02/04/2026
An wen wollen wir erinnern? Stadtspaziergänge zu Frauen im Widerstand gegen den NS in Lichtenberg, Antisemitismus und öffentlichem Gedenken
Es waren nicht viele Menschen, die sich gegen das NS-Regime stellten oder Verfolgte unterstützten. Dennoch gab es einen ungebrochenen und vielfältigen Widerstand in Berlin. Etwa ein Drittel der Widerständigen waren Frauen unterschiedlicher Sozialisation und Weltanschauung. Ihre Aktivitäten waren breit und vielfältig: illegale Flugschriften herstellen und verbreiten, geheime Informationen und Material weitergeben, Verfolgte und deren Angehörige unterstützen. Über einige dieser Aktivitäten von Frauen in Lichtenberg erfahren wir in diesen Stadtspaziergängen. Die meisten von ihnen werden bislang nicht öffentlich geehrt. Das paritätische Verhältnis von männlichen und weiblichen durch Straßennamen Geehrten liegt in Lichtenberg immer noch bei 5:1, auch Straßennamen mit antisemitischen Bezügen gibt es weiterhin. Vor diesem Hintergrund laden wir zum Austausch ein: An wen wollen wir erinnern? Wer soll öffentlich geehrt werden? Wie soll dies geschehen?
Montag, 18.05.26, 18:00
Hohenschönhausen: Margarete Rossignol versteckte Verfolgte am Stadtrand
Mittwoch, 20.05.2026, 16:00 Uhr
Karlshorst: Else Runge – Widerstand in nationalkonservativer Nachbar*innenschaft
Donnerstag, 21.05.2026, 18:00 Uhr
Rummelsburg: Die Sportlerinnen Käthe und Klara Tucholla und Brunhilde Prelle im Arbeiter*innenwiderstand
Referentin: Trille Schünke-Bettinger (freie Bildungsreferentin an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand & im Netzwerk Frauentouren)
Anmeldung: [email protected]
Der Treff- und Endpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Alle Infos: https://licht-blicke.org/stadtspaziergaenge/