13/09/2025
Kommunalwahl 2025 - Köln
Keine Netto-Neuversiegelung bis 2030
Beton und versiegelte Flächen heizen sich bei Sonneneinstrahlung in besonders hohem Maße auf und geben dies an ihre Umgebung ab. Zudem verhindern versiegelte Oberflächen die Versickerung und Aufnahme von Regenwasser in den Boden. Flächenversiegelungen rückzubauen und Neuversiegelung grundsätzlich zu vermeiden, ist daher eine wesentliche Voraussetzung für präventiven Klimaschutz als auch für die Klimaanpassung.
Wir fordern Maßnahmen, die Köln systematisch und zielführend zu einer kühleren Stadt oder auch zu einer „Schwammstadt“ machen. Wo Böden Wasser aufnehmen, speichern und bei Bedarf abgeben können, wird das Stadtklima insgesamt verbessert und die Gefahr von Hochwasser bei Starkregenereignissen gemindert. Ein wesentlicher Bestandteil solcher Maßnahmen ist der Stopp und Rückbau von Flächenversiegelung. Wo Flächen versiegelt werden müssen, sollen in gleichem Maße Flächen entsiegelt werden, um eine Netto-Null Versiegelung bis 2030 zu erreichen.
In der gesamten Stadtplanung, auch im sensiblen Bereich der Schaffung von Wohnraum muss daher auf andere Lösungen als auf Neuversiegelung gesetzt werden. Hierzu zählen unter anderem die Aufstockung von Bestandsgebäuden (z. B. des Einzelhandels) oder Umwandlung von Leerstand (v. a. von Gewerberäumlichkeiten) in günstigen Wohnraum bzw. Besteuerung von Leerstand. Umnutzung und Umverteilung muss grundsätzlich zur Diskussion stehen. Wie das Bauen auf bereits versiegelten Flächen stets vorzuziehen ist, so schließt städtebaulicher Klimaschutz auch den Vorrang von Sanierungen vor Abriss und Neubauten grundsätzlich ein.