04/09/2026
🍒 Obstbau braucht verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Wie angespannt die Lage vieler Obstbaubetriebe ist, zeigte sich bei einem Betriebsbesuch des Bundestagsabgeordneten Josef Oster bei Tim Kirch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Obstbau.
Gemeinsam mit Norbert Schäfer und Thomas Kreuter machte Kirch deutlich, wo aktuell der Schuh drückt: der steigende Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte, schwierige Erzeugerpreise und eine aus Sicht der Betriebe unzureichende Herkunftskennzeichnung im Lebensmitteleinzelhandel.
Besonders eindrücklich: Auf dem Betrieb konnte eine Kirschanlage in diesem Jahr nicht vollständig abgeerntet werden, weil die Erntekosten wirtschaftlich nicht mehr darstellbar waren. 🍒
Die Obstbauvertreter kritisieren zudem, dass der Lebensmitteleinzelhandel vergleichsweise wenig Obst aus Deutschland anbietet, während ausländische Ware einen großen Anteil der Verkaufsflächen einnimmt.
Gefordert werden deshalb unter anderem eine tragfähige Regelung beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte und eine klare, nachvollziehbare Kennzeichnung der tatsächlichen Herkunft von Obst – auch bei abgepackter Ware.
🇩🇪 Heimische Erzeuger brauchen faire Wettbewerbsbedingungen und Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, woher ein Produkt tatsächlich stammt.
Josef Oster kündigte an, die angesprochenen Probleme und Eindrücke aus dem Betriebsbesuch mit nach Berlin zu nehmen.
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