Der Kropf an jeder Larve, und damit der Name des gesamten Narrenkleides, symbolisiert die Tatsache, daß es früher in Lauffen vermehrt zur Kropfbildung kam, was darauf zurückzuführen ist, daß das Trinkwasser zu jodarm war. Außergewöhnlich gegenüber den meisten Zünften ist, daß jede Larve einen anderen Gesichtsausdruck darstellt. Die Fuhrmannsmütze zeigt einen früher gängigen Berufsstand im Ort. Die
bunt gestickten Blumen und die kleinen Glöckchen am Umhang sollen den herannahenden Frühling symbolisieren. Desweiteren soll das große und laute Geschell die Reste des Winters vertreiben helfen. Altkröpfer
Beim 1984 geschaffene Altkröpfer wurde auf das Gschell verzichtet. Mit gemächlichem Schritt symbolisiert auch dieses Kleid mit vielen kleinen Glöckchen den nahenden Frühling. Hoademale
Das Hoademale - zu Deutsch Heidenmännlein - entstand im Jahre 1994 und geht von einer Sage aus, die aus einer Zeit stammt, in der die Menschen hier zu Christen wurden. Nach dieser Sage lebte vor über 1000 Jahren am Waldrand ein listiges Männlein, das sich mit seinen Gefolgsleuten dem Christentum wiedersetzte. Er habe damals den Lauffener Pfarrer zu Tode geärgert. Den Kampf gegen die Christen verlor es zwar, geisterte aber seither ruhelos auf den Feldern umher und stahl den Bauern während ihrer Arbeit das Vesper und nahm es mit in sein "Erdmännleinsloch", wie das Flurstück auch heute noch heißt. Die Larve spiegelt die Hinterlistigkeit des Hoademales wieder. Auf dem schwarzen Umhang zeigen Tannenzapfen, daß die Figur am Wald gelebt hat. Das Rückenbild zeigt einen Bauern bei der Arbeit und hinter einem Baum das Hoademale, das seinen Schabernack treiben will. Rößle
In den frühen Lauffener Narrenjahren entstand das Lofiner Rößle. Hier zeigt sich eindeutig die früher sehr enge Bindung an Rottweil und die dortige Fasnet. Vom Rottweiler Bennenrößle ausgehend wurde das Lofiner Rößle geschaffen. Das laute Knallen der Peitschen soll dabei auch eine Form der Winteraustreibung darstellen.