04/09/2026
Schon mal gehört? Archivbegriff des Monats
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie ein Archiv eigentlich funktioniert?
Was machen die Menschen, die in einem Archiv arbeiten eigentlich den ganzen Tag?
Und was landet überhaupt in einem Archiv – und warum?
Von A wie „Archivgut“ bis Z wie „Zwischenarchiv“: Wir erklären Ihnen, wie unsere Arbeit funktioniert und freuen uns, wenn Sie uns auf dieser Reise begleiten.
Ganz nach dem Motto: Was steckt eigentlich hinter dem Wort …
Der Begriff „Provenienz“ kommt von dem lateinischen Wort „provenire“, was übersetzt so viel wie „herkommen“ oder „Herkunft“ bedeutet. Das sogenannte Provenienzprinzip im Archivwesen ordnet die in das Archiv aufgenommenen Archivalien und fasst diese nach ihrer Herkunft zusammen. So lassen sich die Archivalien auch in der Bestandsübersicht gut und übersichtlich recherchieren. Diese Ordnung gewährleistet, dass man später nachvollziehen kann, in welchem Zusammenhang und wo die Unterlagen ursprünglich entstanden sind. Dies ist für den Quellenwert der Archivalien von entscheidender Bedeutung.
Vom Provenienzprinzip profitiert u.a. die sogenannte Provenienzforschung, eine historische Recherchedisziplin, welche häufig auf Archive zurückgreift, um so u.a. die Herkunft von Kunst- und Kulturgütern zu rekonstruieren. Ein Beispiel hierfür wäre die Rekonstruktion der Herkunft von Raubgut, z.B. Gemälden, aus der NS-Zeit, Kulturgutentziehungen in der ehemaligen DDR oder Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Provenienz und Provenienzprinzip sind deshalb ein wichtiger Eckstein für die Arbeit des Stadtarchivs Krefeld.
Auf dem Foto sehen Sie einen Ausschnitt aus der Bestandsgliederung des Stadtarchivs in unserer Archivdatenbank.
(koh)