Verband Binationaler Leipzig

Verband Binationaler Leipzig Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. https://binational-leipzig.de

Immer mehr Frauen und Männer finden ihren Partner oder ihre Partnerin grenz- und kulturübergreifend: In Deutschland ist jede siebte Eheschließung eine binationale Verbindung, und jedes dritte Kind, das geboren wird, hat Eltern unterschiedlicher Nationalitäten. Binationale Partnerschaften sind nicht nur private Lebensentwürfe Einzelner, sie sind zugleich Ergebnis gesellschaftlicher und politischer

Entwicklungen. Unser Verband ist eine bundesweite Interessenvertretung. Wir haben uns zusammen geschlossen, um die soziale und rechtliche Gleichstellung von Menschen ungeachtet ihrer nationalen und kulturellen Herkunft zu verbessern. Das interkulturelle Zusammenleben in Deutschland zukunftsweisend zu gestalten ist unser Anliegen. Wir arbeiten als gemeinnütziger Verein in 24 Städten in Deutschland: Wir beraten Frauen und Männer in allen Fragen einer binationalen Beziehung, wir bieten Veranstaltungen zu Fragen der interkulturellen Bildung, und wir fördern das bürgerschaftliche Engagement. Dabei stützen wir uns auf die vielfältigen Erfahrungen unserer etwa 1500 Mitglieder und geben dieses Wissen in Publikationen und Fortbildungsseminaren weiter. Unser Verband vertritt seit 1972 die Interessen binationaler Familien und Paare. In den Jahren unseres Bestehens haben wir uns von der "Interessensgemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen" (iaf) zu einem interkulturellen Familienverband entwickelt. Die Bundesgeschäftsstelle unseres Verbandes befindet sich in Frankfurt/Main.

13/05/2026

„Kein Wohlfühlort“

Die Umsetzung der GEAS-Reform läuft auf Hochtouren. Ab Juni 2026 soll sie vollständig in Kraft treten: Haftähnliche Lager an den Außengrenzen, beschleunigte Grenzverfahren.

Bereits jetzt werden die Weichen gestellt. In Dresden existiert seit Juni 2025 ein Landesausreisezentrum, das zum Sekundärmigrationszentrum umgewidmet wird.

Straffe Regeln, Sanktionen, eingeschränkter NGO-Zugang. Das Ziel laut sächsischem Innenministerium: „Kein Wohlfühlort“.

Solidarität

05/05/2026

Bundesministerin Prien hat entschieden, das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ bis zum Ende des Jahres „umzustrukturieren“ und Projekte vorzeitig zu beenden. Das zentrale Argument: Demokratiearbeit müsse wieder neutraler sein, und Gelder sollen wieder stärker in die „Mitte fließen“. Deshalb hat Prien nun angekündigt, bereits beschlossene Förderungen zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen und das Programm neu auszurichten. In welche Richtung, ist noch unklar. Klar ist jedoch, dass vor allem antidemokratische Kräfte davon profitieren.

29/04/2026

Die Stichelein und Angriffe auf unsere Arbeit hören nicht auf. Wenn ihr uns unterstützen wollt, werdet bei uns Mitglied, bestellt unser Material, bucht unsere Workshops!

Liebe Grüße aus dem Wespennest 🐝

Herzliche Einladung zu unserer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig!  Wann: 24....
12/03/2026

Herzliche Einladung zu unserer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig!

Wann: 24. März 14 bis 16 Uhr

Wo: RealLabor , Adresse: Brühl 48, 04109 Leipzig

Für wen: Lehrer*innen, Schulpädagog*innen, Eltern und Schüler*innen älterer Klassen


Schule in Zeiten wie diesen:
Möglichkeiten des Handelns im Kontext von Rassismus

Lehrende und andere Pädagog*innen sehen sich im Schulalltag mit rassistischen Haltungen, Äußerungen und Handlungen konfrontiert. Gleichzeitig erleben viele Schüler*innen Schule als einen Ort, in dem sie nicht ausreichend vor Rassismus geschützt sind.

In unserer Veranstaltung reflektieren wir die Wirkungsweisen von Rassismus und besprechen die  Möglichkeiten (auch präventiven) pädagogischen Handelns im schulischen Raum. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

Welche Rolle spielt Rassismus im Kontext Schule?
Wie können Pädagog*innen in ihrem unmittelbaren Arbeitsbereich (z. B. in der eigenen Klasse) wirksam handeln?
Welche Möglichkeiten bestehen über die Klasse hinaus?
Welche institutionellen Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Welche pädagogischen Leitlinien sind im Umgang mit rassistischen Vorfällen hilfreich?
Wie können Eltern und Schüler*innen einbezogen und unterstützt werden?

Anhand konkreter Beispiele aus dem schulischen Alltag werden Strategien reflektiert und praxisnahe Ansätze diskutiert.

Die Veranstaltung wird von Mehmet Arbag und Anna Nikolenko durchgeführt, erfahrenen Bildungsarbeitende im Themenfeld Rassismus- und Diskriminierungskritik und Projektmitarbeitenden im Kooperationsverbund „Bundeszentrale Infrastruktur im Praxisfeld Rassismus“.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldung bis 19.03.2026 unter:
[email protected]

Kürzlich hat die Antisemitismusforscherin Sina Arnold auf einem Podium auf die Frage nach dem Verhältnis von Rassismus- ...
06/03/2026

Kürzlich hat die Antisemitismusforscherin Sina Arnold auf einem Podium auf die Frage nach dem Verhältnis von Rassismus- und Antisemitismusdefinitionen geantwortet: „Es ist eine harmlose Frage, aber es sind keine harmlosen Zeiten.“

Umso mehr braucht es Räume, in denen diese Fragen gestellt werden können, ohne dass sie vereinnahmt, verkürzt oder gegen andere gewendet werden.

DeZIM_talk | Zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus – Theoretische Perspektiven und politisch-bildnerische Prax...
16/02/2026

DeZIM_talk |
Zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus – Theoretische Perspektiven und politisch-bildnerische Praxis

Antisemitismus und Rassismus werden in wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten immer wieder miteinander verknüpft, gleichgesetzt oder gegeneinandergestellt. Zugleich besteht ein wachsendes Interesse an Zugängen, die Unterschiede und Berührungspunkte beider Phänomene differenziert in den Blick nehmen, ohne Vereinfachungen oder Konkurrenzlogiken zu erzeugen.

Mit der neu entwickelten Übung „Zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus“ liegt ein materialgestütztes Format vor, das Fachkräften in der politischen Bildung ermöglicht, theoretische Perspektiven zum Verhältnis beider Phänomenbereiche gemeinsam mit Teilnehmenden zu erkunden. Die Übung arbeitet mit Paraphrasen und Zitaten aus der Antisemitismus- und Rassismuskritik und lädt dazu ein, verschiedene Thesen strukturiert zu diskutieren.

In der Veranstaltung möchten wir die Übung vorstellen und zugleich über weiterführende Fragen ins Gespräch kommen:

• Wie lassen sich antisemitismus- und rassismuskritische Ansätze produktiv aufeinander beziehen?

• Welche theoretischen Klärungen sind für die politische Bildung hilfreich?

• Welche Chancen und Grenzen haben Materialien, die an dieser Schnittstelle eingesetzt werden?

Weitere Informationen & Anmeldung:
https://www.dezim-institut.de/veranstaltungen/dezim-talk-zum-verhaeltnis-von-rassismus-und-antisemitismus-theoretische-perspektiven-und-politisch-bildnerische-praxis/
[Link in bio]

Neuerscheinung: Workshopmaterial zum Verhältnis von Rassismus und AntisemitismusAb sofort erhältlich!Entstanden in Zusam...
12/02/2026

Neuerscheinung: Workshopmaterial zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus

Ab sofort erhältlich!
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem NaDiRa – Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (DeZIM-Institut) lädt unser neues Material dazu ein, das Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus differenziert zu erkunden:

Wo liegen Gemeinsamkeiten? Wo Unterschiede? Wie lassen sich Verflechtungen verstehen, ohne historische Spezifika zu verwischen?

Die Übung arbeitet mit theoretischen Textkarten, Perspektivwechseln und moderierter Diskussion. Geeignet für Bildungsformate für Erwachsene.

Jetzt bestellen unter:

https://binational-leipzig.de/produkt/zum-verhaeltnis-von-rassismus-und-antisemitismus/

Die ersten Tage des neuen Jahres machen deutlich, wie sich globale Machtverhältnisse weiter verschieben. Imperiale Akteu...
13/01/2026

Die ersten Tage des neuen Jahres machen deutlich, wie sich globale Machtverhältnisse weiter verschieben. Imperiale Akteure setzen offen auf Gewalt, Drohung und die Missachtung des Völkerrechts. In der „neuen Weltordnung“ wird Europa nicht mehr als gestaltende Kraft wahrgenommen, sondern als politischer Zuschauer.

Diese Tatsache trifft ein Europa, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg als normatives Projekt verstand: als Friedens- und Rechtsgemeinschaft. Doch diese Selbstbeschreibung war auch immer täuschend. Die europäischen Mitgliedsstaaten erhoben diese Normen nie konsequent zur Grundlage ihres Handelns, sondern ordneten sie regelmäßig nationalen und ökonomischen Eigeninteressen unter.

Die aktuellen Kriege legen diese Spannung offen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wurde vor allem entlang einer Frage verhandelt: Wie gefährdet dieser Krieg UNS? Im Zentrum stand ein europäisches „Wir“, das sich selbst bedroht sieht.

Diese Logik zeigt sich ebenso deutlich in der europäischen Auseinandersetzung mit den Kriegen in Nahost wie auch im Umgang mit anderen Kämpfen um Selbstbestimmung. Solidarität wird selektiv verteilt und entlang eigener politischer Interessen gerahmt. Antisemitismus wird zu Recht als zentrales gesellschaftliches Problem benannt, zugleich jedoch häufig verkürzt verhandelt. Parallel dazu werden antimuslimischer Rassismus, staatliche Repression sowie die Kriminalisierung palästinensischer, kurdischer und migrantischer Perspektiven normalisiert. Auf die fortdauernde Gewalt gegen Kurd*innen in Syrien oder auf die Proteste im Iran wird zwar punktuell rhetorisch reagiert, politisch jedoch kaum konsequent geantwortet.

Genau hier wird sichtbar: Rassismus wirkt nicht primär als offener Ausschluss, sondern als Ordnung, die bestimmt, wessen Leben, wessen Leid und wessen Sicherheit zählen.

Ob das „Ende Europas“ für neue Formen globaler Solidarität genutzt wird oder für rassistische Abgrenzung, ist keine offene Frage der Zukunft, sondern eine politische Entscheidung der Gegenwart.

#2026

Wir suchen!Für unsere Geschäftsstelle in Leipzig suchen wir für den Bereich Migrationsberatung für erwachsene Zugewander...
01/12/2025

Wir suchen!

Für unsere Geschäftsstelle in Leipzig suchen wir für den Bereich Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) ab dem 01.01.2026 eine*n Sozialpädagog*in/Sozialarbeiter*in für zunächst 30 Wochenstunden (TVöD 9).

Zu Den Aufgabenfeldern gehören u.a.: Sozialpädagogische Einzelfallberatung von Neuzugewanderten, Netzwerkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit

Mehr Infos & Bewerbung: https://binational-leipzig.de/stellenausschreibung-migrationsberatung-fuer-erwachsene-zugewanderte-mbe/

Ort: Leipzig, TVöD 9, Bewerbung bis 9.12.2025

„Harmlose“ Sätze, Sprüche und Zuschreibungen normalisieren Rassismus – besonders, wenn sie Teil des politischen Diskurse...
16/10/2025

„Harmlose“ Sätze, Sprüche und Zuschreibungen normalisieren Rassismus – besonders, wenn sie Teil des politischen Diskurses sind. Welche rassistische Aussage aus Regierungskreisen schockt (noch) wen? Und welche sind längst einkalkuliert – Teil des Standardrepertoires der Diskursverschiebung und Ablenkung.

Bestimmte Orte, Körper und Praktiken werden immer wieder rassifiziert und als Bedrohung dargestellt. Wenn von „kleinen Paschas“ gesprochen wird, ein sauberes „Stadtbild“ gefordert oder die sogenannte „Leitkultur“ beschworen wird, sind das keine Ausrutscher. Es sind politische Signale – Ausdruck ganz bestimmter Vorstellungen davon, wie Gesellschaft und Ordnung aussehen sollen.

Friedrich Merz, heute Bundeskanzler, nutzt solche Rhetorik seit über zwei Jahrzehnten – konsequent und mit Erfolg. 2001 sprach er von einer „deutschen Leitkultur“ und forderte Anpassung „derjenigen, die hier leben wollen“. 2023 nannte er muslimische Jugendliche pauschal „kleine Paschas“. Und nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau erklärte er, „Clankriminalität“ und Migration seien mitverantwortlich für den Anstieg des Rechtsextremismus – eine Aussage, die rechte, rassistische Gewalt auf die Opfer selbst umlenkt.

Diese Verschiebung der Verantwortung ist Teil einer Strategie: Seit Jahren heißt es, man könne die AfD nur schwächen, wenn man ihre Themen „aufgreife“. Das Ergebnis: Rechte, rassistische Argumentationsmuster werden übernommen, die Grenzen des Sagbaren verschieben sich und Rassismus wird zum Teil „legitimer“ politischer Debatte und leitet politisches Handeln ein.

Inzwischen fordern Unionspolitiker, die sogenannte Brandmauer aufzugeben. Der Tenor: Ein zu „hartes Abgrenzen“ löse das Problem nicht. In Wahrheit bedeutet das eine (schleichende?) Normalisierung autoritärer Rhetorik & Praktiken und eben des Rassismus – getragen nicht vom Rand, sondern aus der Mitte.

Adresse

Arndtstraße 63
Leipzig
04275

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 13:00
Dienstag 09:00 - 13:00
Mittwoch 09:00 - 13:00
Donnerstag 09:00 - 13:00
Freitag 09:00 - 11:00

Telefon

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