Betriebskampf

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Betriebskampf Wir sind ein Kollektiv von klassenkämpferischen AktivistInnen aus verschiedenen Betrieben und politischen Organisationen.

Wir arbeiten selber in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft und ebenso zu sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Solidarität mit den kriminalisierten Aktivist:innen bei Audi Neckarsulm und VW Zwickau!Wir erklären uns solidarisch mit ...
15/09/2026

Solidarität mit den kriminalisierten Aktivist:innen bei Audi Neckarsulm und VW Zwickau!

Wir erklären uns solidarisch mit allen Aktivist:innen, die wegen der Verteilung der Kolleg:innenzeitung „Vorwärtsgang“ und ihrer Solidaritätsaktionen am Audi-Werk in Neckarsulm kriminalisiert werden. Rund 60 eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch gegen Menschen, die Informationen und Solidarität zu Audi in Neckarsulm tragen wollten, sind ein Angriff auf gewerkschaftliche Arbeit.

Was hier stattfindet, verstehen wir als legitime Betriebsarbeit von außen: Kolleg:innen und Aktivist:innen versuchen, Kontakt zu Beschäftigten herzustellen, Informationen zu verbreiten und Solidarität gegen Arbeitsplatzvernichtung und die Angriffe des Konzerns zu organisieren. Solche Aktivitäten gehören zur demokratischen und gewerkschaftlichen Auseinandersetzung und dürfen nicht durch Einschüchterung und Strafverfolgung unterbunden werden.

Denn die Angriffe auf die Beschäftigten nehmen gleichzeitig zu. Stellen- und Sozialabbau, „Transformationen“, Leistungsverdichtung und längere Arbeitszeiten gehören längst zum Alltag bei den Konzernen. Immer wieder versuchen sie bestehende Errungenschaften der Arbeiter:innenklasse zurückzudrängen – wie die Diskussionen um eine Ausweitung der bisherigen 35-Stunden-Woche auf bis zu 40 Stunden bei Mercedes.

Gerade in dieser Situation ist es für die Unternehmen wichtig, dass der Widerstand möglichst klein bleibt. Informationen sollen nicht nach außen getragen, Solidarität soll nicht organisiert und Kritik soll möglichst unterbunden werden. Wo Menschen versuchen, diese Grenzen zu überschreiten, wird dann schnell mit Hausverboten, Anzeigen und Strafverfahren gearbeitet.

Die Kriminalisierung bei Audi Neckarsulm und die zahlreichen Anzeigen bei Aktivist:innen von VW Zwickau sind deshalb keine Zufälligkeiten. Sie stehen im Zusammenhang mit einer Entwicklung, in der die Angriffe auf die Beschäftigten verschärft werden, während gleichzeitig versucht wird, den Widerstand dagegen zu brechen.

Für uns ist deshalb klar: Gerade weil die Konzerne versuchen, Widerstand kleinzuhalten, müssen wir uns umso stärker organisieren.
Betriebliche Organisierung darf nicht davon abhängig sein, ob sie den Unternehmen gerade genehm ist. Beschäftigte müssen sich austauschen, ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam für ihre Interessen eintreten können. Auch solidarische Kräfte von außerhalb der Betriebe haben dabei eine wichtige Rolle.

Wir stellen uns deshalb entschieden gegen die Kriminalisierung dieser Betriebsarbeit von außen. Wer Informationen zu den Beschäftigten trägt und Solidarität organisiert, begeht kein Verbrechen. Darum fordern wir:
• Sofortige Einstellung sämtlicher Ermittlungsverfahren!
• Keine Kriminalisierung von Betriebsarbeit und Arbeitersolidarität

Die Antwort auf die Angriffe der Konzerne kann nur eine sein: Organisieren wir uns – im Betrieb und darüber hinaus!

05/09/2026

❌ Aktion nicht wie geplant – aber trotzdem wichtig!

Gestern waren wir in Köln unterwegs, um mit den Kolleg:innen über Krieg, Aufrüstung und ihre Rolle im Betrieb ins Gespräch zu kommen.

Unsere geplante Aktion am Werk ist diesmal leider nicht aufgegangen: Am Vormittag hatte es einen Farbangriff auf das Werk gegeben. Als wir ankamen, war deshalb alles voller Polizei – und uns wurde das Flyern untersagt.

Trotzdem gab es auch einen schönen Moment: Der Chef der Werkssecurity erkannte uns noch vom letzten Jahr und freute sich, dass wir wieder da waren. Er fand schon damals gut, was wir machen. ✊

Auf dem Rückweg konnten wir in der Bahn immerhin noch mit zwei Kolleg:innen ins Gespräch kommen. Beide waren grundsätzlich gegen Krieg – sahen aber nur wenig Möglichkeiten, was sie konkret im eigenen Unternehmen verändern können.

Genau da müssen wir ansetzen: Nicht nur darüber reden, dass Aufrüstung und Krieg falsch sind, sondern gemeinsam überlegen, wie Beschäftigte selbst aktiv werden können. Denn Veränderung beginnt auch im Betrieb.

Auch am Logistikzentrum haben wir es noch versucht. Doch kaum waren wir da, wurde der Eingang direkt abgesperrt und die Polizei gerufen.

Die Aktion war anders als geplant. Aber sie hat uns gezeigt: Das Gespräch mit den Kolleg lohnt sich – und wir machen weiter!

✊ Geld für Löhne und soziale Sicherheit statt für Krieg und Aufrüstung!

Kommt zu unserer Buchvorstellung in Finsterwalde!
26/08/2026

Kommt zu unserer Buchvorstellung in Finsterwalde!

Patriarchale Gewalttat in  : 6 Mitarbeitende der Jugendhilfe umgebrachtAm Montag ermordete ein Mann sechs Mitarbeiter:in...
05/07/2026

Patriarchale Gewalttat in :
6 Mitarbeitende der Jugendhilfe umgebracht

Am Montag ermordete ein Mann sechs Mitarbeiter:innen einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Bei dem Täter handelte es sich um einen Vater, welchem mitgeteilt werden sollte, dass seine Tochter nicht in den Haushalt zurückkehren, sondern mit ihrer Mutter dauerhaft in der Mutter-Kind Einrichtung untergebracht werden soll. Zuvor soll es zu Misshandlungen der Tochter gekommen sein.

Medial wird einerseits von einer „Familientragödie“, oder einer „Amoktat“ gesprochen. Andererseits wird der migrantische und familiäre Hintergrund des Mannes – der in Deutschland geboren wurde – in den Vordergrund gerückt. Beides verschleiert, dass vor allem über folgende bittere politische Realitäten gesprochen werden muss:

• Dieses System produziert Männer, die in ihrem patriarchalem Denken Besitzansprüche gegenüber ihren Partnerinnen und Töchtern erheben und diesen vermeidlichen Anspruch bis zum Mord durchsetzen wollen.

• Beschäftigte der Sozialen Arbeit sind einem hohen Risiko in ihrer Arbeit ausgesetzt, da sie oftmals dort arbeiten, wo sich die Widersprüche dieses Systems besonders offen zeigen. Die Arbeit mit gewalttätigen Menschen gehört hier zum Alltag dazu und ein sicherer Umgang in dieser Arbeit erfordert personelle Ressourcen und professionelle Fortbildungen. Die Kürzungen im sozialen Bereich werden noch mehr Leben gefährden.

Unsere Trauer gilt den Angehörigen und Betroffenen – unsere Wut gilt einem System was jeden Tag patriarchales Verhalten produziert und zugleich dort kürzt, wo Leben geschützt werden.

Stonewall Kampftag: nicht für Trends, sondern tatsächliche Befreiung! Die Faschisierung schreitet voran! Unsere Rechte a...
24/06/2026

Stonewall Kampftag: nicht für Trends, sondern tatsächliche Befreiung!

Die Faschisierung schreitet voran! Unsere Rechte als Arbeiter:innen werden auf ganzer Breite angegriffen. Dabei werden auch Zugeständnisse an LGBTI+ Personen gestrichen.

Die Politiker:innen und Firmen, die sich vor ein paar Jahren als so unglaublich fortschrittlich inszenierten, Rechte und Gleichberechtigung für LGBTI+ Personen forderten, überlegen sich heute zweimal, ob sie noch eine Regenbogenfahne tragen oder vor ihrem Geschäft aufhängen wollen.

Daran sehen wir hervorragend: es ging nie um eine tatsächliche Verbesserung der Situation. Es ging um Geld, Image, Wähler:innen - und schließlich um noch mehr Geld.

Die Verschärfung der Situation

LGBTI+ Personen sind täglich von Unterdrückung, Übergriffen und psychischen Belastungen betroffen. Und was machen die Herrschenden dagegen?

Die Regierung kürzt bei Psychotherapeut:innen die Honorare und Regel-Behandlungsdauer, wodurch noch weniger Menschen Hilfe und Unterstützung erhalten, als jetzt schon.

Gleichstellungsbeauftragte werden abgesetzt oder entlassen, und an ihre Stelle tritt die Propaganda von AfD und Co., die die Spaltung in der Arbeiter:innenklasse durch patriarchal geprägte Politik befeuert!

Doch wir wissen wie wir uns wehren können! Der Aufstand von Stonewall gilt uns dabei als Vorbild. Er geht auf die Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 zurück, an dem LGBTI+-Personen sich in der Stonewall-Bar in New York gegen die Gewalt und Repressionen zur Wehr setzten, die sie regelmäßig durch die Polizei vor Ort erfuhren.

Damals wie heute gilt: wir können uns weder auf den Staat oder Polizei, noch auf vermeintlich fortschrittliche Firmenbosse verlassen!

Unsere Freiheit erkämpfen wir organisiert und gemeinsam! Setzen wir und also gegen die Spaltung und Unterdrückung aller Geschlechter ein und kämpfen für eine tatsächliche Befreiung vom Kapitalismus und Patriarchat!

16/06/2026

Wir haben ein Buch veröffentlicht! Praxisnah beschreiben wir unsere Vorstellungen von sozialistischer Betriebsarbeit. Ein Handbuch für alle die sich aktiv gegen ihre Chefs und den Kapitalismus wehren wollen!

Erhältlich im oder bei unseren kommenden Veranstaltungen! Stay tuned!

Aufruf von Azubis für den Schulstreik gegen Wehrpflicht! Am 8. Mai alle aus den Berufsschulen auf die Straße!
05/05/2026

Aufruf von Azubis für den Schulstreik gegen Wehrpflicht! Am 8. Mai alle aus den Berufsschulen auf die Straße!

Unsere Stellungnahme zu den Ausschlussversuchen des   gegen uns und andere Organisationen auf dem    in
14/04/2026

Unsere Stellungnahme zu den Ausschlussversuchen des gegen uns und andere Organisationen auf dem in

Kommt zu unseren Veranstaltungen zu 20 Jahren AEG Streik dieses Wochenende!
09/04/2026

Kommt zu unseren Veranstaltungen zu 20 Jahren AEG Streik dieses Wochenende!

1. Mai: Streiken! Gegen Sozialabbau und MilitarisierungDie jungen und alten Leser:innen dieses Aufrufs werden sicherlich...
05/04/2026

1. Mai: Streiken! Gegen Sozialabbau und Militarisierung

Die jungen und alten Leser:innen dieses Aufrufs werden sicherlich schnell feststellen, dass es schwierig ist, an dieser Stelle mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. Zu schwierig und zu komplex erscheint die Lage auf der Welt, als dass wir in Frieden und Wohlstand leben könnten. Doch es stellt sich auch die Frage, ob es diesen Aufruf überhaupt geben würde, wenn wir der Meinung wären, dass wir uns der aktuellen Lage einfach ausliefern müssten.

Schauen wir uns die Wahlergebnisse an, haben wir das Gefühl, der Faschismus stehe vor der Tür. Schalten wir die Tagesschau ein, überkommt uns die Angst, morgen selbst in einen Krieg eingezogen zu werden. Blicken wir auf die Benzinpreise an der Tankstelle, überfällt uns die Ohnmacht, dass wir uns die Mieten bald nicht mehr leisten können. Das Gleiche gilt beim Blick auf den Lohnzettel und den Gedanken, dass doch gerade erst Tarifverhandlungen stattgefunden haben.

Wir haben die Schnauze voll!

Ständig sehen wir uns mit Krieg, Krise und Sozialabbau konfrontiert. Unser Nervenkostüm ist mittlerweile stark strapaziert. Medien, Politiker:innen und Kapitalist:innen setzen uns fast täglich unter Druck. Doch ein strapazierfähiges Nervenkostüm reicht für die kommenden Angriffe bei weitem nicht mehr aus, denn die Kapitalist:innen quetschen uns weiterhin jeden Cent aus der Tasche, um ihre Profite im Angesicht neuer Kriege abzusichern. Darum starten Kapital und Staat derzeit einen Großangriff auf unsere Klasse: Reallohnsenkungen durch magere Tarifabschlüsse und Sozialreformen, die uns ärmer machen. Gleichzeitig sollen wir mehr arbeiten. Und was machen wir? Wir sollten uns schon jetzt darauf vorbereiten.

Für uns als Betriebsaktivist:innen bedeutet das, dass wir eine noch akribischere und unversöhnlichere betriebliche Arbeit leisten müssen. Die Konzentration auf den bundesweiten Aufbau von Betriebsgruppen – egal wie klein oder groß die Betriebe sind – sowie die Schaffung eines Bewusstseins für die eigenen Kräfte sind notwendig. Wir müssen das Stellvertretertum hinter uns lassen – sei es durch Parteien im Parlament oder durch Gewerkschaften der Sozialpartnerschaft. Es gilt, sich auf unsere altbekannte Stärke zu besinnen: Wir, die Arbeiter:innen, können das Zahnrad zum Stillstand bringen.

Dabei reicht es jedoch nicht, den Sozialabbau und die Kriegsvorbereitungen lediglich aufzuhalten. Wir blicken optimistisch in eine sozialistische Zukunft – eine Gesellschaft ohne Krieg und Armut, in der wir Arbeiter:innen ohne Kapitalist:innen selbst entscheiden, was wir für unseren Wohlstand brauchen.

Für die kommenden Jahre soll das Wort „Streik“ deshalb nicht nur eine tarifpolitische Floskel sein, sondern eine politische Kampfansage für den Sozialismus. Diesen Streik gilt es zu organisieren und zu erkämpfen. Der internationale Tag der Arbeiter:innenklasse – der 1. Mai – ist der Startschuss.

Auf zu neuen Taten!

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