03/05/2026
Bilanz zu einem Jahr GroKo: Rente & Altersarmut👴👵
Am 6. Mai ist die Große Koalition ein Jahr im Amt. Das nehmen wir zum Anlass, in den kommenden Tagen eine sozialpolitische Bilanz zu ziehen. Dieses Mal im Fokus: die Rente.
Ein Jahr zeigt ein gemischtes Bild:
👍 Positiv ist, dass das Rentenniveau bei 48 Prozent bis 2031 stabilisiert wurde und damit ein weiteres Absinken zunächst verhindert wird. Auch die vollständige Angleichung der Kindererziehungszeiten ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit, insbesondere für Frauen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien.
👎 Gleichzeitig reicht das Rentenniveau langfristig nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu sichern und Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Aussagen aus der Politik, die gesetzliche Rente künftig nur noch als „Basisabsicherung“ zu sehen, sorgen für massive Verunsicherung und schwächen das Vertrauen in das System. Der Fokus auf längeres Arbeiten geht zudem an der Realität vorbei, denn schon heute erreicht ein großer Teil der Beschäftigten aus gesundheitlichen Gründen nicht die Regelaltersgrenze. Viele Rentnerinnen und Rentner profitieren außerdem kaum von Entlastungsmaßnahmen, obwohl steigende Lebenshaltungskosten sie besonders stark treffen. Gleichzeitig fehlt eine klare Strategie zur langfristigen Stärkung der gesetzlichen Rente, und zentrale Reformen wie die Einbeziehung weiterer Gruppen in die Rentenversicherung bleiben bislang aus.
‼️ Für den SoVD ist klar: Die gesetzliche Rente muss so weiterentwickelt werden, dass sie den Lebensstandard sichert und Altersarmut verhindert. Dafür braucht es ein höheres Rentenniveau und ein solidarisch finanziertes System, in das alle einzahlen.