Betriebskampf

Betriebskampf Wir sind ein Kollektiv von klassenkämpferischen AktivistInnen aus verschiedenen Betrieben und politischen Organisationen.

Wir arbeiten selber in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft und ebenso zu sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Aufruf von Azubis für den Schulstreik gegen Wehrpflicht! Am 8. Mai alle aus den Berufsschulen auf die Straße!
05/05/2026

Aufruf von Azubis für den Schulstreik gegen Wehrpflicht! Am 8. Mai alle aus den Berufsschulen auf die Straße!

Unsere Stellungnahme zu den Ausschlussversuchen des   gegen uns und andere Organisationen auf dem    in
14/04/2026

Unsere Stellungnahme zu den Ausschlussversuchen des gegen uns und andere Organisationen auf dem in

Kommt zu unseren Veranstaltungen zu 20 Jahren AEG Streik dieses Wochenende!
09/04/2026

Kommt zu unseren Veranstaltungen zu 20 Jahren AEG Streik dieses Wochenende!

1. Mai: Streiken! Gegen Sozialabbau und MilitarisierungDie jungen und alten Leser:innen dieses Aufrufs werden sicherlich...
05/04/2026

1. Mai: Streiken! Gegen Sozialabbau und Militarisierung

Die jungen und alten Leser:innen dieses Aufrufs werden sicherlich schnell feststellen, dass es schwierig ist, an dieser Stelle mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. Zu schwierig und zu komplex erscheint die Lage auf der Welt, als dass wir in Frieden und Wohlstand leben könnten. Doch es stellt sich auch die Frage, ob es diesen Aufruf überhaupt geben würde, wenn wir der Meinung wären, dass wir uns der aktuellen Lage einfach ausliefern müssten.

Schauen wir uns die Wahlergebnisse an, haben wir das Gefühl, der Faschismus stehe vor der Tür. Schalten wir die Tagesschau ein, überkommt uns die Angst, morgen selbst in einen Krieg eingezogen zu werden. Blicken wir auf die Benzinpreise an der Tankstelle, überfällt uns die Ohnmacht, dass wir uns die Mieten bald nicht mehr leisten können. Das Gleiche gilt beim Blick auf den Lohnzettel und den Gedanken, dass doch gerade erst Tarifverhandlungen stattgefunden haben.

Wir haben die Schnauze voll!

Ständig sehen wir uns mit Krieg, Krise und Sozialabbau konfrontiert. Unser Nervenkostüm ist mittlerweile stark strapaziert. Medien, Politiker:innen und Kapitalist:innen setzen uns fast täglich unter Druck. Doch ein strapazierfähiges Nervenkostüm reicht für die kommenden Angriffe bei weitem nicht mehr aus, denn die Kapitalist:innen quetschen uns weiterhin jeden Cent aus der Tasche, um ihre Profite im Angesicht neuer Kriege abzusichern. Darum starten Kapital und Staat derzeit einen Großangriff auf unsere Klasse: Reallohnsenkungen durch magere Tarifabschlüsse und Sozialreformen, die uns ärmer machen. Gleichzeitig sollen wir mehr arbeiten. Und was machen wir? Wir sollten uns schon jetzt darauf vorbereiten.

Für uns als Betriebsaktivist:innen bedeutet das, dass wir eine noch akribischere und unversöhnlichere betriebliche Arbeit leisten müssen. Die Konzentration auf den bundesweiten Aufbau von Betriebsgruppen – egal wie klein oder groß die Betriebe sind – sowie die Schaffung eines Bewusstseins für die eigenen Kräfte sind notwendig. Wir müssen das Stellvertretertum hinter uns lassen – sei es durch Parteien im Parlament oder durch Gewerkschaften der Sozialpartnerschaft. Es gilt, sich auf unsere altbekannte Stärke zu besinnen: Wir, die Arbeiter:innen, können das Zahnrad zum Stillstand bringen.

Dabei reicht es jedoch nicht, den Sozialabbau und die Kriegsvorbereitungen lediglich aufzuhalten. Wir blicken optimistisch in eine sozialistische Zukunft – eine Gesellschaft ohne Krieg und Armut, in der wir Arbeiter:innen ohne Kapitalist:innen selbst entscheiden, was wir für unseren Wohlstand brauchen.

Für die kommenden Jahre soll das Wort „Streik“ deshalb nicht nur eine tarifpolitische Floskel sein, sondern eine politische Kampfansage für den Sozialismus. Diesen Streik gilt es zu organisieren und zu erkämpfen. Der internationale Tag der Arbeiter:innenklasse – der 1. Mai – ist der Startschuss.

Auf zu neuen Taten!

Tarifverhandlungen der Chemie: Kapitalismus im Endstadium?Steigende Preise, Energiekrise und wirtschaftliche Unsicherhei...
02/04/2026

Tarifverhandlungen der Chemie: Kapitalismus im Endstadium?

Steigende Preise, Energiekrise und wirtschaftliche Unsicherheit bestimmen die Lage in der Chemieindustrie. Doch statt die Belastungen abzufedern, zeigt der aktuelle Tarifabschluss vor allem eines: Die Kosten der Krise werden nicht nur weitergegeben, sondern noch stärker auf die Kolleg:innen abgewälzt. Während Unternehmen sich absichern, sollen Beschäftigte Reallohnverluste hinnehmen und sogar selbst zur „Beschäftigungssicherung“ beitragen.

Energiekrise und ihre Folgen für die Industrie

Kurz vor Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 explodierten die Gaspreise. Der Ukraine-Krieg tat dann sein Übriges dazu und führte spätestens nach dem Sabotageakt an der NordStream-Pipeline zum Stopp der günstigen Gaslieferung aus Russland nach Deutschland. Der deutsche Imperialismus, damals noch unter der Führung der Ampelregierung, baute den deutschen Energiesektor komplett um: die dezentrale Energieversorgung mit Strom sollte die Zukunft einleiten. Seitdem bringen schwere Öltanker aus den USA das gefrackte Gas nach Deutschland und versorgen Menschen und Industrie.

Gas ist eines der Hauptenergiequellen der deutschen Industrie. Egal ob Bayer in Leverkusen oder BASF in Schwarzheide. Chemische Reaktionen und deren Endprodukte entstehen durch energetische Einwirkungen. Doch was genau passiert eigentlich, wenn die Energiepreise, die diese Reaktionen hervorrufen so teuer sind, dass das Kapital eigentlich kein Interesse mehr daran hat in Deutschland weiterzuproduzieren und gleichzeitig Tarifverhandlungen an der Tagesordnung sind?

Kai-Uwe Hemmerich saß in der IGBCE-Tarifkommission und beschrieb nach dem zweiten Verhandlungstag die Situation wie folgt: „Ich bin maximal sauer […] Ich glaube, die Arbeitgeber haben nicht verstanden, worum es hier geht. Wir können doch keinen Kaufkraftverlust vereinbaren für die Leute. Das geht nicht, wir sind eine Gewerkschaft. Das müssen doch auch die Arbeitgeber verstehen.“

Nach der dritten Verhandlungsrunde erfolgt dann der Durchbruch, ohne dass eine Minute überhaupt gestreikt wurde. Die Zeitungen titeln, dass es mehr Geld für Beschäftigte der Pharma- und Chemiefirmen gibt. Insgesamt 4,5% Gehaltserhöhung auf eine Laufzeit für 27 Monate in zwei Schritten. Dabei haben die „Arbeitgeber“ am Ende wohl doch verstanden worum es geht: Die IGBCE ist eine Gewerkschaft die sogar ohne Streik Reallohnverluste abschließt. Auch wenn ihr Vorsitzender Michael Vassiliadis behauptet: „Für diesen Krisen-Abschluss sind wir bis an die Schmerzgrenze gegangen.“

Mehr Flexibilität fürs Kapital unter dem Vorwand der Beschäftigungssicherung

Laufzeiten von 27 Monaten sind inzwischen zum Standard bei Tarifabschlüssen geworden – etwa auch bei TG Energie (29 Monate), TV-L (27 Monate) oder TV-N (aktuell mit Verhandlungen bis Ende 2029). Dieser Trend bedeutet vor allem eines: langfristige Festschreibungen unter hochgradig unsicheren Bedingungen. In einer Welt, die von geopolitischen Krisen, instabiler Energieversorgung und möglichen neuen Inflationsschüben geprägt ist, binden solche langen Laufzeiten die Kolleg:innen an Abschlüsse, die schon nach kurzer Zeit real an Wert verlieren können. Statt Sicherheit schaffen sie damit vor allem eines – Planbarkeit für die Unternehmen auf Kosten der Kaufkraft der Beschäftigten.

Doch der Abschluss der Chemiebranche hat noch eine weitere, brisante Komponente. Immer wieder fällt im Vertrag das Stichwort „Beschäftigungssicherung“ im Zusammenhang mit vorgesehenen 300 Euro. Gemeint ist damit ein Fonds, in den die Konzerne einzahlen sollen, anstatt das Geld in die Erhöhung der Gehälter zu investieren, um „Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen“ zu finanzieren. Dabei geht es aber vor allem um „Standortsicherung“ und das Bezahlen von Umschulungen, also Instrumente welche vor allem den Kapitalist:innen mehr Flexibilität geben. Neu ist dieses Instrument allerdings nicht: Bereits seit 2010 existiert das Modell unter dem Namen „Demografiefonds“ in der Branche. Mit ausbleibenden Lohnerhöhungen zahlen die Kolleg:innen also für den Arbeitsplatzerhalt ihrer Kolleg:innen – insgesamt 600€ pro Kopf in der kommenden Laufzeit.

Als Betriebskampf können wir nicht tatenlos zusehen, wenn unsere Kolleg:innen für die Profite der Konzerne bluten sollen. Wir können nicht zusehen, wenn unsere Kolleg:innen in Zeiten von Kriegen und Krisen auch noch selber zahlen sollen. Denn egal ob Dow , BASF oder Bayer für eure Krisen sind wir nicht verantwortlich!

Reallohnverlust ohne Arbeitskampf: GDL lässt DB-Kolleg:innen alleineIn der Nacht vom 26. auf den 27. Februar beendeten d...
02/03/2026

Reallohnverlust ohne Arbeitskampf: GDL lässt DB-Kolleg:innen alleine

In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar beendeten die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn (DB) ihre aktuellen Tarifverhandlungen. Damit ist klar, der Abschluss steht. Arbeitskampfmaßnahmen oder gar wird es nicht geben.

In den insgesamt zweimonatigen Verhandlungen, bzw. 14 Verhandlungstagen einigten sich GDL und DB auf folgende Eckpunkte: je 2,5% mehr Gehalt zum 01. August 2026 und 2027; Anpassung in der Entgeltstruktur, z.B. Einführung einer neuen 8. Entgeltstufe, nach 35 Jahren Berufserfahrung; 700 € Einmalzahlung; Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des (TEG); 24 Monate Laufzeit.

Tarifeinheitsgesetz spielt Kolleg:innen untereinander aus

Während DB und GDL sich für Ihre „Einigung am Verhandlungstisch“ (Mario Reiß, GDL) feiern, können wir als Kolleg:innen nur nüchtern auf das Ergebnis schauen. Zwar sind die Erfolge zur Handhabung des TEG eine direkte Verbesserung in der Tarifanwendung für die Kolleg:innen, aber handelt es sich dabei um die reine Abwehr der Beschneidung gewerkschaftlicher Rechte. Die DB nutzt das Gesetz, um die tariffähigen Gewerkschaften in ihren Betrieben, GDL und Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gegeneinander auszuspielen und die Belegschaft zu spalten. Seit Einführung des TEG im Juli 2015 sorgte es für die Beschneidung tariflicher Rechte von Kolleg:innen in Betrieben der DB, welche keine offizielle gewerkschaftliche Mehrheit haben, da nur das Tarifwerk der „Mehrheitsgewerkschaft“ Anwendung fand. Bis heute gibt es jedoch kein Verfahren diese Mehrheit festzustellen. Das führte z.B. dazu, dass die GDL-Kolleg:innen in „EVG Betrieben“ von ihren Tarifverhandlungen bisher nichts oder nur wenig hatten. Dieser Abwehrkampf wäre ohne den Eingriff seitens des Staates mit Verabschiedung des TEG gar nicht nötig gewesen und zeigt, dass Staat und Konzerne beim von oben Hand in Hand arbeiten.

Die GDL hat sich den Zahn ziehen lassen

Bei den restlichen Ergebnissen bleibt die GDL hinter ihren Möglichkeiten zurück und verkennt ihre eigene Kampfkraft. Laut GDL stärkt der Abschluss den Kernbetrieb Eisenbahn und „hebt die materielle Grundlage zahlreicher Berufsgruppen auf ein neues Niveau“ . Klar ist, die 2,5% Gehaltserhöhung liegen derzeit nur geringfügig über der Inflationsrate von 2,1% im Januar 2026 und gilt aber für die kommenden 2 Jahre.

Unklar ist hingegen auch noch wie die Anpassung der Entgeltstruktur aussieht, welche Kolleg:innen in den Genuss der 700€ Einmalzahlung kommen und inwiefern die neue 8. Entgeltstufe an die Betriebszugehörigkeit gekoppelt ist.

Gerade in Zeiten, in denen beim Tochterunternehmen der DB, der DB Cargo, wieder von massiven Stellenstreichungen gesprochen wird, Fachkräftemangel im Eisenbahnbereich seit Jahren gängiges Thema ist, die DB bei Schichtzulagen am unteren Ende steht und die Arbeitsbelastung tendenziell weiter zunimmt, bieten sich einige Ansatzpunkte stärkeren Druck auf die Geschäftsführung auszuüben. In der Vergangenheit haben wir Kolleg:innen bei der DB zudem unter Beweis gestellt, dass wir auch trotz persönlicher Einbußen und gesellschaftlicher Ächtung bereit sind unsere Forderungen durchzusetzen und Arbeitskämpfe erfolgreich zu führen.

Als fader Beigeschmack bleibt, dass sich hier ein falscher Frieden erkauft wurde. „Für uns war wichtig, dass wir am Ende eine Befriedung ohne Streiks hinkriegen“ äußert sich DB-Personalchef Seiler und er hat damit die Konzerninteressen ohne viel Reibung durchgesetzt bekommen. Mit der Laufzeit von 24 Monaten wurde zusätzlich noch eine dreimonatige Verhandlungsphase ausgehandelt. Somit gibt es eine Friedenspflicht bis zum 31. März 2028 und bis dahin verzichtet die GDL auf weitere Maßnahmen, sowie Nachbesserungen.

Logistik rückt ins Feld des Klassenkampfes

Was wir an diesen Tarifverhandlungen sehen, ist dass wirkliche materielle Verbesserungen für uns Beschäftigte dem Abwehrkampf ums TEG geopfert wurden, ohne wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Im Zuge der voranschreitenden Militarisierung und Aufrüstung im Zusammenhang mit der aktuellen Krise des Kapitals müssen wir solche Entwicklungen wachsam beobachten und dagegen kämpfen. Sowohl schwere Wirtschaftsgüter wie Eisenerz oder Kohle, sowie auch Kriegsmaterial werden vorrangig über die Schiene transportiert. Millionen von Arbeiter:innen pendeln täglich mit S-Bahn und Regio zur Arbeit. Die Eisenbahn ist eine der zentralen Adern mit denen dieser Staat am Leben gehalten wird und ohne die Kolleg:innen im operativen Bereich, ohne diesen Teil der Klasse, läuft nichts. Diese Macht spiegelt sich im aktuellen Tarifergebnis der GDL nicht wieder.

Als Betriebskampf stehen wir solidarisch an der Seite unserer Kolleg:innen bei der Eisenbahn. Die Angriffe auf die Klasse werden sich weiter zuspitzen und wir können, ob bei der Bahn oder in anderen Tarifkämpfen, ein Einknicken der etablierten Gewerkschaften sehen, sowohl bei der GDL, als auch den DGB-Gewerkschaften. Wenn es um die Verbesserung unserer Lebensbedingungen geht oder darum die Vorbereitungen eines neuen Krieges zu verhindern, müssen wir als Klasse zusammen kämpfen. Wir dürfen uns nicht auf „Nieten in Nadelstreifen“ verlassen.

Internationaler Streiktag: Die Häfen arbeiten nicht für den Krieg!Vom Baskenland bis nach Griechenland, von Deutschland ...
06/02/2026

Internationaler Streiktag: Die Häfen arbeiten nicht für den Krieg!

Vom Baskenland bis nach Griechenland, von Deutschland über Frankreich, Marokko, Italien und die Türkei bis hin zu den USA und Kolumbien erheben Hafenarbeiter:innen heute gemeinsam ihre Stimmen, protestieren und legen die Arbeit nieder. Sie setzen ein unübersehbares Zeichen: Unsere Häfen sind keine Drehscheiben für Krieg, Aufrüstung und Zerstörung.

Was heute geschieht, ist mehr als ein symbolischer Protest – es ist ein internationaler Schulterschluss gegen Militarisierung, Ausbeutung und soziale Angriffe. Gewerkschaften wie Enedep (Griechenland), LAB (Baskenland), Liman-Is (Türkei), ODT (Marokko) und USB (Italien) organisieren in 21 Häfen Streiks und Demonstrationen. Sie kämpfen für Häfen als Orte des Friedens – gegen die Aufrüstungspläne der EU und gegen eine Politik, die Profite über Menschenleben stellt.

Doch dieser Kampf ist auch ein sozialer Kampf. Während Milliarden in Waffen fließen, werden Löhne gedrückt, und Arbeits- sowie Gesundheitsschutz untergraben. Hafenprivatisierungen und Automatisierung werden genutzt, um Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und Beschäftigte gegeneinander auszuspielen. Dagegen stellen sich die Kolleg:innen heute entschlossen.

Die Forderung ist klar: Keine Beteiligung an Kriegen – weder direkt noch über die Lieferung von Waffen. Kriege werden eben nicht nur an Frontlinien geführt, sondern auch im Hinterland. Dort werden durch die notwendige Logistik und Kampfmittel erst möglich gemacht. Deshalb gilt auch: Wer die Häfen kontrolliert, kann Kriegsmaschinerien stoppen. Deshalb fordern die streikenden Arbeiter:innen auch ein Handelsembargo gegen Israel, um das fortgesetzte Töten in Palästina zu beenden.

Als Betriebskampf begrüßen wir diesen internationalen Zusammenschluss ausdrücklich. Der heutige Tag zeigt, was möglich ist, wenn Arbeiter:innen Grenzen überwinden und gemeinsam handeln. Internationale Solidarität ist keine Parole – sie ist unsere stärkste Waffe gegen Krieg, Sozialabbau und Unterdrückung.

Kommt am 29.01. zu unserer Veranstaltung in Nürnberg!
20/01/2026

Kommt am 29.01. zu unserer Veranstaltung in Nürnberg!

13/01/2026

Wir waren heute beim TV-L Streik in Leipzig. Lasst uns die Tarifrunde politisieren. Gegen Militarisierung auf unsere Kosten!

Keine Chance für die Nachtschhicht!Wie man den Chef nach den ersten 5 Minuten der Abteilungsbesprechung zur Weißglut tre...
29/12/2025

Keine Chance für die Nachtschhicht!

Wie man den Chef nach den ersten 5 Minuten der Abteilungsbesprechung zur Weißglut treiben kann und dadurch erfolgreich die Einführung einer Nachtschicht abwenden kann? Das zeigen kämpferische Kolleg:innen in den Wartungshallen eines süddeutschen Bahnunternehmens in einer Branche die ebenfalls von Stellenabbau und Erhöhung der Arbeitshetzte betroffen ist.

Abteilungsversammlung wird zum Desaster

Früh- und Spätschicht wurden zum Schichtwechsel zur Abteilungsversammlung einberufen. Der Chef höchstpersönlich hatte eine Präsentation über die geplante Einführung einer Nachtschicht im Gepäck. Mehr Arbeitsleistung durch die Nachtschicht bei gleichem Personalbestand sollten mit bunten Folien schmackhaft gemacht werden. Keine 5 Minuten ließen sich das die Kolleg:innen gefallen, die schon jahrelang im Schichtbetrieb buckeln. Mit selbstbestimmten Wortmeldungen wurde der Frust über die jetzt schon mangelhaften Arbeitsbedingungen und die hohe Arbeitsbelastung abgelassen und deutlich gemacht:
Es braucht mehr Personal, mehr Lohn, weniger Züge pro Tag und bessere Arbeitsmaterialien statt einer Nachtschicht. Auch die Beschwichtigungsversuche durch den Betriebsrat und die Personalabteilung konnten abgewehrt werden und eine geschlossene Haltung der Kolleg:innen in der Halle zum Ausdruck gebracht werden. Nach dreißig Minuten verließ man selbstbestimmt die Besprechung. Diese Aktion zeigt klar, dass man Erfolg haben kann, wenn man den Mund auf macht und sich zur Wehr setzt gegen Angriffe auf unsere Arbeitsbedingungen.

Dieser Erfolg war nur möglich, weil die Kolleg:innen täglich im engen Austausch über die Auswirkungen der Arbeit stehen und auch den Schichtwechsel und den Feierabend nutzen um gemeinsam über ihre Interessen als Beschäftigte in der Halle zu diskutieren. Nur so konnte man auch Spaltungsversuche durch den Chef verhindern und mit einer geschlossenen Haltung auftreten.

Widerstand lohnt sich und er beginnt im Arbeitsalltag!

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