17/06/2026
Haushalt mit Defizit für die Jahre 2026 und 2027
Der Gemeinderat Kriegsfeld beschließt am 29.4.2006 den Haushaltsplan für die Jahre 2026 und 2027 wie folgt:
Ergebnishaushalt:
2026 2027
Erträge 1.498.730 € 1.550.970 €
Aufwendungen 2.057.020 € 1.569.380 €
Jahresüberschuss / Fehlbetrag -558.290 € -18.410 €
Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden für die Haushaltsjahre wie folgt festgesetzt:
• Grundsteuer A: 345 v. H. (2026 / 2027)
• Grundsteuer B: 600 v. H. (2026 / 2027)
• Gewerbesteuer: 380 v. H. (2026 / 2027)
Die Gemeinde Kriegsfeld kann im geplanten Haushaltsplan für die Jahre 2026 und 2027 keinen Haushaltsausgleich erreichen. Der geplante Jahresfehlbetrag für das Jahr 2026 liegt bei rund 558.290 €.
Das Mietshaus in der Schillerstraße soll saniert werden. Hierfür wurden 300.000 € im Haushaltsplan eingestellt. Die Maßnahme wird voraussichtlich erst im Jahr 2027 abgeschlossen sein.
Für die Sanierung des Kanalanschlusses am Kindergarten und an der Turn- und Festhalle sind rund 73.000 € eingeplant. Für diese Maßnahme kann mit einer Förderung gerechnet werden.
Auch für notwendige Unterhaltungsmaßnahmen an der „alten kath. Kirche“, der Turn- und Festhalle sowie an den Gemeindestraßen ist mit hohen Kosten zu rechnen.
Der Gemeindetraktor wurde repariert. Vorsorglich wurde ein Betrag von 50.000 € im Haushalt eingeplant, falls ein neuer Traktor benötigt wird. Dieser Betrag muss nur dann ausgegeben werden, wenn es unbedingt erforderlich ist.
Die Gemeinde Kriegsfeld hat im August 2025 die Trägerschaft des Kindergartens auf die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden übertragen. Dies bedeutet eine Entlastung für die Ortsbürgermeisterin. Gemeinden, die diesen Schritt vollzogen haben (nicht alle Gemeinden), werden jedoch mit einer „Sonderumlage für die Kindertagesstätte“ belastet, da die Verbandsgemeinde nun zuständig ist.
Im Haushaltsjahr 2026 sind hierfür Kosten in Höhe von 100.050 € für die Gemeinde Kriegsfeld vorgesehen. (Die Gemeinde Mörsfeld hat in ihrem Haushaltsplan 2026 rund 100.000 € eingeplant). Zum Vergleich: In den Haushaltsjahren davor, mussten für den Kindergarten in Kriegsfeld (gemeinsame Nutzung durch Kinder aus Kriegsfeld und Mörsfeld) etwa 105.000 € ausgeglichen werden.
Da mit den geplanten Kindergartenneubauten in Kriegsfeld und Bischheim noch nicht begonnen wurde, ist in diesem Bereich künftig mit weiter steigenden Kosten zu rechnen.
Da kein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte, musste die Grundsteuer B auf 600 % erhöht werden. Diese Erhöhung wäre auch ohne die Investition in das Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße notwendig gewesen. Im Doppelhaushalt konnten zudem noch nicht alle Vorhaben berücksichtigt werden. Im Jahr 2027 wird das geplante Defizit voraussichtlich höher ausfallen.
Auch in den kommenden Jahren wird es der Gemeinde wahrscheinlich nicht gelingen, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Im Jahr 2021 lag die Verbandsgemeindeumlage bei 30 %, im Jahr 2026 bereits bei 40 %. Es ist davon auszugehen, dass diese Umlage weiter steigen wird. Gleiches gilt für die Kreisumlage, die derzeit bei 43 % liegt.
Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden. Überdurchschnittlich hohe Hebesätze können sich nachteilig auf die demografische und wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde auswirken.
Die Gemeinde ist daher gehalten, ihre finanziellen Möglichkeiten sorgfältig zu berücksichtigen und notwendige Maßnahmen zu priorisieren.
Vorhandene Gebäude der Gemeinde sollten erhalten und saniert werden, anstatt sie durch Neubauten zu ersetzen. Diese finanzielle Belastung ist auf Dauer nicht tragbar. Transparenz ist daher zur Vorbereitung sehr wichtig.
Wünsche und Ideen gibt es viele, jedoch kann nicht alles umgesetzt werden.