30/07/2026
Hitzschlag bei Hunden: Vorbeugen, erkennen und richtig handeln
Hohe Außentemperaturen können für Hunde schnell gefährlich werden. Anders als Menschen können sie ihre Körpertemperatur kaum durch Schwitzen regulieren, sondern kühlen sich hauptsächlich über das Hecheln ab. Reicht dieser Mechanismus nicht mehr aus, droht ein Hitzschlag – ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortiges Handeln erfordert.
So beugen Sie vor:
Spaziergänge möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen.
Körperliche Anstrengung bei großer Hitze vermeiden.
Immer ausreichend frisches Trinkwasser anbieten und auf schattige Ruheplätze achten.
Hunde bei warmen Temperaturen niemals – auch nicht für wenige Minuten – im Auto zurücklassen.
Besonders aufmerksam sollten Halter kurznasiger, älterer, übergewichtiger oder gesundheitlich vorbelasteter Hunde sein, da diese ein erhöhtes Risiko für Überhitzung haben.
Warnzeichen einer Überhitzung
Erste Anzeichen sind starkes, anhaltendes Hecheln, eine weit herausgestreckte Zunge, Unruhe und auffallend warme oder gerötete Schleimhäute. Im weiteren Verlauf können Taumeln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit auftreten. Dann handelt es sich um einen tiermedizinischen Notfall.
Erste Hilfe: Schnell kühlen und zum Tierarzt
Die aktuelle wissenschaftliche Empfehlung lautet: „Erst kühlen, dann transportieren.“ Bringen Sie den Hund sofort an einen schattigen Ort und beginnen Sie unverzüglich mit der Kühlung. Früher war man der Meinung, dass ein schnelles Abkühlen eines betroffenen Hundes – z. B. durch viel kaltes Wasser – zu einem Schock führen kann. Diese Meinung wird durch aktuelle wissenschaftliche Studien stark in Frage gestellt. Am wirksamsten ist es, den Hund großzügig mit kaltem Leitungswasser zu übergießen oder – wenn möglich – in kaltes Wasser zu stellen. Ziel ist es, die Körpertemperatur möglichst rasch zu senken. Anschließend sollte der Hund umgehend tierärztlich untersucht und behandelt werden, auch wenn er sich zunächst wieder erholt.
Ist der Hund bei Bewusstsein, kann er Wasser trinken. Bewusstlosen oder stark benommenen Hunden darf jedoch kein Wasser eingeflößt werden.
Ein Hitzschlag kann trotz zunächst erfolgreicher Erste Hilfe zu schweren Folgeschäden an Organen führen. Deshalb ist eine tierärztliche Untersuchung und Überwachung immer erforderlich.
Foto und Text: VDH Newsletter