Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V.

Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V. Wir sind der Bürgerverein, der die Interessen aller Bürger in Anger-Crottendorf vertritt.

Frühjahrsputz in Anger-Crottendorf: Gemeinsam angepackt, gemeinsam etwas bewegtLeipzig-Anger-Crottendorf. Bei bestem Frü...
30/03/2026

Frühjahrsputz in Anger-Crottendorf: Gemeinsam angepackt, gemeinsam etwas bewegt

Leipzig-Anger-Crottendorf.

Bei bestem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein haben wir uns am 28. März 2026 gemeinsam mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern am Frühjahrsputz der Stadt Leipzig beteiligt. Als Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V. haben wir zusammen mit den Garagenvereinen Am Bahndamm und Krönerstraße gezeigt, was möglich ist, wenn man gemeinsam anpackt.

Mit viel Einsatz und guter Stimmung haben wir die Bereiche rund um die Garagenanlagen bis hin zur Ostwache von Müll befreit. Ausgerüstet mit Greifzangen und Müllsäcken kam dabei einiges zusammen. Besonders rund um die legale Graffitiwand wurde deutlich, wie viel Abfall sich dort angesammelt hatte – obwohl es eigentlich Möglichkeiten zur Entsorgung gibt. Hier war unser Einsatz besonders gefragt.

Auch am Trinitatisplatz haben wir kräftig mit angepackt. Dabei wurde allerdings schnell klar: Das Ausmaß der Verschmutzung sprengt das, was wir ehrenamtlich leisten können. Deshalb werden wir uns zeitnah an das Amt für Stadtgrün und Gewässer sowie an die Stadtreinigung wenden, damit dieser Bereich grundlegend und professionell gereinigt werden kann.

Was diesen Tag besonders gemacht hat, war nicht nur das sichtbare Ergebnis mit vielen gefüllten Müllsäcken, sondern vor allem das Miteinander. Überall wurde angepackt, gelacht und sich gegenseitig unterstützt. Genau das macht unseren Stadtteil aus.

Zum Abschluss haben wir den Tag gemeinsam bei Speis und Trank ausklingen lassen. In lockerer Atmosphäre wurde viel geredet – über die Geschichte von Anger-Crottendorf, über das, was uns aktuell bewegt, und über Ideen für die Zukunft.

Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren und mitgeholfen haben. Gemeinsam haben wir nicht nur aufgeräumt, sondern auch ein starkes Zeichen für unseren Stadtteil gesetzt.

Tomasz Petersohn, Vorsitzender des Bürgervereins ACtiv für Bürger e.V.

Petition - Einrichtung eines gesicherten Fußgängerüberwegs am Goerdeler Ring
21/11/2025

Petition - Einrichtung eines gesicherten Fußgängerüberwegs am Goerdeler Ring

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Mitglieder des Petitionsausschusses, sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates, sehr geehrte Damen und Herren des MTA, hiermit stellen wir gemäß den Bestimmungen zur Einreichung öffentlicher Bürgerpetitionen an die Stadt Leipzig folgende Petition....

18/11/2025

🎄 Weihnachtsabend in Anger-Crottendorf 🎄
Eine herzliche Einladung vom Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V.

Die Adventszeit steht vor der Tür – und was gibt es Schöneres, als sie gemeinsam zu beginnen?
Darum lädt der Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V. herzlich ein zum Weihnachtsabend im Innenhof der Friedrich-Dittes-Straße 13–21.

📅 Freitag, 5. Dezember 2025
🕔 ab 17:00 Uhr

Es warten Tee, Glühwein, Bratwurst und viele kleine Leckereien auf alle Gäste.
Gemeinsam wollen wir die Lichter anzünden, miteinander ins Gespräch kommen und die vorweihnachtliche Stimmung genießen.

Herzliche Einladung an jedermann!
Alle sind willkommen – ob aus Anger-Crottendorf oder von weiter her.
Wer mithelfen oder etwas beitragen möchte, ist herzlich eingeladen.
Eine Liste zum Eintragen, wer womit unterstützen kann, folgt in Kürze.

Lasst uns gemeinsam einen schönen Abend verbringen und die Adventszeit feierlich beginnen.

✨ Auf in einen schönen Advent!
Euer Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V.

Gegendarstellung: Fußgängerzone Merseburger Straße – Inszenierung statt LösungDie Stadt Leipzig erklärt die Umwandlung d...
24/06/2025

Gegendarstellung: Fußgängerzone Merseburger Straße – Inszenierung statt Lösung

Die Stadt Leipzig erklärt die Umwandlung der Merseburger Straße zur Fußgängerzone seit September 2024 zu einem Modellprojekt für mehr Lebensqualität und Aufenthaltskultur. In Wahrheit zeigt sich hier ein Muster ideologisch motivierter Stadtplanung, bei der Mitbestimmung nur behauptet, aber nicht gelebt wird – und bei der urbane Realität einer politischen Inszenierung weichen muss.

1. Scheinbeteiligung statt echter Mitbestimmung

Die sogenannte Bürgerbeteiligung bestand vor allem aus Information nach bereits gefällten Entscheidungen. Es wurde nicht gefragt, ob die Umwandlung sinnvoll ist – sondern nur, wie sie umgesetzt werden soll. Kritik oder Ablehnung hatten keinen Raum. Wer von Beteiligung spricht, aber keine Alternativen zulässt, täuscht Beteiligung nur vor. Das hat mit echter Demokratie nichts zu tun – das ist Durchregieren unter dem Deckmantel des Dialogs.

2. Sperrmüll als „Atmosphäre“

Besonders absurd wird es, wenn Sperrmüllsofas auf dem Gehweg plötzlich als Gestaltungselemente gelten sollen. Diese ausgemusterten Sitzmöbel werden im offiziellen Narrativ als Symbol für „niedrigschwellige Begegnung“ und „nachbarschaftliche Nutzung“ verklärt. In Wahrheit signalisieren sie Verwahrlosung. Wo früher ein funktionierender Straßenraum war, steht heute ein Sammelsurium aus verdreckten Polstern, illegal abgeladenem Müll und selbstgebastelten „Wohnzimmerecken“. Das ist nicht urbanes Leben, das ist schlicht asozial.

3. Die Lebensrealität wird ignoriert

Die Maßnahme erschwert den Alltag für Anwohner, Gewerbetreibende, Lieferdienste und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die angeblich gewonnene „Aufenthaltsqualität“ ist für viele ein Verlust an Funktionalität. Die Straße wird nicht belebt, sondern entleert – von Vielfalt, Bewegung und Nutzbarkeit. Stattdessen entsteht ein inszenierter Stadtraum, der vor allem jenen gefällt, die selbst nicht auf seine praktische Nutzbarkeit angewiesen sind.

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Fazit: Die schöne Fassade bröckelt

Was als Vorzeigeprojekt präsentiert wird, entpuppt sich als ideologisch getriebene Stadtinszenierung. Bürger wurden nicht beteiligt, sondern informiert. Der öffentliche Raum wird nicht aufgewertet, sondern funktional entwertet. Und das Sperrmüllsofa als Symbol für „neue Urbanität“ ist kein Zeichen von Kreativität – sondern von einer Stadtpolitik, die den Sinn für Alltag, Verantwortung und echte Lebensqualität verloren hat.

🌼 Rückblick auf das 1. Holunderblütenfest in Anger-CrottendorfEin Tag im Schatten der Bäume – mit Saft, Bratwurst und ri...
16/06/2025

🌼 Rückblick auf das 1. Holunderblütenfest in Anger-Crottendorf
Ein Tag im Schatten der Bäume – mit Saft, Bratwurst und richtig guten Gesprächen

Was braucht es für ein gelungenes Fest? Sonne, kalten Holunderblütensaft mit Eiswürfeln, ein paar Kuchenplatten, eine Grillzange – und vor allem: Menschen, die Lust haben, sich zu begegnen. Genau das hatten wir am 14. Juni 2025 auf dem Trinitatisplatz.

Zum allerersten Holunderblütenfest hatte der Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V. eingeladen – und es wurde richtig schön. Es war warm, aber die Bäume spendeten Schatten (Sonnenschirme: null, Naturdächer: hundert Prozent). Zwischen den Stämmen tummelte sich alles, was Anger-Crottendorf ausmacht: altbekannte Gesichter, neue Nachbarinnen und Nachbarn, neugierige Kinder und entspannt plaudernde Erwachsene.

Es wurde geschnattert, genippt, geschmatzt, gelacht. Kalter Holunderblütensaft mit Eiswürfeln sorgte für Erfrischung, Kuchen für Energie, Bratwurst für gute Laune – und die Gespräche? Die waren das Beste. Man unterhielt sich über alles Mögliche: das Viertel, den Sommer, Wünsche, Ideen und was man gemeinsam besser machen könnte.

Besonders schön: Viele kamen mit uns vom Bürgerverein ins Gespräch. Ganz unkompliziert, zwischen Kuchengabel und Saftglas. Wir haben zugehört, diskutiert, notiert – und gemerkt, wie viel Potenzial in solchen Begegnungen steckt.

Das Holunderblütenfest war kein lautes Spektakel, sondern ein echtes Miteinander. Ein kleiner, feiner Nachmittag, der gezeigt hat: Anger-Crottendorf hat Lust auf Gemeinschaft. Und auf Holunder.

Wir sagen Danke an alle, die da waren, mitgeholfen haben oder einfach so vorbeigeschlendert sind. Das war erst der Anfang – Fortsetzung folgt!

Mit besten Grüßen und einem freundlichen „Bis bald!“
Euer Bürgerverein ACtiv für Bürger e.V.

13/06/2025
„Mobilitätswende zum Anfassen“ – Leipzig liefert das LehrstückVon Tomasz PetersohnWer immer noch glaubt, die Mobilitätsw...
29/05/2025

„Mobilitätswende zum Anfassen“ – Leipzig liefert das Lehrstück

Von Tomasz Petersohn

Wer immer noch glaubt, die Mobilitätswende sei ein durchdachtes Konzept mit realem Anspruch auf Alltagstauglichkeit, dem sei ein Kurztrip nach Leipzig empfohlen – idealerweise rund um ein Großereignis wie das Internationale Deutsche Turnfest. Denn dort zeigt sich: Theorie und Realität führen eine Fernbeziehung. Und zwar eine sehr wackelige.

Meine Familie und ich wollten an diesem Feiertag nichts weiter als eine umweltbewusste Reise nach Berlin unternehmen. Kein Auto, kein CO₂ – ganz im Sinne der Zeit. Also zu Fuß zur Haltestelle, rein in den Bus, dann weiter mit dem Zug. Klingt gut? Dachten wir auch. Bis der Bus kam – oder besser gesagt: eine fahrende Sardinenbüchse. Türen, die sich nur mit Körpereinsatz schließen ließen. Menschen, die sich gegenseitig stützten, weil Stehen einfacher war als Umfallen. Ich musste laut und deutlich wie ein Mannschaftscoach eingreifen, damit die Türen überhaupt zu gingen. Der Fahrer war dankbar – und schloss sofort endgültig: keine weiteren Stopps. Die wartenden Menschen an den nächsten Haltestellen? Koffer, Kinderwagen, vergebene Hoffnung. So geht Klimaschutz – allerdings nur für die, die schon drin sind.

Natürlich war das kein Einzelfall – sondern eher gelebter Normalzustand. Denn: Feiertag bedeutet in Leipzig weiterhin „Sparmodus“. Da helfen auch die paar Zusatzfahrten der Linie 16 wenig, wenn der Rest des Systems keuchend zusammenbricht.

Und während wir uns durch einen Tag voller Geduld und Gedränge hangelten, passiert im Hintergrund, was niemand merkt – oder besser: nicht merken soll. Da wird die S-Bahn-Linie S10 klammheimlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 eingestellt. Man kann ja schlecht von Verkehrswende reden, wenn man gleichzeitig den Takt wegrationalisiert. Ursprünglich sollte sie Leipzig-Grünau entlasten, doch zuletzt fielen knapp 50 % der Fahrten aus. Die Reaktion? Nicht mehr Einsatz, sondern komplette Streichung. Warum auch nicht – weniger Angebot heißt schließlich auch weniger Ausfall.

Und dann wäre da noch der Regionalexpress RE6 – die gefühlt unendliche Geschichte zwischen Leipzig und Chemnitz. Eingleisig, nicht elektrifiziert, unpünktlich, oft ersetzt durch Bus oder gar nichts. Die neuen Akkuzüge? Verzögert. Die Ersatzgarnituren? Undicht, abgasgeschwängert – der vordere Waggon wurde vom Eisenbahn-Bundesamt kurzerhand für Menschen gesperrt. Wenigstens die Luft war ehrlich. Im März 2025 fiel jeder dritte Zug aus. Und ja: Die Elektrifizierung ist weiter verschoben. Vielleicht bis zur Rente – falls man dann noch fährt.

All das geschieht, während die großen Plakate weiter von Fortschritt erzählen. ICE-Strecken wie Leipzig–Frankfurt? Reduziert. Dafür wächst das Angebot von Fernbussen – ironischerweise das, was man eigentlich zurückdrängen wollte. Die Verkehrswende gleicht einem Theaterstück, in dem man zwar den Text kennt, aber niemand die Bühne vorbereitet hat.

Die große Idee, mit Bus und Bahn das Klima zu retten, scheitert daran, dass Bus und Bahn nicht kommen – oder zu voll, zu kaputt oder gar nicht fahren. Der Anspruch bleibt an der Haltestelle stehen.

Das Turnfest in Leipzig hat das unfreiwillig deutlich gemacht: Bewegung ist wichtig – vor allem, wenn man läuft, weil der Bus vorbeifährt.

Tomasz Petersohn

Danke von Herzen – für Suppe, Gemeinschaft und gute GesprächeBevor ich euch vom gestrigen 1. Historischen Rundgang erzäh...
26/05/2025

Danke von Herzen – für Suppe, Gemeinschaft und gute Gespräche

Bevor ich euch vom gestrigen 1. Historischen Rundgang erzähle, muss eins ganz klar gesagt werden: Ein riesengroßes Dankeschön an alle helfenden Hände, die diesen Tag so besonders gemacht haben!

Christine, Robert, Kerstin und Viola – ihr habt geschält, was das Zeug hält. Kartoffeln, Möhren, Berge davon! Dank euch konnten die Suppentöpfe überhaupt erst in Fahrt kommen. Ganz großes Kino!

Dann wurde gekocht: Kerstin hat bei sich eine wunderbare vegane Suppe gezaubert – mit ganz viel Liebe, versteht sich. Daniel und ich haben parallel die herzhafte Variante aufgesetzt, auch mit ordentlich Einsatz und vollem Bauchgefühl.

Ein extra Dankeschön geht an Katrin und erneut an Kerstin, die später mit Löffel und einem Lächeln die Suppe an unsere Gäste verteilt haben. Schnell waren die Schüsseln leer, aber dafür die Herzen voll.

Und dann dieser Abend: draußen zusammen am Tisch, Suppendampf in der Luft, Gespräche im Kreis, ein Lachen hier, ein Nicken da. Genau solche Momente zeigen: Es braucht nicht viel – manchmal reicht eine einfache Suppe, mit Liebe gekocht, um Menschen zusammenzubringen und dem Stadtteil ein bisschen mehr Wärme zu schenken.

Herzlichen Dank - Tomasz

18/05/2025

Betreff: Gemeinsam weiter wachsen – ein starkes Zeichen für unseren Stadtteil!

Liebe Mitglieder, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von ACtiv für Bürger e.V.,

seit der Gründung unseres Vereins haben wir uns nicht nur großen Herausforderungen gestellt, sondern vor allem auch gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen sich mit Herz und Überzeugung für ihren Stadtteil engagieren.

Unser Einsatz für Anger-Crottendorf ist sichtbar, spürbar – und vor allem: wirksam. Auch wenn es gelegentlich Kritik oder Missverständnisse gab, haben wir nie den Mut verloren. Im Gegenteil: Solche Situationen haben uns näher zusammengebracht, unseren Zusammenhalt gestärkt und gezeigt, dass wir für eine offene, vielfältige und lebendige Nachbarschaft stehen.

Wir kennen Anger-Crottendorf – mit all seiner Geschichte, den Menschen, den Veränderungen. Wir sind ein Verein für alle, die diesen Stadtteil lieben, mitgestalten und weiterentwickeln wollen. Und wir tun das mit Respekt, Verantwortung und dem festen Willen, Gemeinschaft zu fördern statt Gräben zu ziehen.

Am Samstag, den 17. Mai 2025, haben wir unseren neuen, bereits dritten Vorstand gewählt. Gleichzeitig haben sich viele Mitglieder bereit erklärt, neue Aufgaben zu übernehmen. Das ist ein starkes Zeichen: Wir wachsen – nicht nur an Zahl, sondern auch an Engagement, Ideen und Energie!

Unser neuer Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Tomasz Petersohn

Stellvertretender Vorsitzender: Sebastian Geisler

Kassenwartin: Katrin John

Beisitzer: Olaf Rühlig und Steffen Brabnik

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich im Vorstand, im erweiterten Team und bei unseren Projekten einbringen – und ein besonderes Dankeschön an Ulla für ihren unermüdlichen Einsatz!

Mit frischem Schwung wollen wir die Geschichte unseres Stadtteils lebendig halten, neue Chancen nutzen und mit kreativen Ideen überraschen. Es gibt viel zu tun – und wir freuen uns auf alles, was wir gemeinsam bewegen werden.

Danke für Euren Rückhalt, Euren Einsatz und Eure Begeisterung.
Lasst uns gemeinsam weiter ACtiv sein – für unseren Stadtteil, für unsere Nachbarschaft, für ein gutes Miteinander!

Mit herzlichen Grüßen
Tomasz Petersohn
Vorsitzender, ACtiv für Bürger e.V.

11/05/2025

Morgenstern über Anger-Crottendorf – Wenn Grundschulen zu Sternwarten werden

Mitten im bunten Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf steht sie: eine Grundschule, die seit über vierzig Jahren darauf wartet, *einen richtigen Namen* zu bekommen. Erbaut im Jahr 1981, trägt sie bis heute den spröden Titel „ *74. Grundschule* “ – eine Bezeichnung, die klingt wie ein Ersatzteil im städtischen Bildungskatalog. Kein Name, kein Bezug, kein Glanz – nur eine Zahl, als wäre sie das Ergebnis eines Verwaltungswürfels. Und nun, nach all den Jahren, nach Sanierung, Standortwechsel und frischer Fassade, stellt sich endlich die Frage: *Wie soll dieses Kind denn nun heißen?*

Die Adresse hat sich schon verändert: Früher lag der Haupteingang an der *Friedrich-Dittes-Straße*, heute ist es die *Stünzer Straße* – ein kleiner Umzug, der große Auswirkungen haben könnte. Denn wer ein Herz für Ort, Geschichte und Bildung hat, denkt natürlich: *Wie wäre es mit Friedrich Dittes?* Ein Pädagoge mit Leib, Seele und Leipzigbezug – man möchte fast sagen: ein Volltreffer im Schulnamen-Bingo!

Doch weit gefehlt. Statt sich dem naheliegenden, lokalhistorisch sinnvollen Vorschlag zu nähern, *driftete die Diskussion in höhere Sphären ab.* Genauer gesagt: in den Kosmos. Dort leuchten nicht nur Sterne, sondern auch Verse – und siehe da, plötzlich schwebte Christian Morgenstern als Namenspatron durch die Reihen. Gedichte wurden rezitiert, Damen in wallenden Kleidern trugen Traumsequenzen vor, man schwärmte von Sternen, Sinnsprüchen und sprach von der „magischen Aura“ des Namens.

*Was niemand zu fragen wagte – oder wissen wollte:* Wer war Christian Morgenstern wirklich? Die allermeisten kennen ihn durch harmlose, skurrile Reime wie das „Galgenlied“ oder das „ästhetische Wiesel“. Doch hinter dieser verspielten Fassade verbirgt sich eine Seite, die heute durchaus Anlass zur Diskussion geben sollte. In seinen Tagebuchnotizen und Briefen finden sich Aussagen, die antisemitische Denkmuster offenlegen – von stereotypen Zuschreibungen bis zu abwertender Sprache. Er war kein politischer Hetzer – das nicht –, aber auch kein unbeteiligter Träumer. Morgenstern bewegte sich in einer bürgerlichen Kultur, in *der kultureller Antisemitismus salonfähig war* – und schwieg nicht, sondern schrieb mit.

Doch ausgerechnet *Die Linke, die SPD und Bündnis 90/Die Grünen* im Stadtbezirksbeirat Leipzig-Ost zeigten sich davon unbeeindruckt – oder schlicht uninformiert. Statt sich von der Realität Morgensterns irritieren zu lassen, entschied man sich für das Bild des funkelnden Dichters, das schön in bunte Bildungsflyer passt. *Die pädagogische Verantwortung blieb dabei auf der Strecke.*

Währenddessen liegt Friedrich Dittes mit verschränkten Armen in der Geschichte und fragt sich leise, wie es passieren konnte, dass man ihm die Schule vor der Nase wegsaniert, die Straße umbenennt und nun auch noch seinen Namen verbannt. Pädagogik? Bezug zum Stadtteil? Bodenhaftung? Wie langweilig! Die Kinder sollen lieber träumen – sagen SPD, Linke und Grüne – und Sterne malen. Vielleicht auch tanzen. Aber bloß nicht zu viel nachdenken.

Denn wer nachdenkt, kommt schnell zu dem Schluss: *Ein Schulname ist kein Wunschzettel.* Er ist ein Stück Identität. Und ja – ein Statement. Und vielleicht ist es auch ein Zeichen unserer Zeit, wenn Bildungspolitik lieber auf poetische Eskapaden setzt als auf historische Verantwortung.

Wer also durch Anger-Crottendorf läuft, dem fällt vielleicht bald ein neues Schild auf: *Christian-Morgenstern-Schule.* Und vielleicht auch ein paar leise Zweifel. Denn hinter der Fassade eines hübschen Namens steht manchmal mehr Poesie als Realität. Und manchmal eben auch weniger Gewissen, als es Kindern gut täte.

Tomasz Petersohn

09/05/2025

Zwei Bäume, eine Stimme – und die große Frage: Ideologie oder einfach nur schlecht gepflanzt?

Tomasz Petersohn

Manche politischen Entscheidungen wachsen nicht in den Himmel – manche wachsen nicht einmal vernünftig in die Höhe. In Leipzigs Anger-Crottendorf steht ein junger Baum – na ja, stand er zumindest euphorisch, bevor er bemerkte, dass sein Platz direkt unter einem stattlichen Nussbaum liegt. Sonnenschein? Nur, wenn der große Bruder gnädig ist. Platz zum Entfalten? Fehlanzeige.

Doch wo Natur an ihre Grenzen stößt, beginnt das Hoheitsgebiet der Lokalpolitik. Also wandte ich mich – als Vorsitzender des Bürgervereins ACtiv für Bürger e.V. und Stadtbezirksbeirat – mit einem Antrag an die Stadtverwaltung: Ob man dem kleinen Baum helfen könne. Ein bisschen Licht, ein bisschen Raum – keine Revolution, nur ein bisschen Vernunft.

Der Antrag wurde diskutiert. Zustimmung? Mehrheitlich ja. Doch eine einzelne Gegenstimme sorgte für besonderes Stirnrunzeln – und ein leichtes Kopfschütteln: Ein Stadtbezirksbeirat der Partei Die Linke, bekannt für ihr ökologisches Herz und ihre Liebe zum Stadtgrün, stimmte gegen die Weiterleitung des Antrags.

Nun stellt sich die Frage: Was wiegt schwerer – ein Baum oder eine Parteilinie? Ging es um die Wurzel des Problems – oder darum, dass der Antrag von einem bürgernahen Verein kam? Man weiß es nicht. Vielleicht war der junge Baum zu kapitalistisch gewachsen. Oder zu individuell. Oder er war einfach nicht links genug gewinkelt.

In jedem Fall bleibt ein schattiges Bild zurück – wortwörtlich. Während zwei Bäume um Sonnenlicht kämpfen, ringt die Lokalpolitik offenbar mit der Frage, ob Hilfe für einen Baum auch ideologisch korrekt ist.

Ein Vorschlag zur Güte: Vielleicht laden wir den jungen Baum einfach zur nächsten Beiratssitzung ein. Als stillen Beobachter – oder als Symbol dafür, dass Vernunft manchmal ganz leise wächst.

03/05/2025

Hallo zusammen,

nach dem Historischen Rundgang wollen Kochmeister Daniel und ich gemeinsam mit euch den Tag genussvoll ausklingen lassen – mit einer duftenden, selbstgemachten Kartoffelsuppe auf dem Hof der FD!
Doch bevor der Suppentopf brodelt und der Löffel schwingt, brauchen wir noch ein paar fleißige Helferinnen und Helfer fürs Kartoffelschälen.
Also: Wer hat Lust, mit uns zu schnippeln, zu lachen und später gemeinsam zu schlemmen?
Wir freuen uns riesig auf euch und ein köstliches Miteinander!

Tomasz

Adresse

Gregor-Fuchs-Straße 15
Leipzig
04318

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