte verstärkt, um den Fahrgästen am Niederrhein mehr Stabilität und Kapazität zu bieten.
Schnelle Reaktion bei technischer Störung
Trotz des positiven Starts kam es zu einem punktuellen Fahrzeugausfall, der in der regionalen Presse sowie in den sozialen Netzwerken für überproportionale Kritik sorgte. Das betroffene Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) stellt klar: Die Störung wurde durch die Techniker vor Ort binnen kürzester Zeit behoben. Da ein spezifisches Ersatzteil nicht unmittelbar verfügbar war, handelte die Rhein-Ruhr-Bahn vorbildlich und setzte kurzfristig einen Ersatzpark aus Düsseldorf ein, um die Auswirkungen für die Pendler so gering wie möglich zu halten.
Qualität statt „Museumsbahn“: Ein Plädoyer für bewährte Technik
Mit Befremden reagiert der VCD auf die mediale Darstellung der eingesetzten Züge als „Museumszüge“ oder „Oldtimer“. Diese Bezeichnungen entbehren jeder fachlichen Grundlage.
• Zuverlässigkeit: Die eingesetzten Lokomotiven der Baureihe 218 verrichten seit Jahrzehnten deutschlandweit – etwa im hochwertigen Intercity-Verkehr im Allgäu – absolut zuverlässig ihren Dienst.
• Komfort: Der eingesetzte Wagenpark der Bauart Bn/An (bekannt als modernisierte „Silberlinge“) bietet einen Komfortstandard, den moderne Triebzüge oft vermissen lassen. Echte Federkernsitze und großzügige Gepäckablagen bieten eine Aufenthaltsqualität, die am Niederrhein seit 20 Jahren Seltenheitswert hat.
Dank an das Personal
Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rhein-Ruhr-Bahn sowie der Lok-Partner Betriebsgesellschaft. Ihr unermüdlicher Einsatz hinter den Kulissen sorgt dafür, dass der Betrieb trotz der allgemeinen Herausforderungen im Schienenpersonennahverkehr und der Störungsanfälligkeit moderner Triebzug-Flotten stabilisiert wird.
„Es ist bedauerlich, dass eine sachliche Berichterstattung über operative Verbesserungen oft einem populistischen ‚Bahnbashing‘ weicht“, so der VCD . „Wir fokussieren uns weiterhin auf Lösungen, statt Haare in der Suppe zu suchen.“
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Über die Kooperation
Die Zusammenarbeit zwischen der Rhein-Ruhr-Bahn und der Lok-Partner Betriebsgesellschaft ist eine gezielte Maßnahme, um Kapazitätsengpässe auf der stark frequentierten RE 10 abzufedern und den Fahrgästen eine verlässliche Alternative zu bieten.

12/11/2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

die unhaltbaren Zustände beim RE10 „Niers Express“ in Bezug auf Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit stehen seit Jahren in der Kritik der betroffenen Fahrgäste, der Politik (insbesondere im Kreis Kleve), der Presse sowie der einschlägigen Interessenverbände wie ProBahn und Verkehrsclub Deutschland (VCD).
Allerdings hat das Wechselspiel aus Kritik, versuchten Abhilfemaßnahmen und Beschwichtigungen bisher nicht zu einer Verbesserung der Situation geführt, im Gegenteil: Die Zuverlässigkeit des RE10 erscheint aktuell so schlecht wie nie.
Der VCD Kreisverband Heinsberg - Mönchengladbach – Viersen hat die aus seiner Sicht wesentlichen Verspätungsursachen beim RE10 ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammengestellt und wendet sich an die verantwortlichen Unternehmen und Institutionen mit der Bitte zu den in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Punkten Stellung zu beziehen, künftige Maßnahmen transparent zu beschreiben und dadurch auch verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

1. Infrastruktur – Bestand
Die vom RE10 befahrenen Strecken weisen eine hohe bis sehr hohe Auslastung auf und enthalten dabei eine große Zahl an „Zwangspunkten“ (z.B. eingleisige Abschnitte oder niveaugleiche Kreuzung anderer, stark ausgelasteter Streckengleise), an denen sich die Verspätungen einzelner Züge übermäßig auf andere Züge auswirken können:

In den vergangenen Jahren wurden Maßnahmen zur Kapazitätsverbesserung der Infrastruktur durchgeführt: Es wurden die Begegnungsabschnitte auf dem eingleisigen Streckenteil Geldern – Kleve verlängert und zahlreiche Blocksignale neu (oder wieder) eingebaut und damit die Durchlässigkeit der freien Streckenabschnitte erhöht. Gleichwohl bleibt die Strecke hoch ausgelastet und verspätungsanfällig.

Der VCD fragt daher:
Sind weitere Maßnahmen baulicher oder betrieblicher Art geplant, um die vorgenannten Zwangspunkte zu entschärfen?

2. Infrastruktur – Zustand
Die Mängel der 2021/2022 durchgeführten Sanierung der Strecke Krefeld – Geldern – Kleve (u.a. unzureichende Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes vor Beginn der Maßnahmen und unzureichende Prüfung der Funktionsfähigkeit der Anlage vor Wiederaufnahme des Fahrgastbetriebs) müssen an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden;
Was gegenwärtig überrascht ist die nach wie vor hohe Störanfälligkeit der Leit- und Sicherungstechnik auf der relativ frisch sanierten Strecke, darunter insbesondere
Stellwerksstörungen, Weichenstörungen,Bahnübergangsstörungen und
Ausfall des Zugfunks.
Es ist anzunehmen, dass ausreichende statistische Daten zur Zuverlässigkeit der verbauten Komponenten vorliegen.

Der VCD fordert daher:
Information der Öffentlichkeit über die Zuverlässigkeits-Kennzahlen der aktuell verbauten Technik im Vergleich zur vorherigen Technik, Darstellung von Störungsursachen, ggf. notwendiger Schlussfolgerungen und Maßnahmen.

3. Fahrzeuge – Eignung und Zustand
Die gegenwärtig auf der Linie RE10 eingesetzten Fahrzeug vom Typ Alstom Coradia LINT 41 gehen auf eine Entwicklung zurück, die Mitte der 1990er Jahre gestartet worden war, um den Verkehr auf schwach nachgefragten und daher stark defizitären Nebenstrecken wirtschaftlicher zu gestalten, weil auch für solche Strecken nach der Bahnreform plötzlich eine Zukunftschance gesehen wurde.

D.h. diese Fahrzeuge waren nicht für den schweren Vorortverkehr auf einer stark nachgefragten Hauptstrecke konzipiert, und sie sind vermutlich auch nicht für die hohen Laufleistungen ausgelegt, die auf der weitgehend eben und schnurgerade trassierten linksniederrheinischen Strecke gefahren werden.

Daher ist es eigentlich kaum verwunderlich, dass die Fahrzeuge nach gerade einmal 16 Jahren Betrieb einen komplett verschlissenen Eindruck machen und entsprechend störanfällig sind. Eine Zugleistung ohne Tür- und Toilettenstörung ist eher die Ausnahme als die Regel, und das gilt auch für Fahrzeuge, die erst vor wenigen Wochen aus der Hauptuntersuchung gekommen sind. Andere Störungen, die die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge betreffen, bekommt der Fahrgast in Form von Zugausfällen zu spüren.

Dass ein solcher Flottenzustand den Fahrzeugbetreiber vor enorme Herausforderungen stellt, ist nicht überraschend. Ärgerlich war und ist in diesem Zusammenhang allerdings die Kommunikation des seit Jahresbeginn in wechselnder Intensität vorhandenen Fahrzeugmangels und der damit verbundenen Zugausfälle.

Zu Beginn dieses Jahres wurde die Ausdünnung der Fahrpläne auf einen Stundentakt zunächst immer nur tageweise verlängert. Am Ende dauerte es Monate, bis der vorgesehene Fahrplan wieder annähernd gefahren werden konnte (und das auch nur mit verkürzten Zügen und unter anhaltendem Verzicht auf die Verstärkerzüge im Berufsverkehr). Auch jetzt fallen Züge wegen Fahrzeugmangels immer wieder sehr kurzfristig aus.

Bis zum Ersatz der vorhandenen Fahrzeuge dauert es nach heutigem Stand noch mindestens 3 Jahre – so lange muss die Flotte also noch durchhalten. Der VCD fordert daher:
Die Instandhaltungsplanung muss unter Hinzuziehung externer Fachleute überprüft werden mit dem Ziel, eine größere Stabilität in der Fahrzeugverfügbarkeit zu erreichen. Maßnahmen sind transparent darzustellen.

Die Beschaffung von Gebrauchtfahrzeugen zur Aufstockung der Fahrzeugflotte muss erneut geprüft werden. Der Öffentlichkeit gegenüber ist darzustellen, welche Angebote mit welchem Ergebnis geprüft wurden.

4. Stellwerke – Verantwortungsbereiche der Fahrdienstleiter
Als regelmäßiger Fahrgast erlebt man mitunter betriebliche Situationen, die schwer nachvollziehbar erscheinen (insbesondere an größeren Knotenpunkten wie Krefeld Hbf):
Ein Zug bekommt keine Ausfahrt, obwohl seit über 10 Minuten kein anderer Zug in die gleiche Richtung ausgefahren ist, der nächste Streckenabschnitt also schon lange geräumt sein müsste.
In einer Konfliktsituation wie in Abschnitt 1 geschildert enthält ein später eintreffender Zug Vorrang vor einem bereits seit vielen Minuten am Einfahrsignal wartenden Zug.
Natürlich kann es Gründe für eine Situation geben, die dem Fahrgast verborgen bleiben. In vielen Fällen drängt sich aber der Eindruck auf, dass infolge der Zentralisierung der Stellwerke und der damit verbundenen Vergrößerung der Stellbereiche die Fahrdienstleiter so viele Zugbewegungen gleichzeitig zu überwachen und zu steuern haben, dass ein Zug eben schon mal ein paar Minuten warten muss, bis der Fahrdienstleiter Zeit hat, sich angemessen um ihn zu kümmern, bzw. dass bei Konfliktsituationen in der Kürze der Zeit nicht immer die für den Gesamtablauf günstigste Lösung gefunden wird.

Der VCD fragt daher:
Wie groß ist der Bereich, den ein einzelner Fahrdienstleiter im Stellwerk Krefeld Hbf zu steuern hat?
Stellt die Software den Fahrdienstleitern Hilfen zur Verfügung, um bei Trassenkonflikten die für den Gesamtablauf günstigste Entscheidung zu treffen?

5. Personalmangel
Der aktuell verbreitete Personalmangel verschärft bekanntermaßen die Probleme beim Zugbetrieb, in der Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastruktur und in den Stellwerken. Es wird davon ausgegangen, dass alle beteiligten Unternehmen intensiv bemüht sind, ihr Personal so aufzustocken, dass Leistungen zuverlässig erbracht werden können.

Der VCD fragt daher:
Welche Maßnahmen wurden jeweils ergriffen, und mit welchem Erfolg? Wie sehen die mittelfristigen Prognosen der beteiligten Unternehmen zur Personalausstattung aus?

Zusammenfassung
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Heinsberg - Mönchengladbach – Viersen, hält es für unerlässlich, dass unternehmensübergreifend alle Verspätungsursachen systematisch analysiert und Verbesserungsmaßnahmen definiert werden, um endlich auf dieser in der Region so wichtigen Verkehrsachse eine einigermaßen zufriedenstellende Betriebsqualität zu erreichen.

VCD Kreisverband Mg- Viersen
Michael Seibert, Martin Asbeck, Klaus Hegmanns

27/10/2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei eine Pressemitteilung des VCD Kreisverband zur aktuellen Lage des RE10 ( Niersexpress )

Es vergeht kein Tag in der Woche, an dem nicht mindestens eine Störung den Bahnbetrieb behindert oder ihn komplett zum Stillstand treibt. Defekte Stellwerke, defekte Signale, ausgefallene Fahrzeuge, akut fehlendes Personal – all das wird routinemäßig in der Fahrplanauskunft und Pressemitteilungen mitgeteilt.

Mal gibt es Schienenersatzverkehr, mal stehen die Fahrgäste einfach ohne Info am Bahnsteig.

Was VRR, DB und Rhein-Ruhr-Bahn den zahlenden Fahrgästen und Berufspendlern tagtäglich präsentieren, sprengt jede Zumutung und ist eine Beleidigung für alle, die auf pünktliche, zuverlässige Bahndienste angewiesen sind.

Politik und Verantwortliche schauen tatenlos zu und versuchen, sich mit dem lapidaren Hinweis aus der Verantwortung zu ziehen, man habe doch engen Kontakt zu allen Beteiligten. Das ist kein Erklärungsversuch mehr – das ist Stillstand aus schierer Bequemlichkeit.

Ja, gute Worte machen noch lange keinen guten Nahverkehr. Die längst abgebrühten Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer fordern klare, umsetzbare Lösungen – keine Ausreden, keine Wohlkühl-Phrasen. Petitionen oder Bürgerinitiativen im Kreis Kleve, die unverzügliche Verbesserungen verlangen, bleiben ohne Antwort und Wirkung, weil die Verantwortlichen lieber die Türen der Diskussion schließen als belastbare Schritte zu gehen.

Der VCD-Kreisverband und die Aktivistinnen und Aktivisten vor Ort haben wiederholt versucht, VRR, Politik und Bahn zu einer stabilen Fahrplanung zu bewegen – vergeblich. Es bleibt der bittere Beigeschmack: Eine Verkehrswende am Niederrhein wird nicht einmal ansatzweise umgesetzt.

Selbst der NRW-Verkehrsminister signalisiert kein echtes Interesse an einem verlässlichen Nahverkehr hier am Niederrhein.

Forderungen an die Adressaten:
VRR, DB und Rhein-Ruhr-Bahn: Präsentation einer konkreten, realistischen Stufenplanung für pünktliche, zuverlässige Verkehre des Re10 mit klaren Meilensteinen, Zeitplänen und Verantwortlichkeiten.

Politik und Verkehrsministerium NRW: Unverzügliche Einsetzung eines Beirats aus Fahrgästen, Gewerkschaften und Verbänden, klare Zielwerte (Pünktlichkeit, Störfall-Vorhersage, Personalaufstockung) und verbindliche Sanktionen bei Nichterfüllung.
Sofortmaßnahmen: Verstärkung des Personalbestands, Sicherstellung funktionsfähiger Stellwerke und Signale, transparentes Live-Information-Management mit realistischen Ersatzkonzepten.
Wir erwarten konkrete, messbare Schritte und eine zeitnahe Umsetzung – keine Lippenbekenntnisse. Der Niederrhein verdient einen zuverlässigeren Nahverkehr. Jetzt handeln, nicht weiter wegducken.
Der Vorstand : Martin Asbeck , Klaus Hegmanns

Adresse

DionysiusStr. 5
Mönchengladbach
41238

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