17/07/2026
Max Stillger Stiftung spendet
Palliativnetzwerk jährlich 14.000 Euro
Das Palliativnetzwerk Limburg-Weilburg hat für unsere Stiftung schon immer eine besondere Bedeutung gehabt. Bei den jährlichen Spendenfeiern bekamen seine Vertreter stets den Scheck mit der höchsten Summe – nur im vergangenen April fehlte der 2007 gegründete gemeinnützige Verein auf der langen Liste. Doch das hatte seinen guten Grund: Aufgrund einer Sonderregelung wird das Palliativnetzwerk, das schwerstkranken und unheilbar kranken Menschen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite steht, künftig jährlich rund 14.000 Euro von der Stiftung erhalten.
„Großartig“, freuten sich Vorsitzender Peter Jefremow und seine Mitstreiter in dieser Woche bei der symbolischen Übergabe des ersten Schecks im Max Value Tower. „Wir unterstützen gerne die wichtige und oft aufopferungsvolle Arbeit der vielen Helfer“, sagte Max Stillger.
In diesem Fall erfüllt die Stiftung den letzten Wunsch der im März 2025 verstorbenen Christiane Nolte und ihres Mannes Hubertus (95), der inzwischen in einem Pflegeheim lebt. Die Mieteinnahmen für ihre Wohnung im Breiten Driesch sollen in voller Höhe dem Palliativnetzwerk zufließen. Es war die erste Wohnung, die die ABID Senioren Immobilien GmbH 2000 in Limburg verkauft hat. Max Stillger war und ist einer der Gesellschafter. Aus der geschäftlichen Beziehung wurde Freundschaft, und so war es klar, dass Christiane Nolte auch von Anfang zum Kuratorium der Stiftung gehörte. Christiane Nolte war damals Stadtverordnetenvorsteherin in Eppstein im Taunus. In Limburg engagierte sie sich bald in der CDU, in der Seniorenunion und unter anderem im Palliativnetzwerk, dessen Hilfe sie und ihr Mann auch zuletzt nicht persönlich in Anspruch nahmen.
Die bis ins hohe Alter tatkräftige Dame wusste jedoch, wie wertvoll die Tätigkeit des Netzwerks ist und wie dringend es finanzielle Unterstützung benötigt.
„Wir beraten Hilfesuchende, stellen Kontakte zu unseren vielen Netzwerkpartnern her, erfüllen letzte Herzenswünsche, übernehmen im Bedarfsfall die Kosten für erforderliche psycho-soziale Betreuungen und informieren in zahlreichen Veranstaltungen über die Möglichkeiten der gesamtheitlichen Palliativversorgung in der Region“, erläuterte Jefremow. Diese Aufgaben würden ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. „Deshalb sind wir der Max Stillger Stiftung für die langjährige und überaus großzügige Förderung sehr dankbar“, betonte der Vorsitzende. Palliativ bedeutet im medizinischen Sprachgebrauch, dass die Behandlung nicht mehr auf die Bekämpfung der Krankheit abzielt, sondern sich wie ein schützender Mantel um den Patienten legt, um dessen Leid zu lindern.
„Nach unserer Vision soll jeder Mensch die Möglichkeit haben, sein Leben bis zum Schluss mit bestmöglicher medizinischer Versorgung, in Würde und umgeben von Fürsorge und Mitgefühl zu verbringen. Dafür ist ein Netz von verschiedenen Kooperationen mit fachlich kompetenten und empathischen Menschen notwendig“, so Jefremow. „Sie alle sind nicht Sterbebegleiter, sondern sie begleiten das Leben bis zum letzten Atemzug, und danach die Angehörigen in ihrer Trauer.“
Die Vorstandsmitglieder lobten in diesem Zusammenhang alle ehrenamtlichen und professionellen Partner im Palliativ- und Hospizbereich in der Region. Im medizinischen Sektor hoben sie neben Haus- und Fachärzten und dem St. Vincenz Krankenhaus das 2011 aus dem Verein hervorgegangene SAPV-Team um Dr. Peter Schermuly und Andreas Ahlbach hervor, das mit einer täglichen Rufbereitschaft die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung betreue (SAPV steht für spezialisierte ambulante Palliativversorgung). Das stationäre Hospiz Anavena in Hadamar und viele ehrenamtliche Gruppen leisteten ebenfalls einen großen Beitrag.
Anlässlich der Spendenübergabe galt der Dank der Stiftung und des Vereins Christiane und Hubertus Nolte. „Das Geld wird in ihrem Sinne sinnvoll verwendet“, sagten Max Stillger und Peter Jefremow.
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Thorsten Wörsdörfer (links) und Max Stillger (rechts) vom Vorstand der Max Stillger Stiftung bei der symbolischen Spendenübergabe auf dem Balkon des Max Value Towers mit den Vorstandsmitgliedern des Palliativnetzwerks (von links) Erhard Becker, Karola Roth, Hannelore Schlosser und Peter Jefremow.
Foto: Simon Schneider