01/09/2026
Sensationelle Beobachtung
Der „Vogel mit der spektakulären Federkrone“ - ein Wiedehopf - wurde in Leverkusen gesichtet
Eine außergewöhnliche Vogelbeobachtung hat am Sonntag, den 30. August, an der Stadtgrenze von Leverkusen für viel Aufsehen gesorgt: ein Wiedehopf - der Vogel mit der farbenprächtigen Federhaube - konnte von den vielen Teilnehmer*innen einer Exkursion im Veranstaltungsprogramm der Naturschutzverbände NABU und BUND beobachtet werden.
Für den Bereich Leverkusen ist die Sichtung dieses auffällig gefärbten Vogels eine besondere Rarität. „Seit 26 Jahren kenne ich den Bereich Kurtekotten und habe dort noch nie einen Wiedehopf gesehen“ berichtet der Leiter der Exkursion, der Vogelkenner Daniel Duff.
Der Wiedehopf ist mit seinem markanten orangebraunen Gefieder, den schwarz-weißen Flügeln und vor allem mit seiner auffälligen Federhaube der „Punker“ unter den Vö**ln.
Der Vogelzug in Richtung Süden läuft gerade auf vollen Touren. Jedes Jahr Ende August, Anfang September fliegen zigtausend kleine und größere Vögel Richtung Süden, weil es in Deutschland zu kalt für sie wird und sie hier keine Nahrung mehr finden. So könnte es auch bei dem Wiedehopf sein, der hier auf seinem Weg in den Süden Rast gemacht hat. Er war in der Wiese auf der Jagd nach Heuschrecken, Grillen, Käfer, Insektenlarven und Würmer.
Der Name des Wiedehopfs ist Programm – den wissenschaftlichen Gattungsnamen Upupa verdankt er seinem Gesang „Hup, Hup, Hup“. Es klingt wie die Hupe eines alten Oldtimers, wenn der Wiedehopf im April aus Afrika zurückkommt und mit diesem Balzruf ein Revier besetzt. Da er etwa zwei Wochen vor dem Kuckuck bei uns eintrifft, hat er in Norddeutschland auch den Namen „des Kuckucks Küster“ bekommen. Ende August verlassen die Wiedehopfe Deutschland wieder. Sie begeben sich auf einen gefahrenvollen Zug nach Afrika, wo sie im Savannengürtel südlich der Sahara und in Ostafrika überwintern.