04/06/2026
🚨 Gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, der DLRG, der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und den Malteser in Deutschland warnen wir vor den Folgen der geplanten Begrenzung von Vergütungssteigerungen auf die Grundlohnrate in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Unsere Organisationen stellen zusammen rund 80 % des Rettungsdienstes in Deutschland sicher. Damit tragen wir maßgeblich dazu bei, dass Menschen in Not jederzeit schnelle und professionelle Hilfe erhalten. 🚑
Wir unterstützen das Ziel der Bundesregierung, die Finanzlage der GKV zu stabilisieren. Dies darf jedoch nicht auf Kosten der präklinischen Notfallversorgung geschehen. Der Rettungsdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil der kritischen Gesundheitsinfrastruktur und übernimmt bereits heute vielerorts zusätzliche Aufgaben, um Versorgungslücken aufzufangen.
Besonders kritisch sehen wir die geplante Entkopplung tariflicher Entwicklungen von der Refinanzierung. Tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen könnten künftig nicht mehr vollständig von den Krankenkassen übernommen werden. Die entstehenden Mehrkosten müssten dann von Rettungsdienstträgern und Hilfsorganisationen getragen werden.
➡️ Deshalb fordern wir eine gesetzliche Klarstellung zur Vollkostenfinanzierung des Rettungsdienstes. Denn die Stabilisierung der GKV darf nicht zulasten der Notfallversorgung gehen.