16/10/2026
Diesmal ging es an der Grenze ganz schnell, berichtet Pfarrer Wladimir Tatarnikow. „Ganz schnell“ heißt: nur drei Stunden. Es hätten auch sechs oder sieben sein können.
Wladimir Tatarnikow ist Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde Hrodna in Belarus und betreut noch weitere kleinere Gemeinden in Minsk, Witebsk und Polazk. In Minsk seien viele junge Menschen interessiert dabei, vor allem Studierende, erzählt er. Die Evangelisch-Lutherische Kirche kann leider nicht offiziell registriert werden, weil dafür laut Gesetz eine Mindestzahl von zehn Gemeinden notwendig ist. So arbeiten die Gemeinden in einem Verbund zusammen.
Die Gemeinde in Hrodna ist die größte und hat eine eigene, historische Kirche. Hier finden viele qualitativ hochwertige Konzerte statt, was immer wieder neue Menschen mit der Kirche in Berührung bringt.
Das GAW unterstützt in diesem Jahr die diakonischen Aktivitäten der Gemeinde: In Not geratene Gemeindeglieder sowie bedürftige Familien werden vielfältig unterstützt. Auch Menschen, die mit leeren Händen vor den Kampfhandlungen aus der Ukraine geflohen sind, erhalten Starthilfe und Lebensmittelpakete. Freiwillige aus der Gemeinde arbeiten in der Suppenküche der Caritas mit. Seit einem Jahr besteht außerdem eine fruchtbare Kooperation zwischen der Gemeinde und dem Roten Kreuz in Belarus.
Wer Wladimir Tatarnikow kennenlernen und mehr über das Leben lutherischer Gemeinden in Belarus erfahren möchte, hat dazu im kommenden Jahr die Gelegenheit: Pfarrer Tatarnikow wird auf dem Evangelischen Kirchentag Gast am gemeinsamen Stand des GAW und der GEKE sein.
🗓️ Also schon jetzt vormerken: 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf!
Foto: Enno Haaks und Wladimir Vladimir Tatarnikov (Foto: GAW)