08/09/2026
Dreschfest-Trabi-Cup in Loitzschütz:
Gold-Pokal an Kevin Dylla – Eric Hemmann und Jörg Köhler auf den weiteren
Medaillenplatzen
(Rennbericht vom Trabi- Dreschfest-Cup 2026)
Die 33. Auflage der Trabi-Rallye wurde für die in Massen erschienenen Besucher
und die 54 in die Wertung gekommenenTrabi-Akteure, darunter sechs junge
Damen, wieder ein echtes Highlight. Das Spätsommerwetter spielte mit, den drei
Erstplatzierten winkten feine Siegerpokale aus einer Creativ-Werkstatt. Und nicht
zuletzt stellte die Wagner Agrar Service GmbH (WAS) einen riesigen
Rapsstoppel-Schlag für Rallye, Parkplatz und teilweise Festplatz bereit. "So
konnten wir ganz nach unseren Vorstellungen eine 700 m lange, kurvenreiche
Strecke mit einer langen Zielgeraden aufbauen", äußerten sich Rennleiter
Christian Gentsch und sein "Vize" Daniel Grune übereinstimmend. Viele hunderte
Zuschauer zog das Spektakel schon am Starttag an, noch mehr dann am
folgenden Final-Sonntag
Zeitgemäße Transponder-Technik des professionellen Erfurter ZL-Timing Teams
Mark Hanke & Christopher Paul zeigte den Rennverlauf auf dem Monitor der
-Moderatoren Thomas Hassel und Alexander Jahr an. Beide informierten,
unterhielten und powerten das Publikum nach Kräften.
Die jeweils zwei Erstplazierten der Vorläufe fuhren sich direkt ins Große
Sonntag-Finale: Dies waren Kevin Dylla, Daniel Kröller (Team Drehzahljäger),
Cedric Wetzel (Hollyfeld Stoffers), Torsten Hoffmann (2Takt-Dorfkind), Michael
Goltz (Trabipaten/Loitzschütz), Mirko Weber (Planlos), Jörg Köhler (Elias
Motorsport), Daniel Grune (Loitzschütz), Daniel Gentsch und Lina Hemmann
(Loitzschütz). Das Feld komplettierte Eric Hemman vom Team Loitzschütz als
Sieger des sonntäglichen B-Finals.
Der Dreschfest-Sonntag hielt insgesamt 6 Final-Rennen bereit. Der Kurs zeigte
sich wie schon am Vortag prächtig präpariert. Über 220 frisch gepresste
Strohquader aus dem Geußnitzer Landwirtschaftsbetrieb von Sebastian und
Karsten Werner und hunderte Meter Sperrzäune von Colle' waren verbaut worden.
In den Rennpausen wurde die teils staubig-trockene Piste mit Wasser besprengt.
Radlader, gesponsert von der Fa. Kirchner, räumten während der Rennpausen
ausgefallene Trabis von der Strecke.
Am Finaltag setzte F-Lauf-Sieger Philipp Albert (2-Takt-Dorfkind) zunächst erste
Akzente und stieg in den E-Lauf auf. Hier wurde er aber wegen Unfairness
disqualifiert. Michael Kötteritzsch (TrabbiMietzen) sicherte sich hier als Gewinner
den Sprung ins D-Finale, in dem Matthias Schlag aus dem Team 2-Takt-Monkeys
die Nase vorn hatte. Stefan Steinmetz (Loitzschütz) qualifizierte sich als Sieger
des C-Finals dann für das B-Finale. Hier traf ihn allerdings arges Pech. In der
ersten Runde schon in Führung liegend, fiel sein bedrängter Trabi auf die Seite.
„Steiner“ musste laut Reglement aus dem Rennen genommen werden. „Ich hätte
weiterfahren können“, ärgerte er sich noch Tage danach. Sein Team-Kamerad Eric
Hemmann zog dagegen souverän seine Kreise und ins A-Finale ein.Das war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Zwischen Dylla, Goltz, D. Kröller
und E. Hemmann entbrannte ein Vierkampf an der Spitze. Dann schied der
Vorjahrszweite Kröller (Drehzahljäger) wegen Schadens in Runde 7 aus. Der stark
fahrende Michael Goltz, der kurz vor Schluss noch in Führung lag, erlitt gleiches
Schicksal und musste in Runde 13 aufgeben.
So war der Weg frei für ein packendes Duell um Platz 1 zwischen K. Dylla und E.
Hemmann. Mit 8 Sekunden Vorsprung gewann Dylla schließlich vor dem
Loitzschützer Teamfahrer. Arges Pech traf im A-Finale Daniel Grune (Loitzschütz):
Er fiel schon in Runde 1 mit Antriebsschaden aus. Achtbar schlug sich
die Loitzschützerin Lina Hemmann mit Rang 7. Ihr Vater Thomas und Cousin Eric
hatten noch kurz vor dem Quali-Rennen die defekte Kupplung ihre Trabis gegen
eine Neue ersetzt.
Die weiteren Platzierungen im A-Finale: 3. Jörg Köhler (Elias Motorsport), 4. Mirko
Weber (Planlos), 5. Daniel Gentsch, 6. Cedric Wetzel (Hollyfeld Stoffers), 7. Lina
Hemmann (Loitzschütz), 8. Michael Goltz (Trabipaten/Loitzschütz), 9. Daniel
Kröller (Drehzahljäger), 10. Torsten Hoffmann (2-Takt-Dorfkind), 11. Daniel Grune
(Loitzschütz).
Die große Trabi-Familie aus dem Dreiländer-Eck feierten bei der Siegerehrung am
Sprecherwagen stimmungsvoll und lautstark. Ein besonderes Dankeschön des
Rennveranstalters für hervorragenden Einsatz gilt den Teams der FFW
Heuckewalde, Großpörthen und Giebelroth sowie dem Rettungssanitäter-Team
des Deutschen Roten Kreuz zur Absicherung des Rennens. Ein dickes Lob
gebührt zudem allen Streckenposten der teilnehmenden Mannschaften sowie dem
Team der Wettkampforganisation mit ihrem Chef Christian Gentsch sowie den
Mitstreitern Daniel Grune, Normann und Dirk Zimmer, Juliane Gentsch, Kathleen Kochan und Wolfgang Reinhold.