06/03/2025
Geht die Kinder- und Jugendhilfe in Leipzig baden?
Wir fordern: Schwimmhilfen jetzt!
Am 10.3.2025, 16 Uhr, werden Kinder, Jugendliche und Familien sich gemeinsam mit ihren Rettungsschwimmern und Bademeistern vor dem Neuen Rathaus versammeln, um sich einer drohenden Kürzungswelle entgegenzustemmen.
Es reicht nicht, etwas Wasser im Becken aufzufüllen! Die Dynamisierung der bisherigen Fördersumme gleicht nicht einmal aus, was durch Preissteigerungen und Tariferhöhung verdunstet.
Das Becken muss größer sein, wenn Kinder und Jugendliche Freischimmer werden sollen.
Jugendhilfe rettet Leben – und spart Kosten!
Die Jugendhilfe ist eine vielfältige Badelandschaft, in der junge Menschen nicht nur schwimmen lernen.
Die Stadt Leipzig argumentiert mit Sparzwang. Aber die Rechnung geht nicht auf. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass es viel preiswerter ist, Schwimmhilfen oder Surfbretter zu kaufen und Bademeister einzustellen, als später Rettungswagen, Klinikaufenthalte und Pflegepersonal zu bezahlen. Prävention (25 Mio) ist billiger als Reparatur (181 Mio).
Wir fordern die Finanzierung des Mehrbedarfs von 1.799.386,46 EUR für das Jahr 2025 und 2.814.476,98 EUR für 2026 zusätzlich zu der geprüften Summe von 20 Mio. EUR!
Die Angebote der Kinder und Jugendhilfe erreichen vor allem auch junge Menschen, die sich gerade so über Wasser halten und ohne Schwimmhilfe untergehen. Viele tauchen gar nicht wieder auf – zum Beispiel in der Schule.
In einer Zeit, in der junge Menschen durch Pandemie, Klimakrise, Kriege und soziale Unsicherheiten ohnehin enormen Belastungen ausgesetzt sind, dürfen wir ihnen nicht die Schwimmflügel stutzen.
2022 lebten 178.228 Menschen unter 27 Jahren in Leipzig. Das ist mehr als ein Viertel der Einwohner unserer Stadt.
Seepferdchen für alle. Wenigstens in Bronze!
🤿 Du möchtest uns unterstützen und die Träger der Jugendhilfe vor dem Ertrinken retten? Teile diesen Beitrag und komm zur Demo am 10.03. um 16 Uhr vor dem Neuen Rathaus!