28/12/2025
Gute und hilfreiche Tips für die Sylvesterzeit 😥 !!!
https://www.facebook.com/share/p/1CtBLx5eYw/
Warum Silvester für die Tiere wie Krieg ist und was du jetzt konkret tun kannst
In der Nacht zum 31. Dezember feiern wir das Leben und nehmen dabei das Leben anderer.
Für unzählige Tiere beginnt dann eine Nacht mit Panik, Flucht und massivem Energieverlust. Das hat Folgen, die Leben kosten.
Solange sich daran nichts ändert, zählt konkrete Hilfe.
Was du praktisch tun kannst:
1. Vorbereitung
Die Hilfe muss vor dem ersten Knall beginnen
Sobald die Knallerei beginnt, ist es für viele Tiere bereits zu spät.
Darum am 31. Dezember morgens oder spätestens am Nachmittag
Futter für Wildvögel frühzeitig und reichlich bereitstellen und noch einmal auffüllen.
Besonders energiedichtes Winterfutter anbieten: Fettfutter, geschälte Sonnenblumenkerne, Meisenknödel ohne Netz.
Zusätzlich Wasser bereitstellen, möglichst frostfrei.
Warum das wichtig ist:
Vögel fliegen in dieser Nacht oft über Stunden immer wieder auf und verbrennen dabei die Kraft, die sie am nächsten Tag zum Überleben brauchen.
Für unsere Igel:
Hochwertiges Katzenfutter anbieten, geschützt und in einer flachen Schale, zusätzlich frisches Wasser. Nassfutter ist bei milder Witterung sinnvoll, bei sehr kalten Temperaturen jedoch problematisch und sollte dann durch Trockenfutter ersetzt werden.
Warum das wichtig ist:
Wird ein Igel aus dem Winterschlaf gerissen, fährt sein Stoffwechsel hoch und er verbrennt wertvolle Fettreserven, die im Winter kaum ersetzt werden können. Viele Igel sterben deshalb erst in den Tagen danach an Erschöpfung.
Eichhörnchen
Geeignet sind ungesalzene Hasel- oder Walnüsse, Sonnenblumenkerne sowie andere naturbelassene Nüsse und Samen. Ruhig und geschützt platzieren.
Warum das wichtig ist:
Eichhörnchen verlieren durch Panik die Orientierung, sind dann länger in der Kälte aktiv und finden ihre Vorräte schlechter wieder. Der daraus entstehende Energieverlust wirkt in den Tagen danach weiter.
2. Haustiere aktiv schützen
Hunde
Letzter Spaziergang möglichst früh am Abend.
Doppelte Sicherung mit Leine und Geschirr.
Ruhigen Rückzugsraum schaffen, für eine gleichmäßige Geräuschkulisse sorgen.
Bitte nicht allein lassen.
Katzen
Am 31.12. möglichst im Haus behalten.
Fenster und Türen sichern.
Warum das hilfreich ist:
Kreislaufzusammenbrüche, Herzprobleme und blinde Fluchten vor Autos sind gut dokumentierte Folgen dieser Nacht.
Pferde
Pferde sind ausgeprägte Fluchttiere und extrem geräuschempfindlich. In Panik versuchen sie zu fliehen, auch in geschlossenen Ställen.
Sie rennen gegen Boxen und Wände und ziehen sich dabei teils schwere Verletzungen zu. Es kommt zu Stürzen, Koliken und Kreislaufproblemen.
Pferdehalter verbringen die Silvesternacht daher meist bewusst bei ihren Tieren im Stall.
3. Größere Wildtiere – Rehe, Hirsche, Wildschweine
Auch größere Wildtiere sind massiv betroffen.
Für Rehe, Hirsche und Wildschweine ist Silvester keine kurze Störung, sondern eine stunden-, manchmal tagelange Flucht über lange Distanzen. In Panik laufen sie kilometerweit, ziellos in der Dunkelheit, überqueren Straßen und setzen sich erheblichen Unfall- und Verletzungsrisiken aus.
Diese Flucht bedeutet einen extremen Energieverlust.
Rehe fahren im Winter ihren Stoffwechsel bewusst herunter. Jede Panikflucht verbrennt Energie, die in dieser Jahreszeit nicht wieder ersetzt werden kann. Viele Tiere brechen nicht in der Silvesternacht zusammen, sondern erst in den Tagen danach, entkräftet und geschwächt oder verletzt.
Was ihr für die Wildtiere in Wäldern und Feldgebieten tun könnt:
Ruhezonen respektieren, keine Spaziergänge oder Neugierfahrten
Hunde konsequent anleinen, auch schon tagsüber am 31.12. Jeder zusätzliche Fluchtreflex kostet Kraft
In der Silvesternacht und am Tag danach vorsichtig fahren, besonders in Wildwechselzonen. Die Tiere sind desorientiert und reagieren untypisch
4. Nach Silvester. Jetzt ist Hilfe noch wichtiger
Viele Tiere sterben nicht in der Silvesternacht, sondern in den Tagen danach an den Folgen des Energieverlustes.
Die Fütterung für Wildvögel, Igel und Eichhörnchen bitte unbedingt weiterführen.
Wenn du verletzte oder völlig apathische Tiere findest, so schnell wie möglich fachkundige Hilfe oder zumindest fundierten Rat von Wildtierstationen oder Tierärzten einholen.
Zwangsflößen oder Zwangsfütterung ist ohne entsprechende Sachkenntnis tabu.
Futter und Wasser dürfen so bereitgestellt werden, dass das Tier sie freiwillig aufnehmen kann.
Alles Weitere gehört in fachkundige Hände.
Bis Hilfe erreichbar ist, das Tier sichern und ruhig unterbringen, zum Beispiel in einem Karton mit Luftlöchern, ausgelegt mit einem Tuch.
Kein Streicheln, kein Herumzeigen, keine Experimente.
Warum der Aufstand, wenn doch angeblich alles nicht so schlimm ist?
Silvester ist für Tiere mit nichts anderem vergleichbar.
Ihr Gehör ist feiner, ihre Orientierung hängt davon ab.
Stell dir vor, du schläfst tief.
Direkt neben deinem Ohr explodiert ein Feuerwerkskörper. Du springst panisch auf und rennst los.
Im Nachbarzimmer knallt es wieder.
Im Nachbarhaus auch.
Auf jeder Straße, in jeder Richtung.
Du weißt nicht warum, du weißt nicht wer.
Keine Pause. Nur Flucht. Du rennst bis zur völligen Erschöpfung.
Genau das passiert in der Silvesternacht gleichzeitig und nahezu an jedem Ort in Deutschland.
Vergleiche mit Verkehrslärm, Baustellen oder Gewittern sind daher unsinnig.
Kein anderes Ereignis vereint explosionsartige Geräusche, extreme Lautstärke, Lichtblitze, Druckwellen und Rauch flächendeckend und über Stunden, wie das, was wir unseren Tieren an Silvester antun.
Es war einmal eine schöne Tradition.
Heute wird über Tage geböllert, rücksichtsloser, lauter und vor allem mehr.
In vielen Milieus ist Feuerwerk und Böllern mittlerweile zur Machtdemonstration geworden.
Den Preis zahlen wie immer die Schwächsten, unsere Tiere.
Ich wünsche euch trotzdem ein möglichst ruhiges und störungsfreies Silvester,
mit netten Nachbarn, die Rücksichtnahme statt Egoismus leben.
Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go
Wenn ihr meine Arbeit gerne unterstützen möchtet, freue ich mich über eine kleine Kaffeespende.
PayPal: [email protected]