23/06/2026
Am Sonntag ging in in der trotz der Hitze voll besetzten Friedenskirche in Leverkusen-Schlebusch eine Ära zu Ende.
Nach insgesamt mehr als 60 Jahren haben sich Karl-Heinz und Theresia Schlechtriem mit einem großen Konzert von den Leverkusener Bühnen verabschiedet. Und mit dem Abschied der beiden geht auch die Zeit des Singkreises Leverkusen und des Coro Belcanto, der 2008 als Untergruppe zum Kinderchor entstanden war, zu Ende. Die Chöre lösen sich auf.
Was das Ehepaar geschaffen hat, ist mehr als Chorarbeit – es ist ein Stück Leverkusener Stadtgeschichte, getragen von Haltung, Herz und einer unerschütterlichen Liebe zur Musik.
Karl-Heinz prägte mit seiner musikalischen Handschrift, seinem feinen Gehör und seiner Präzision Generationen von Sängerinnen und Sängern.
Theresia war über 55 Jahre das Herz, die Stimme der Zuversicht, die Kraft, die aus einer Gruppe einen Chor und aus einem Chor eine Familie machte.
Gemeinsam wechselten sie sich am Dirigat und am Klavier ab, führten ihre Chöre durch Jahrzehnte – mit unzähligen öffentlichen Konzerten, mit Rundfunk- und TV-Aufnahmen, Schallplatten- und CD-Aufnahmen und vor allem mit Konzert- und Begegnungsreisen.
Die Entscheidung zur Auflösung kam nicht überraschend, sondern wurde im Einvernehmen mit rund 40 Mitgliedern vorbereitet. Schon bei der Hauptversammlung im Januar hatte der Singkreis beschlossen, zum Jahresende die Auflösung einzuleiten. Auch der Coro Belcanto stellt seine Proben ein. Ein Versuch, die Chöre mit neuer Leitung fortzuführen, war zuvor diskutiert worden. Die Mehrheit der Akteure sprach sich gegen eine Umstellung aus, sodass man sich schließlich darauf einigte, die Fortsetzung in vertrauter Besetzung würdig zu beenden.
Da bleibt uns nur zu sagen:
Danke für ein Leben im Dienst der Musik, für gelebte Menschlichkeit und für eine Lebensleistung, die Leverkusen dauerhaft prägt.