In den mittlerweile drei Zellen wird die Geschichte des Nationalsozialismus vor Ort am authentischen Ort dokumentiert. Es begann im Jahr 2005 als kleines Flämmchen. Damals forderte die Friedensgruppe Lüdenscheid anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht erstmals öffentlich die Einrichtung einer Mahn- und Gedenkstätte. Januar 2007 erstmals in größerem Rahmen zusammenfand und die Idee eines F
ördervereins zur Realisierung der Ge-Denk-Zellen geboren wurde, lag das Ziel unseres Engagements immernoch in weiter Ferne. Der Vorschlag war äußerst umstritten und musste sich heftiger Gegenwehr stellen. Doch als Initiativkreis und Arbeitskreis wurde unermüdlich weitergearbeitet. Nun, nach gut drei Jahren großartiger Arbeit vieler Mitstreiter und Fürrede zahlreicher Unterstützer, wurde ein großer und wichtiger Schritt vollzogen: Am 24. März 2010 gründeten 20 Unentwegte unter Beteiligung weiterer Interessierter den Verein Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V. Dies war der vorläufige Höhepunkt fundierter Forschungsarbeit und breiten Engagements für das Projekt einer Mahn-, Dokumentations- und Gedenkstätte, was auch die bisherige Kritik weitgehend verstummen ließ. Die Gründungsmitglieder spiegeln ein breites gesellschaftliches Bündnis wider. Es sind nicht einzelne Streiter für die Sache, sie wissen meist Gruppen, Initiativen und Parteien hinter sich. So zählen unter anderem Ratsmitglieder von fünf Parteien zum Gründungskreis. Auch die Vorstandsmitglieder wirken in Organisationen mit, welche das Projekt unterstützen. November 2012 schließlich war es soweit. Im Rahmen eines großen Festaktes wurden die Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus eröffnet.