21/05/2026
Ein weiterer Suizid – ein weiterer zu viel!
Angehörige eines Suizidenten zu betreuen, ist eine besondere Herausforderung.
Es stehen für die Betroffenen Fragen im Raum; laute und auch unausgesprochene Fragen. Fragen, die wohl für immer unbeantwortet bleiben, denn derjenige, der sie beantworten könnte, ist nicht mehr da.
Warum hat er es getan? Warum hat er es jetzt getan?
Wieso habe ich nicht gemerkt, dass es ihm schlecht geht?
Hinzu kommen Schuldgefühle und Scham. Habe ich als Mutter, Vater, Partner versagt? Was werden die Nachbarn sagen? Was denken sie jetzt von uns?
Die PSNV B kann im ersten Moment auffangen. Lösen können wir nicht.
Ein Suizid in der Familie hat die Macht, die Familie zerbrechen zu lassen.
Wie auch bei vielen anderen Schicksalsschlägen, ist es bei einem Suizid besonders ratsam, sich an Selbsthilfegruppen oder Therapeuten zu wenden.
Denn ein Suizid in der Familie hat eine starke Dynamik. Diese wird als Werther Effekt bezeichnet und beschreibt die Nachahmung eines Suizids innerhalb einer Familie.
Es ist keine Schwäche, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil! Es zeigt Stärke und Bereitschaft, sich mit Problemen auseinander zu setzen.