Clowns ohne Grenzen e.V.

Peru - Blog 15: Und mitten in dieser Realität verwandelt sich heute der Raum.  Heute besuchen wir den **Kindergarten Est...
31/08/2026

Peru - Blog 15: Und mitten in dieser Realität verwandelt sich heute der Raum. Heute besuchen wir den **Kindergarten Estrellita de Jesús im Sektor 11 von Belén**, den Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen.

Gilda empfängt uns sehr herzlich und freut sich besonders über unseren Besuch. Sie erzählt uns, dass nur wenige kulturelle Projekte und Organisationen ihren Weg bis hierher finden.

89 Kinder sind im Kindergarten angemeldet, heute sind 41 da. Gilda erklärt uns, dass dies eine der Herausforderungen ist, mit denen sie täglich konfrontiert sind. Viele Eltern arbeiten lange, vor allem auf dem Markt, und nicht immer gibt es jemanden, der die Kinder in den
Kindergarten bringen oder sich um sie kümmern kann.

Obwohl es sich um einen staatlichen Kindergarten handelt, sind die Bedingungen schwierig:
Es gibt kein Trinkwasser und auch in den Toiletten kein Wasser. Viele Materialien
organisieren die Pädagoginnen selbst, sammeln dafür Geld oder verwandeln gebrauchte Dinge in Materialien für ihre pädagogische Arbeit.

Ihre Aufgabe geht weit über das Unterrichten hinaus. Sie begleiten Kinder und Familien, die mit körperlicher und verbaler Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und problematischem
Substanzkonsum konfrontiert sind. Mit wenigen Ressourcen und viel Engagement
versuchen sie zu unterstützen, wo sie können.

Und mitten in dieser Realität verwandelt sich heute der Raum.
**Der Himmel füllt sich mit Farben und hinter einem roten Vorhang beginnt unser Theater.**

Wir spielen unsere Clown-Version vom *Regenbogenfisch*: die Geschichte eines Fisches, der entdeckt, was es bedeutet, seine glitzernden Schuppen mit anderen zu teilen. Doch bevor wir den Kindern die Botschaft erklären können, erzählen sie sie uns. Sie wissen genau, worum es geht: **teilen, einander helfen und füreinander da sein.**
Wir kommen mit einer Geschichte, die diesen Wert vermitteln möchte, und entdecken, dass die Kinder ihn längst kennen.
Vielleicht ist genau das eine der besonderen Seiten des Clownspiels: […] 👉 Fortsetzung unten 👇in den Kommentaren.

Peru - Blog 14: Ein ganz besonderer Zirkus in BelénAn diesem Tag kam der Zirkus nach Belén.Ein etwas anderer Zirkus. Ein...
30/08/2026

Peru - Blog 14: Ein ganz besonderer Zirkus in Belén
An diesem Tag kam der Zirkus nach Belén.
Ein etwas anderer Zirkus. Einer ohne Käfige, ohne echte Tiere – und doch voller exotischer
Wesen.
Da war ein Tiger, der eigentlich wild und gefährlich sein sollte, aber lieber mitten in der
Manege einschlief. Ein Elefant, der mit seinem Rüssel plötzlich die Kinder nass spritzte. Und
ein Zirkusdirektor, der verzweifelt versuchte, in diesem wunderbaren Chaos den Überblick
zu behalten.
Doch auch ihm gelang das nicht besonders lange.
Zwischen Zauberei, kleinen Katastrophen und jeder Menge Unsinn verlor er nicht nur die
Kontrolle über seinen Zirkus – plötzlich ließ er sogar Kinder verschwinden.
Die Manege wurde immer mehr zu einem gemeinsamen Spiel. Die Kinder waren längst nicht
mehr nur Zuschauer:innen. Sie wurden selbst Teil dieses verrückten Zirkus, sprangen wie
unser Tiger durch die Reifen, begegneten unseren seltsamen Tieren und ließen sich auf die
kleine Welt ein, die für einen Moment mitten in Belén entstanden war.
Am Ende kamen alle zusammen. Tiere, Clowns und Kinder sangen, sprangen und bewegten
sich gemeinsam zu einem Lied über Tiere.
Vielleicht braucht ein Zirkus gar nicht so viel.
Ein paar Reifen. Ein bisschen Wasser. Einen müden Tiger. Einen frechen Elefanten. Einen
Zirkusdirektor, der langsam den Verstand verliert.
Und vor allem viele Kinder, die bereit sind, sich auf das Spiel einzulassen.
Für eine Weile wurde aus unserem kleinen Zirkus in Belén eine große gemeinsame Manege
– laut, chaotisch, lebendig und voller Lachen.

Peru - Blog 13: Die Clownsreise geht weiter!Heute führt uns die Clownsreise ins Krankenhaus. Das „Hospital regional de L...
28/08/2026

Peru - Blog 13:
Die Clownsreise geht weiter!
Heute führt uns die Clownsreise ins Krankenhaus. Das „Hospital regional de Loretto“ ist das Krankenhaus für die Bevölkerung um und in Iquitos, die keine Krankenversicherung über die Arbeit haben oder sich nicht privat versichern können. Das Gute ist, alle haben Zugang zur
medizinischen Versorgung. Die andere Seite ist, dass dem öffentlichen Krankenhaus nur wenige Ressourcen zur Verfügung stehen, sowohl an Ausstattung wie auch an Personal.

Gunter aus Iquitos, der uns im Krankenhaus begleitet, erzählt uns, dass der Lohn der Ärzte und Krankenschwestern je nach Lebenssituation oft nicht für die alltäglichen Ausgaben reicht und sie mehrere Arbeitsstellen bedienen.

Viele der Patienten kommen aus weit entfernten Dörfern des Amazonasgebiets, „de la selva“, da es dort keine Möglichkeit für medizinische Versorgung wie z.B. OPs gibt.

Wir gehen von Zimmer zu Zimmer, zuerst auf die Station für Kinder, dann für die
Erwachsenen. Clowns sind bekannt, doch zunächst wird ihnen noch etwas schüchtern
begegnet. Im spielerischen in Verbindung treten bricht rasch das Eis.

In einem Zimmer singen wir für die Mutter einer Krankenschwester, während diese die Last, die sie für die Fürsorge ihrer Mutter trägt, für den Moment abfallen lassen kann und zu weinen beginnt.

Eine Umarmung darf es dann sein, die wieder Kraft und Zuversicht schenkt. In einem anderen Zimmer lächelt uns ein Kind entgegen, an ihrer Seite die jungen Eltern. Wir befinden uns zwischen Lachen und Weinen.

In der Begegnung entstehen immer wieder neue Situationen, wir lauschen, spielen mit dem, was da ist und geben, was gebraucht wird.

So wird mal um die Liebe geworben, mit dem Stethoskop ein Signal zur höheren „Macht“ gefunden und gemeinsam mit dem Sohn einer Patientin für sie gebetet. Auch das Personal darf kurz mal Pause vom Alltag erhalten.

Und wieder werden wir durch die Offenheit, das Lachen, die herzliche, umgängliche Art der Menschen hier beschenkt!
Vielen Dank an Gunter für die Organisation des Besuches.

Peru - Blog 12:“Der letzte Tag des Festivals”Heute ist der letzte Tag dieses wunderbaren Festivals. Ein Tag voller Absch...
27/08/2026

Peru - Blog 12:
“Der letzte Tag des Festivals”

Heute ist der letzte Tag dieses wunderbaren Festivals. Ein Tag voller Abschied, aber auch voller Dankbarkeit. In den vergangenen Tagen haben wir miteinander geteilt, gelacht und vor
allem eines ganz deutlich gespürt: Liebe kennt keine Grenzen!
Und die Magie des Clowns kann Farbe, Bewegung und ein kleines Stück Leichtigkeit an die unterschiedlichsten Orte dieser Welt bringen.

Wir beginnen den Tag mit den Abschluss- und Abschiedsaktivitäten. Es entsteht ein Raum, in dem wir unsere ganz persönlichen Erfahrungen miteinander teilen können. In kleinen Gruppen erzählt jede und jeder von uns, wie sich die vergangenen Tage angefühlt haben
und was diese Begegnungen mit den Kindern – als Clown und gleichzeitig als Mensch – in uns bewegt haben.

Wir gestalten verschiedene Wandbilder, auf denen sich die Gefühle sammeln, die uns in
diesen Tagen besonders begleitet haben: Liebe, Engagement, Verbundenheit, Integration und Dankbarkeit. Worte werden zu Farben und Gedanken zu Bildern. So schließen wir unser gemeinsames Zusammensein als Clowns ab und versuchen auf Papier festzuhalten,
was unsere Seele uns in diesen Tagen leise zugeflüstert hat.

Und dann ist es soweit: Unser letzter Pasacalles (Parade)!
Mit Bannern, Musik, Instrumenten und natürlich ganz vielen roten Nasen machen wir uns noch einmal auf den Weg zurück nach Belén. Dort wollen wir gemeinsam mit den Kindern spielen, tanzen, lachen und uns von ihnen verabschieden.
Es ist wunderschön zu sehen, welche Verbindungen in diesen wenigen Tagen entstanden sind. Kleine Begegnungen, gemeinsame Spiele, Umarmungen und Blicke haben uns miteinander verbunden – Fäden, die sich in ihren Herzen und in unseren Herzen verankert haben. […]
👉Fortsetzung unten👇 in den Kommentaren.

Peru - Blog 11: Heute fahren wir gemeinsam mit den Clowns des Festivals in das Dorf Variallitos, um dortfür die Menschen...
26/08/2026

Peru - Blog 11: Heute fahren wir gemeinsam mit den Clowns des Festivals in das Dorf Variallitos, um dort
für die Menschen Workshops und ein Varieté zu geben. Variallitos wurde vom Staat
geschaffen, um Leute aus Belén hier umzusiedeln. Grund dafür ist, dass laut
Umweltprognosen der Fluss mit seinem Verlauf Belén in Zukunft überschwemmen wird.
Jedoch ist dies eine prekäre Lösung für die Menschen aus Belén, es ist sehr weit weg vom
Lebensmittelpunkt Iquitos und ihrem ursprünglichen Zuhause. Um zum Markt zu kommen,
sind sie fast über eine Stunde unterwegs, sodass viele trotz der ebenso herausfordernden
Lebensumstände wieder nach Belén zurückgezogen sind.
Doch auch diesen Menschen wollen vermitteln, dass sie nicht vergessen sind. Deshalb
bringen wir einen Teil der Aktivitäten des Festivals auch dorthin, unter anderem laufen wir
mit Musik und einer Parade durch die Straßen, um uns anzukündigen. Anschließend finden
an einem Platz Spiele mit den Kindern statt, wie auch Teile unseres Zirkusprojekts, wo alle
wie auch Erwachsene mit Freude dabei sind.
Abschluss dieses Besuches macht ein Varieté auf dem Fußballplatz des Dorfes.
Es ist berührend zu erleben, wie dankbar die Bewohner für etwas Buntheit und Abwechslung
in ihrem Alltag sind.

Peru- Blog 10: Unser zweiter Tag in der Schule Sachachorro!Heute ist unser zweiter Tag an der Schule Sachachorro – und d...
24/08/2026

Peru- Blog 10: Unser zweiter Tag in der Schule Sachachorro!
Heute ist unser zweiter Tag an der Schule Sachachorro – und diesmal steht die „Primaria“ -
Grundschule im Mittelpunkt unseres Zirkusprojekts.
Insgesamt besuchen rund 160 Kinder die Grundschule, die am Vormittag Unterricht haben.
Schon bei unserer Ankunft wird uns jedoch bewusst, dass auch bei den Jüngeren
Schulabsentismus eine Realität ist. Für unsere Workshops können wir schließlich rund 85
Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 10 Jahren begrüßen.
Zirkus in fünf verschiedenen Workshops: Clown:
Im Clown-Workshop darf gelacht, ausprobiert und auch einmal „lächerlich“ gemacht werden.
Es ging darum, die Scham abzulegen, ganz man selbst zu sein und den Humor und die
Farben des Alltags zu entdecken. Besonders schön ist zu sehen, wie viele kreative Ideen die
Kinder entwickeln und wie bereitwillig sie ihre eigenen Vorschläge einbringen. . […] 👉die weiteren 4 Workshops könnt ihr unteren in den Kommentaren lesen! 👇. Ein ganz besonderer Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern der Schule, die uns so herzlich
aufgenommen und uns in unserer Arbeit unterstützt haben. Ebenso möchten wir uns bei der
Direktorin bedanken, die uns von Anfang an mit offenen Armen empfangen hat und jederzeit
bereit war, mit uns zusammenzuarbeiten und uns zu unterstützen.
“Y claro!“ - Gracias de corazón, Herzlichen Dank an die Kinder und Jugendlichen, die sich
mit Offenheit und Neugierde auf die Workshops eingelassen haben.
Es war ohne Zweifel ein wunderschöner und unvergesslicher Tag. Wir hoffen, dass das, was
wir gemeinsam mit den Kindern erleben durften, wie ein kleiner Samen weiterwächst – über
diesen Tag hinaus und während des gesamten Schuljahres.
Ein Samen, der die Kinder daran erinnert, wie wertvoll sie sind, wie viel sie zu geben haben und wie viel sie selbst in die Welt tragen können. 📸 Pictures by: Kian Lavi, Foncho_ss, Verenice Ramos

Peru - Blog 9: Gemeinsam etwas Besonderes schaffenAn zwei Tagen sind wir in der Schule Sachachorro mit unserem Zirkuspro...
22/08/2026

Peru - Blog 9: Gemeinsam etwas Besonderes schaffen

An zwei Tagen sind wir in der Schule Sachachorro mit unserem Zirkusprojekt. Die Schule befindet sich im Viertel Belén, doch die Aktivitäten des Festivals sind bis jetzt noch nicht dort hingelangt. Belén ist groß, es hat ca. 80 000 Einwohner und ist mit seinem Essensmarkt ein zentraler Punkt für Iquitos und umliegende Dörfer.

Die Schuldirektorin berichtet uns, dass die Kinder, mit denen wir arbeiten, oft mit häuslicher Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung konfrontiert sind. Viele kommen, ohne gefrühstückt, zu haben und haben oft wenig Energie. An manchen Tagen besorgen die Lehrerinnen etwas zum Essen, aus eigener Tasche bezahlt, für die Kinder.

Die Lebensrealität der Kinder aller Schulstufen ist dieselbe. Deshalb möchten wir mit unseren Zirkusworkshops mehr erreichen, als nur eine Zirkusdisziplin zu vermitteln. Es geht uns darum, Gemeinschaft zu schaffen, Selbstbewusstsein zu stärken und Raum für wichtige Themen zu geben, die mit dem Alter und dem sozialen Umfeld der Kinder verbunden sind.

Für uns ist es ebenso wichtig, den Kindern einen Ort zu geben, an dem sie kreativ sein
können und stolz auf das sind, was sie selbst erschaffen. Einen Raum, in dem sie gesehen, unterstützt und ermutigt werden – und in dem Kreativität über die Grenzen des normalen Schulalltags hinaus wachsen darf.

Heute ist unser erster Tag, wo wir mit den Jugendlichen der „Secundaria“ - Mittelschule arbeiten. […] 👉 Weiterlesen? Fortsetzung unten in den Kommentaren 👇 Pictures by: Kian Lavi, Foncho_ss, Verenice Ramos

Peru - Blog 8: In diesen Tagen sind wir in verschiedener Form in Kontakt mit den Menschen in Belén.Ein Zirkusworkshop, g...
21/08/2026

Peru - Blog 8: In diesen Tagen sind wir in verschiedener Form in Kontakt mit den Menschen in Belén.
Ein Zirkusworkshop, gemeinsam gestaltet mit anderen Clowns des Festivals, findet heute
morgen im Viertel Belén statt. Schritt für Schritt werden die Kinder angeleitet und sie sind
konzentriert dabei. Die meisten von ihnen lernen erstaunlich schnell. Zunächst mit den
Tüchern, dann mit den Bällen und am Ende eine Hula Hoop Session. Zugleich leitet Nahir
einen Workshop mit den Tanzbändern, die die Kinder lieben.
Die Spielfreude der Kinder ist groß, so werden dann nicht nur Tücher in die Luft geworfen,
sondern auch gleich Verkleidungsspiele damit gemacht. Anfangs noch der Hula Hoop um
die Hände oder Hüften und zwischendurch haben manche wieder ihre eigenen Spielideen.
Am Ende kehren sie dann doch wieder zum Gelernten zurück und wollen zeigen was sie
können. „Mira Mira!“, heißt es dann. Schau! Schau!
Zum einen lernen sie Neues, können erfahren, wie sich Fähigkeiten mit Übung entwickeln
und zum anderen können sie sich in eigenen Spielen ausprobieren.
Abends gibt es ein Varieté für die Kinder und natürlich auch für die Erwachsenen in Belén.
Verschiedene Clownsstücke werden den Kindern präsentiert, im Spiel werden Theatertickets
kontrolliert und schon geht´s los in der bunten Theaterwelt.
Morgen beginnt wieder die Schule nach den Ferien. Es wurde uns erzählt, dass sich das
Schulsystem in den letzten Jahren in Belén verbessert hat. Trotz allem schaffen es nicht alle
Kinder in die Schule zu gehen. Die Hintergründe sind unterschiedlicher Art. Oft fehlen die
finanziellen Mittel oder die Eltern müssen, um das Überleben zu sichern, viel arbeiten und es
bleibt kaum Zeit und Energie für die Fürsorge der Kinder.
Wir freuen uns, den Kindern, da wo sie sind, in ihrem Zuhause wie auch in der Schule mit
unserem Zirkusprojekt unterschiedliche Erfahrungen ermöglichen zu können.

Peru - Blog 7:Briefe, die Grenzen überschreiten und Welten der Fantasie eröffnen.Unsere Kollegin Anna, die von Beruf Clo...
20/08/2026

Peru - Blog 7:
Briefe, die Grenzen überschreiten und Welten der Fantasie eröffnen.
Unsere Kollegin Anna, die von Beruf Clownin ist, leitete einen ganz besonderen Workshop,
der auf einer Sammlung von Briefen basierte, die uns von einer Schule in Buenos Aires,
Argentinien, erreicht hatten. Wir lasen die Briefe den Kindern vor, um ihnen die Stimmen und
Geschichten anderer Kinder in ihrem Alter näherzubringen – von Kindern, die in einem ganz
anderen Teil der Welt leben.
Durch die Briefe erfuhren sie, was andere Kinder gerne machen, welche Hobbys sie haben,
wie ihr Alltag aussieht und welche kleinen Dinge zu ihren täglichen Routinen gehören. Dabei
entstanden auch Fragen, die dazu einladen, dem anderen mit Neugier zu begegnen, wie
zum Beispiel: „Welches Haustier hast du?“
So wurden die Briefe zu einem kleinen Fenster in andere Lebenswelten. Die Kinder
entdeckten neue Arten zu leben, zu spielen und miteinander umzugehen. Gleichzeitig
lernten sie die wunderbare Kunst des Briefeschreibens kennen – eine schöne Tradition, die
langsam in Vergessenheit zu geraten scheint.
Wenn die Straße zur Bühne wird
Am Nachmittag verlagerte sich die Kreativität auf die Straßen von Belén. Mit kaum
mehr als einem Huipil und einem kleinen Theatervorhang verwandelten wir den Ort in eine
Bühne für eine fantasievolle Aktivität: eine Art „mobiles Geschichtenerzählen“, bei dem wir
gemeinsam mit den Kindern improvisierten.
Begleitet von Musik und mit verschiedenen Figuren und Rollen spielend, entwickelten wir
drei Kindergeschichten. Jede Geschichte entstand aus der Improvisation und veränderte
sich Schritt für Schritt. So entstand ein Raum, in dem die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf
lassen und für einen Moment selbst Teil der Geschichte werden konnten.
Und genau das ist es, was immer wieder aufs Neue überrascht: Es braucht keine große
Bühne und keine aufwendigen Mittel, um eine außergewöhnliche Welt entstehen zu lassen.
Manchmal reichen ein Stück Stoff, ein wenig Musik und vor allem die Fantasie der Kinder,
um eine ganz gewöhnliche Straße in einen Ort voller Geschichten, Figuren und
Möglichkeiten zu verwandeln.

Peru - Blog 6: Als Clowns ohne Grenzen arbeiten wir zusammen mit dem Festival Belén. Um die Problemedes Viertels aufzugr...
19/08/2026

Peru - Blog 6: Als Clowns ohne Grenzen arbeiten wir zusammen mit dem Festival Belén. Um die Probleme
des Viertels aufzugreifen und sie in ihrer Bewältigung zu unterstützen, gibt es
unterschiedliche Workshops, wie z.B. zum Thema Aufklärung, Unterstützung der Mütter in
der Versorgung ihrer Kinder, Geschichte des Dorfes und des Amazonas, Umweltschutz
uvm. Außerdem finden Workshops statt, die die Kreativität der Kinder unterstützen, wie z.B.
gemeinsam Geschichten zu erzählen oder Lieder zu schreiben. Eine Mauer in Belén wird mit
den Kindern bunt gestaltet.
Zudem gibt es einen Tag eine „Campania de salud“, eine Gesundheitskompagne, die den
Menschen Gesundheitswissen näher bringt, wie z.B. Zahngesundheit, mentale Gesundheit,
HIV uvm.
Wir unterstützen die Workshops in unterschiedlicher Form. Im Austausch mit den anderen
Clowns bekommen wir Feedback, wie die Workshops verliefen und was die Menschen in Belén beschäftigt.

Adresse

Schulweg 25
Loose
24366

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