IG Metall Krefeld

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Wenn es einen Betrieb gibt, in dem die Beschäftigten sehr einprägsam erlebt haben, was ein guter Betriebsrat und eine st...
03/09/2026

Wenn es einen Betrieb gibt, in dem die Beschäftigten sehr einprägsam erlebt haben, was ein guter Betriebsrat und eine starke Gewerkschaft ausmachen können, dann ist das Ormazabal.

Im Spätsommer 2020 hat die Geschäftsführung den 164 Beschäftigten im Krefelder Werk verkündet, dass das komplette Werk ins Ausland verlagert wird und in Krefeld nur noch 9 Arbeitsplätze bleiben werden.

Dass im Spätherbst 2020 insgesamt doch noch 45 gute Industriearbeitsplätze bestehen blieben, unter anderem bei der Vertriebsgesellschaft von Ormazabal, lag an die hoch organisierten und motivierten Beschäftigten, die sich zusammen mit der IG Metall nicht versteckt und sich wehrlos ihrem Schicksal ergaben.

Viele Verhandlungstermine mit dem Arbeitgeber haben die Beschäftigten mal mit lauten Kundgebungen vor dem Werkstor, Menschenkette und Einladung des Krefelder Oberbürgermeisters begleitet, mal schweigend Spalier gestanden und damit die Arbeitgebervertretung auf dem Weg in den Verhandlungsraum begrüßt. Eine Delegation schickte die Belegschaft gar zu den Stadtwerken, um den Aufsichtsratsmitgliedern den Aufruf der IG Metall zu überreichen, dass die Stadtwerke Krefeld genauso wie andere Energieversorgungsunternehmen, die ganz oder zum Teil in öffentlicher Hand sind, Steuergelder und Gebühren vernünftig und zur Sicherung hiesiger Industriearbeitsplätze statt für Billigprodukte aus dem Ausland investieren müssen.
 
Vielleicht war es genau diese Erfahrung vom Wert der Solidarität und des Zusammenhalts, die dazu beigetragen hat, dass sich heute die Betriebsräte beider Ormazabal Betriebe - Anlagentechnik und Vertrieb - zu einer gemeinsamen Klausurtagung bei der IG Metall getroffen haben und künftig viel enger zusammenarbeiten möchten.

Dass die Krefelderinnen und Krefelder sich neulich diverser Presseartikel erfreuen können, dass Ormazabal in Krefeld kräftig investiert und seine Europa-Zentrale in Krefeld baut, ist eine gute Botschaft inmitten düsterer Zeiten für viele andere Industriebetriebe. Dass man sich deshalb zurücklehnen und darauf hoffen könnte, dass es diesmal auch ohne Betriebsrat und Gewerkschaft gutgehen würde, das sollte nun wirklich niemand glauben.

Mein Name ist Anna Winkler, ich bin 19 Jahre alt und freue mich sehr, mich Ihnen auf diesem Weg kurz vorstellen zu dürfe...
01/09/2026

Mein Name ist Anna Winkler, ich bin 19 Jahre alt und freue mich sehr, mich Ihnen auf diesem Weg kurz vorstellen zu dürfen.

Zum 1. September 2026 beginne ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der IG Metall in der Geschäftsstelle Krefeld. Ich freue mich sehr darauf, nun in einen neuen und spannenden Lebensabschnitt zu starten und dabei viele neue Erfahrungen zu sammeln.

Auf die IG Metall bin ich unter anderem durch Familienmitglieder aufmerksam geworden, die ebenfalls dort tätig sind. Durch ihre positiven Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich des guten Arbeitsklimas und des starken Zusammenhalts untereinander, wurde mein Interesse an der IG Metall geweckt. Auch die Werte und Ziele der IG Metall haben mich darin bestärkt, meine berufliche Zukunft hier beginnen zu wollen.

An der Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gefällt mir besonders die Vielseitigkeit. Organisatorische und kaufmännische Aufgaben interessieren mich sehr, und ich freue mich darauf, unterschiedliche Bereiche kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und mich fachlich sowie persönlich weiterzuentwickeln.

Für meine Ausbildungszeit wünsche ich mir viele interessante Einblicke, neue Herausforderungen und eine gute Zusammenarbeit. Besonders freue ich mich darauf, das Team der Geschäftsstelle Krefeld kennenzulernen und künftig ein Teil davon zu sein.
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Und wir freuen uns auf Dich, liebe Anna!

Die guten Löhne in Krefeld kommen längst nicht bei allen Beschäftigten an - es kommt auf das Geschlecht und den Pass an!...
01/09/2026

Die guten Löhne in Krefeld kommen längst nicht bei allen Beschäftigten an - es kommt auf das Geschlecht und den Pass an!
 
Hinter den guten Durchschnittslöhnen verbergen sich erhebliche Unterschiede.
 
Differenziert nach Geschlecht erhielten Männer in Krefeld ein Medianentgelt von 4.594 Euro und Frauen 4.172 Euro. Das entspricht einer Differenz von 422 Euro oder 10,1 % im Monat.

Das ist ein klarer Handlungsauftrag für bessere Entlohnung, mehr Tarifbindung sowie den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, damit Erwerbsbiografien von Frauen gestärkt werden und sich diese Lücke verringert.
 
Auch Beschäftigte ohne deutschen Pass verdienen deutlich weniger. Ihr Medianentgelt liegt bei 3.363 Euro. Eine Differenz von 1086 Euro (32,3 %) zum Durchschnitt lässt sich nicht mit individuellen Lebenswegen allein erklären. Es gibt nach wie vor strukturelle Unterschiede beim Zugang zu gut bezahlten und qualifizierten Arbeitsplätzen. Hier besteht erheblicher politischer und betrieblicher Handlungsbedarf.

Mehr Tarifverträge, bessere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und konsequenter Schutz vor Benachteiligung sind zentrale Voraussetzungen, um diese Lücke zu verringern. Umso besorgniserregender ist, dass trotz des hohen Bedarfs an internationalen Fachkräften, einige Unterstützungsprogramme für Menschen mit ausländischen Abschlüssen aktuell unter Kürzungs- und Reformdruck stehen.
 
Besonders groß sind die Unterschiede nach Qualifikation. Hierbei fällt direkt auf, dass viele Berufe, in denen händeringend Fachkräfte gesucht werden, vergleichsweise schlecht bezahlt werden. So zum Beispiel im Bereich des Gastgewerbes. Hier liegt das Medianentgelt bei 2.660 Euro. Wer Fachkräfte gewinnen und halten will, muss attraktive Arbeitsbedingungen schaffen – dazu gehören vor allem gute Löhne und verlässliche Tarifverträge.

36 Grad und es wird noch heißer… Die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie verspricht uns nach dem heißen Sommer a...
13/08/2026

36 Grad und es wird noch heißer… Die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie verspricht uns nach dem heißen Sommer auch einen heißen Herbst.

Unsere Gegenwart trägt doch einige düstere Züge. Unser Alltag läuft trotzdem weiter.

➡️ Verkehrswende
➡️ Krankenstand
➡️ Energiewende
➡️ Lieferketten
➡️ Russland-Krieg
➡️ Diskussion über Arbeitszeitgesetz
➡️ Zunehmender Sozialabbau
➡️ Handelszölle
➡️ Hohe Mieten
➡️ Nahostkrieg
➡️ Steigende Zahl Superreicher und Bitterarmer
➡️ Inflation
➡️ Energiepreise
➡️ Wirtschaftliche Entwicklung
➡️ 40-h-Woche
➡️ Innovationsfähigkeit der Unternehmen

… und die Tarifverhandlungen über das Einkommen und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie.

Also wir gehen wir in die Tarifrunde? Wer hat welche Erwartungen? Was heißt das für unser Vorgehen?

Die Arbeitgeber würden wahrscheinlich die Arbeitszeiten am liebsten zum Nulltarif erhöhen und sich noch sehr nett und fair fühlen, wenn sie eine Nullrunde anbieten.

Aber was wollen wir? Und vor allem – Was wollen wir uns (nicht) bieten lassen? Um diese Fragen drehte sich der Tarifworkshop, den Petra Sittart mit aktiven Metallerinnen und Metallern heute veranstaltet hat. Der erste in einer Reihe.

Wir wollen einen fairen Abschluss und diskutieren in den Betrieben über unsere Vorstellungen dazu. Was wir jetzt schon wissen: Auf jedem Fall wollen wir unsere Erfolge erhalten und uns nicht über den Tisch ziehen lassen.

Die Hitze halten wir aus!

Eine ernüchternde Gewissheit für die inzwischen gut 230 Beschäftigten, die nun schon seit 20 Jahren ihrem Presswerk helf...
04/08/2026

Eine ernüchternde Gewissheit für die inzwischen gut 230 Beschäftigten, die nun schon seit 20 Jahren ihrem Presswerk helfen, das unter Dieselskandal, Chip-Krise, Corona-Krise, Wettbewerbsdruck und finanziellen Verlusten gelitten hat. Um das Geschäft und die Arbeitsplätze zu sichern, arbeiten die Beschäftigten länger als der Tarifvertrag eigentlich vorsieht, sie verzichten auf die tariflichen Lohnerhöhungen und Sonderzahlungen.
 
Es sind wieder einmal die Beschäftigten, die einen hohen Preis dafür zahlen, dass der letzte Eigentümer das Presswerk heruntergewirtschaftet hat und sie jetzt vor einem Scherbenhaufen stehen.

Unser gemeinsames Ziel ist und bleibt aber eine zukunftsfähige Perspektive für alle betroffenen Beschäftigten und Auszubildenden.
 
Die Menschen in dieser Stadt, die Wirtschaft und die Politik, wir alle haben ein Interesse daran, sie zu sichern. Daran wird die IG Metall zusammen mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten in den nächsten Wochen und Monaten arbeiten und an jede Tür anklopfen, hinter der ein Verantwortlicher sitzt, der uns dabei helfen kann.

https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/letzter-investor-abgesprungen-die-rettung-des-krefelder-presswerks-ist-final-geschietert_aid-152535831

Seit Frühjahr lief die Suche des Insolvenzverwalters nach einem neuen Investor für das Krefelder Presswerk. Im Gespräch ...
03/08/2026

Seit Frühjahr lief die Suche des Insolvenzverwalters nach einem neuen Investor für das Krefelder Presswerk.

Im Gespräch war zuletzt nur noch ein einziger potenzieller Investor geblieben, der sowohl mit dem Insolvenzverwalter als auch mit den Kunden des Presswerks verhandelte.
 
In dieser Lage konnte man nicht von einem Bieterwettbewerb sprechen, der dem Presswerk und den Beschäftigten zugutekäme. Sondern vielmehr von einem Angebotsdiktat des einzigen Interessenten. Das letzte Wort war bis zuletzt aber noch nicht gesprochen, die letzten 14 Tage sollten entscheiden, ob die Übernahme zustande kommen wird.
 
Nun hat diese unerträgliche Ungewissheit ein Ende.
 
In einer kurzfristig einberufenen Belegschaftsversammlung teilte der Insolvenzverwalter den Beschäftigten mit, dass sich der Investor leider doch nicht mit den wichtigsten Kunden des Presswerks einigen konnte und daraufhin aus dem Verkaufsprozess ausgestiegen ist.
 
Die Fortführung des Presswerks ist damit nicht mehr möglich, nun steht die Ausproduktion bevor.
 
Eine ernüchternde Gewissheit für die inzwischen gut 230 Beschäftigten.

Die ihnen zugesicherte Sicherheit ist aber leider nicht viel wert, wenn man an strategische Investoren gerät, deren Strategie sich allein dadurch auszeichnet, dass ihnen das Krefelder Presswerk, die Produkte, die hier hergestellt werden, und die Beschäftigen, die dies hervorragend tun, völlig egal sind.
 
Der Schaden, den First Brands Group im Presswerk und bei seinen Kunden angerichtet hat, war möglicherweise doch zu groß und zu nachhaltig, als dass er durch noch so enormen Fleiß und Flexibilität der Beschäftigten hätte wieder gutgemacht werden können.

Der Insolvenzverwalter macht sich nun an die Planung der Ausproduktion, die schätzungsweise mindestens 12 Monate dauern wird. In dieser Zeit bleiben die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten bestehen, die Löhne und Gehälter werden weiter gezahlt. In den nächsten Wochen werden der Betriebsrat und die IG Metall mit dem Insolvenzverwalter über die Modalitäten der Ausproduktion und die Vergütung der Arbeit der Beschäftigten verhandeln, die unter diesen Umständen dem Betrieb treu bleiben.

Mit Temperaturen von über 30 Grad steht Krefeld in den nächsten Tagen wieder vor einer Hitzewelle. Längere Hitzeperioden...
28/07/2026

Mit Temperaturen von über 30 Grad steht Krefeld in den nächsten Tagen wieder vor einer Hitzewelle. Längere Hitzeperioden gehören inzwischen auch in unserer Region immer häufiger zum Arbeitsalltag. Für viele Beschäftigte wird Hitzestress damit erneut zum Gesundheitsrisiko. Der DGB Krefeld fordert die Arbeitgeber auf, den Schutz der Beschäftigten sicherzustellen.
 
Besonders betroffen sind Beschäftigte, die im Freien, auf Baustellen, in Werkhallen, im Verkehr, in der Pflege oder in anderen hitzebelasteten Arbeitsbereichen tätig sind. Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz ab. Möglich sind etwa Verschattung und Sonnenschutz, ausreichend bereitgestellte Getränke, angepasste Arbeitsabläufe oder zusätzliche Erholungspausen.

Besonders wichtig ist dafür die (gesundheits-)schützende Rolle der Betriebsräte. Hitzeschutz beginnt vor dem Sommer. Der Betriebsrat kann mit seinem Mitbestimmungsrecht frühzeitig dafür sorgen, dass Sommerhitze und ihre Auswirkungen in der Gefährdungsbeurteilung angemessen berücksichtigt werden. Im Sommer bietet sich dann die Möglichkeit, die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen zu prüfen und bei Bedarf Verbesserungen für kommende Jahre einzufordern. Denn die Arbeitgeber sind verpflichtet, Gefährdungen durch Hitze bereits in der Planungs- und Organisationsphase von Arbeitsplätzen, Arbeitszeiten und Arbeitsabläufen in zu berücksichtigen.

Also: Cool bleiben mit Betriebsrat!

Das Hitze-Einmaleins für Jobs unter freiem Himmel & im Büro: https://www.dgb.de/service/ratgeber/wetter/

In Zeiten täglicher Hiobsbotschaften über Betriebsschließungen, über Verlagerung der Geschäfte ins Ausland, über den Abb...
20/07/2026

In Zeiten täglicher Hiobsbotschaften über Betriebsschließungen, über Verlagerung der Geschäfte ins Ausland, über den Abbau von industriellen Arbeitsplätzen ist es umso wichtiger, dass solche Großaufträge im Schienenfahrzeugbau an hiesige Unternehmen gehen, die Tarifverträge und Betriebsräte haben, und so unsere Industriearbeitsplätze sichern.

Denn auch die Stadt Krefeld lebt von ihrer Industrie, die Menschen hier leben von gut bezahlten Industriearbeitsplätzen - und sollten auch zukünftig gut davon leben können. Deshalb ist eine proaktive Industriepolitik sowohl in den Kommunen als auch im Land und Bund so wichtig. Wir dürfen nicht länger untätig einem unfairen Wettbewerb zuschauen, in dem die Unternehmen, die es richtig machen, denjenigen unterliegen, die unter Ausbeutung von Mensch und Natur ihre Produkte viel billiger auf den Markt bringen können.

Die IG Metall fordert daher endlich wirksame politische Maßnahmen zum Schutz der hiesigen Industrie und unserer Arbeitsplätze: so dürften öffentliche Aufträge nur an tarifgebundene Unternehmen vergeben werden und Unternehmen, die Produkte auf dem europäischen Markt verkaufen, sollten gesetzlich verpflichtet werden, zumindest einen Teil ihrer Produktion auch in der EU anzusiedeln.

Denn steigende Investitionen in den Schienenfahrzeugbau alleine reichen nicht, die lokale Wertschöpfung muss ebenfalls gesichert werden. Damit die Zukunftsindustrie eine Zukunft in Krefeld hat.

https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/grossauftrag-ist-bestaetigt-italo-kauft-zuege-fuer-drei-milliarden-euro-bei-siemens-krefeld_aid-151794289

Adresse

Ostwall 29
Krefeld
47798

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Montag 08:00 - 12:30
13:00 - 16:00
Dienstag 08:00 - 12:30
13:00 - 16:00
Mittwoch 08:00 - 12:30
13:00 - 16:00
Donnerstag 08:00 - 12:30
13:00 - 16:00
Freitag 08:00 - 13:00

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