Rettet die Naturvölker e.V.

Rettet die Naturvölker e.V. Die Menschenrechtsorganisation Rettet die Naturvölker e.V. unterstützt Indigene Völker bei ihrerm Kampf um Landrechte. Ohne Land kein Leben

Manche indigene Völker leben seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur, ohne ihre Umwelt zu zerstören. Wir sehen uns als Fürsprecher und Sprachrohr jener Indigenen Völker, die das Recht nach eigenen Traditionen für sich beanspruchen. Das heißt, dass diese Völker selbst über ihre Zukunft entscheiden (Free, Prior and Informed Consent) und wir diese Entscheidung respektieren und unterstützen. Dies

er Ansatz der freien Selbstbestimmung entspricht ebenso den Forderungen der Vereinten Nationen. Wir werden in dieser Hinsicht also erst dann aktiv, wenn sich jene Völker mit der Bitte um Beistand an uns wenden und wir damit autorisiert sind. Das impliziert auch, dass wir uns gegen jede Form von Außen aufgesetzter und typisch westlich geprägter Entwicklungsideologie wenden.

18/05/2026

Eine Gruppe Ayoreos ist auf dem Weg in den Wald.

15/05/2026

Die Ursprünge der Negrito-Populationen: Die Inseln Südostasiens und Neuguinea waren besondere Orte, da sich bei den heute dort lebenden Menschen mehr Urmenschen-DNA im Genom findet als anderswo auf der Erde (REICH at al. 2011). Hierzu gehören auch die Denisova-Gene, welche auch bei “Negriten“ auf den Philippinen gefunden wurden. Im Fazit der Erkenntnisse der Wissenschaft stammen diese Negrito-Völker von australoid-melaniden Siedlern Austronesiens ab oder bilden eine frühe Abspaltung von den ersten Afrikanern, die aus Afrika kommend schließlich als erste Menschen Indien und die Andamanen besiedelten, sowie sich nach Südostasien und Ozeanien ausbreiteten. Forschungen belegen, dass die Negritos, die zu den wenigen noch existierende Altvölker unserer Erde gehören, bereits seit über 27.000 Jahren in der philippinischen Inselwelt ihre Heimat hatten. Mit dem Eindringen protomalaiischer Völker vom asiatischen Festland vor 2.500 Jahren begannen die ersten Störungen im Leben der friedlichen Urbevölkerung. Weitere Einwanderungswellen erreichten in den folgenden Jahrhunderten die Philippinen.

13/05/2026

RdN arbeitet seit Vereinsgründung mit den Hadzabe zusammen, den letzten Buschmännern Tansanias (sowie Ostafrikas). 1991 – 2001 holte RdN – damals noch FdN – als `Wilddiebe` gefolterte Stammesjäger der Hadzabe, die auf ihrem traditionellen Land gejagd hatten, aus Gefängnissen und stand dem Wildbeutervolk gegen Zwangszivilisierung und Seßhaftmachung bei (u. a. FdN-Kampagne mit GfbV e.V.: 2001). 1997 gelang es erstmals, dass ein Vertreter der Hadzabe in Genf bei der UN für Indigenenfragen die traditionelle Existenz seines Volkes gegen Ansiedlung, Landraub und Missionierung verteidigte. 2007 startete FdN eine erneute Kampagne für die Hadzabe gegen den drohenden Verlust eines großen Teils ihres Stammeslandes durch ein ausländisches Safari Unternehmen. Die Kampagne hatte im November 2007 zum Erfolg geführt. 2008/9 unterstützen wir die Hadzabe mit Schulgeld, weil deren Kinder in die Schulen nach Mangola und Longido müssen.

08/05/2026

Rettet die Naturvölker e.V. kooperiert seit 2014 mit verschiedenen Ethnien der Orang Asli. Wir finanzieren die Erstellung von Grundbesitzkarten aufgrund von Besiedlungsnachweisen. Laut dem Aboriginal Peoples Act von 1954 haben die Menschen einen Anspruch auf ihr Land, wenn sie beweisen können, dass sie dort schon mindestens 150 Jahre leben. Dieser Beweis wir durch die von uns finanzierten Karten erbracht. Und ohne Land kein Leben, keine Kultur. Die Erstellung einer Karte kann bis zu 1.000 EUR kosten, da so viele Bewohner der Dörfer wie möglich beteiligt sein sollen. Je nach Größe des zu vermessenden Landes kann es sehr lange dauern, bis Besiedlungsnachweise gefunden worden sind und die Daten aufgenommen wurden. Durch das Begehen des angestammten Siedlungslandes findet eine Re-identifizierung der Menschen mit ihrem Land und ihrer Kultur statt.

06/05/2026

Die Sagopalme zählt im Tiefland West Papuas zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Indigenen, deren stärkehaltiges Mehl entweder gebacken oder gekocht werden kann.

04/05/2026

„Wir sind die Bewahrer der Natur.“ Naturverbunden - umweltorientiert - spirituell: Die Botschaft eines Guarani Häuptlings an die Welt.
Häuptling Tupa weiß, wovon er spricht. Die Abholzung der Wälder und Vergiftung der Lebensräume haben viele viele Ureinwohner Brasiliens aus ihren Domizilen vertrieben und gezwungen, ein Leben in der Zivilisation zu führen. Zu diesem Zweck hat die in der Nähe von Rio de Janeiro lebende Gemeinschaft eine Schule errichtet, in der über 100 Kindern unter anderem Fremdsprachen wie Englisch beigebracht werden. Gemeinsam mit dem Südamerika Beauftragten der UNESCO Projektschule Gillenfeld habe ich die Guarani zu Weihnachten 2025 besucht.
Die Guarani sehen sich als Bewahrer der Natur. „Verdrängt man uns“, so Häuptling Tupa, „verdrängt man die Natur. Verdrängt man die Natur, stirbt der Planet.“
Allen Widrigkeiten zum Trotz pflegt diese Gemeinschaft weiterhin ihre Kultur und ihre Spiritualität. Das „Land ohne Böses“ sei nicht nur eine Vision ihrer Ältesten, sondern der Versuch einer gelebten Realität: „Ein Ort ohne Streit und ohne Ärger“, so Tupa, „ein Ort, an dem sich jeder um den anderen kümmert, unabhängig davon, ob man alt oder jung ist, ein Ort, an dem man in Verbindung mit dem Wasser, mit dem Wald und mit allem lebt, was einen umgibt.“
Trotz ihres hohen ethischen und spirituellen Anspruchs waren die Guarani immer wieder Anfeindungen ausgesetzt - ihre Versklavung und Vertreibung im Jahr 1750 wurde eindrucksvoll im Kinofilm „The Mision“ dargestellt.

01/05/2026

Ein Landkaufprojekt von Rettet die Naturvölker e.V. für die Agta-Negritos auf den Philippinen.

29/04/2026

Vertriebene Negritos vom Volk der Agta konnten wir 2001 in Dipuntian auf der Casiguran Halbinsel(Luzon) eine neue Heimat, auf von FdN gekauftem Land (10 ha), geben. RdN trägt weiterhin die Grundstückssteuern. In dem Ort wurde von uns 2002 auch eine Stammesschule errichtet.

27/04/2026

Rettet die Naturvölker e.V. prangert seit vielen Jahren an: Naturschutz führt zu Vertreibungen Indigener Völker. Bereits im Jahr 2010 haben wir eine Doku darüber produziert: „Conservation Refugees - Expelled from Paradise“. Link zur Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=1JIIVqS-_Ys
Synopsis: It is no secret that millions of native people around the world have been forced off their homelands to make way for oil, mines, timber, and agriculture. But few people realize that the same thing has happened for a cause which is considered by many as much nobler: land and wildlife conservation. Indigenous peoples evicted from their ancestral homelands, for conservation initiatives, have never been counted; they are not even officially recognised as refugees. The number of people displaced from their traditional homelands is estimated to be close to 20 million. These expelled native peoples have been living sustainable for generations on what can only be reasonably regarded as their ancestral land.
Jetzt hat auch die Deutsche-Welle einen Beitrag über die Vertreibung Indigener Völker für Naturschutz mit dem Titel „Green Colonialism“ veröffentlicht:https://www.youtube.com/watch?v=QQRDMiltDIk

26/04/2026

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Reiterweg 10
Ludwigslust
19288

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