12/06/2026
Der Begriff Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken verschiedener gesellschaftlicher Ungleichheiten und Diskriminierungsformen.
Dazu gehören: Sexismus, Rassismus, Ableismus, Klassismus, Q***r- und Transfeindlichkeit und Altersdiskriminierung
⟶ Diese Diskriminierungsformen wirken oft nicht getrennt voneinander, sondern überschneiden sich und beeinflussen sich gegenseitig.
Die US-amerikanische Rechtswissenschaftlerin Kimberlé Crenshaw prägte den Begriff Intersektionalität. Sie kritisierte, dass Schwarze Frauen in rechtlichen und gesellschaftlichen Debatten häufig unsichtbar blieben.
Ihre Erfahrungen konnten weder allein mit Sexismus noch allein mit Rassismus erklärt werden. Die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen schafft eigene Erfahrungen, die sichtbar gemacht werden müssen.
Menschen haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und Zugänge. Wer von mehreren Diskriminierungsformen betroffen ist, begegnet oft mehr Hürden: bei der Wohnungssuche, im Gesundheitswesen, auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu Informationen und bei der Suche nach Unterstützung und Beratung
⟶ Intersektionalität hilft dabei, diese Ungleichheiten sichtbar zu machen.
Auch Erfahrungen mit Gewalt sind nicht für alle gleich. Diskriminierung kann das Risiko erhöhen, Gewalt zu erleben und erschwert den Zugang zu Hilfe. Beispielsweise können Betroffene: Angst vor rassistischen Reaktionen haben, nicht barrierefreie Hilfsangebote vorfinden, aufgrund ihres Aufenthaltsstatus verunsichert sein oder auch Diskriminierung wegen ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität erleben.
Intersektionaler Gewaltschutz bedeutet...
✓ Diskriminierungssensibel arbeiten, Unterschiedliche Lebensrealitäten anerkennen, Zugänge zu Beratung und Schutz verbessern, Niemanden ausschließen
Bildbeschreibung: Auf acht Slides geben wir einen Überblick über die Bedeutung von Sexismus, Misogynie und Antifeminismus. Im Hintergrund liegen ein rosa Rechteck und ein violettes Rechteck diagonal übereinander. Unten im Bild ist ein grüner Balken, darin steht in violett und schwarz: Frauennotruf Koblenz Fach- und Beratungsstelle zu sexualisierter Gewalt.