22/03/2026
Heute, 22.03.2026:
Unter dem Motto „Industriekultur im Buch“ präsentiert der Industriekultur Leipzig e.V. Bücher zu den Themen Industriekultur, Transformationsprozessen und Industriefotografie.
Programm:
13:00 Uhr:
Buchvorstellung & Diskussion: »Letzte Kohle. Andere Landschaften«
Über viele Jahrzehnte prägten Braunkohletagebaue den Leipziger Norden und Süden. Doch schon in absehbarer Zeit wird in ganz Deutschland die Epoche Braunkohlebergbau enden, werden die Bagger abgeschaltet und keine weiteren Dörfer mehr zerstört. Somit wird sich auch die Perspektive auf die beiden letzten Tagebaue im Leipziger Süden ändern. Letztmalig stellt sich die Frage, wie diese Bergbauareale in besondere Landschaften transformiert werden können und wie der Wasserhaushalt wieder in einen guten Zustand gebracht werden muss. Der in Leipzig lebende Autor und Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar entfaltet hierzu in seinem jüngst erschienen Buch „Letzte Kohle. Andere Landschaften“ verschiedene Perspektiven. Besonderes Augenmerk kommt dabei beispielsweise dem Revierpark Profen zu (nur 30 Zugminuten von Leipzig entfernt), der bereits heute eine besondere Landschaft und an sich ein Zeugnis der Industriekultur darstellt.
15:00 Uhr:
Buchpräsentation: Industriekultur und Transformation
Was bleibt, wenn Industrie verschwindet – und was entsteht daraus? Im Rahmen des Lesefestes Leipzig liest, das während der Leipziger Buchmesse stattfindet, stellt der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. zwei neue Tagungsbände zur Industriekultur und Industriefotografie in Sachsen-Anhalt vor.
Mit der Präsentation der Reihe „Beiträge zur Industriekultur Sachsen-Anhalts“, die im Mitteldeutschen Verlag erscheint, widmet sich der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt einem wichtigen Thema der Geschichte Sachsen-Anhalts.
Eine Kooperationsveranstaltung des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V. mit dem Industriekultur Leipzig. e. V.
18:00 Uhr:
Buchpräsentation: Thomas Vogler „Die BBG, mein Leben“
Thomas Vogler gibt Einblicke in seine Erlebnisse in einem Betrieb der gigantischen DDR-Kombinate, dem VEB Bodenbearbeitungsgeräte (BBG) in Leipzig.
Nach dem Krieg wurde aus 1863 dem gegründeten Traditionsunternehmen Rudolf Sack der VEB Bodenbearbeitungsgeräte, der in Spitzenzeiten über 4000 Werktätige beschäftigte und seine Produkte vor allem in der DDR und anderen sozialistischen Staaten verkaufte. Der gebürtige Leipziger Thomas Vogler erlebte die BBG seit den 1970er Jahren von innen und kann deshalb aus erster Hand berichten.
Ein wertvoller Zeitzeuge ist Thomas Vogler auch für die Ereignisse der Wendezeit: Die Privatisierung der BBG, die Arbeit als Betriebsrat und später Vertriebler, die Kämpfe um Zuschüsse und gegen Entlassungen mit der Treuhand und die vielen Verhandlungen mit verschiedenen Kaufinteressenten erlebte er in erster Reihe mit.
Im Rahmen der Buchvorstellung wird auch der Film „150 Jahre Rud. Sack“ gezeigt.
Der Eintritt ist frei.
Es gibt einen Info- und Büchertisch (nur Barzahlung möglich).
Veranstaltungsort:
Vereinshaus Wasser-Stadt-Leipzig e.V., Industriestraße 72, 04229 Leipzig
Foto: Kalihalde Zielitz, (c) Julius C. Schreiner