10/06/2026
Sozialstaat verteidigen – solidarische Reformen statt Kürzungspolitik
Die Delegierten der IG Metall Koblenz haben gestern deutliche Kritik an den aktuellen sozialpolitischen Debatten geübt. Statt sozialer Sicherheit drohen Einschnitte bei Rente, Gesundheit und Pflege – vor allem zulasten der Beschäftigten und derjenigen mit kleinen und mittleren Einkommen.
Unsere Position ist klar:
Reformen sind notwendig – aber sie müssen gerecht und solidarisch gestaltet sein.
„Was derzeit diskutiert wird, sind keine Verbesserungen, sondern Kürzungen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden“, so Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz.
Kritisch sehen die Delegierten insbesondere:
Kürzungspläne in zentralen Bereichen des Sozialstaats
die ungleiche Belastung von Einkommen
Debatten, die Generationen gegeneinander ausspielen
Die Fakten zeigen ein anderes Bild als oft behauptet wird:
Renten liegen im Durchschnitt bei unter 1.400 Euro brutto für Männer und unter 1.000 Euro für Frauen. Gleichzeitig werden höhere Einkommen und Vermögen bislang zu wenig an der Finanzierung beteiligt.
Die Delegierten der IG Metall Koblenz fordern daher konkrete Reformen:
eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen
ein Ende der Zwei-Klassen-Versicherung im Gesundheitswesen
eine solidarische Finanzierung der Sozialsysteme
Mit Blick auf den Reformgipfel der Bundesregierung macht die IG Metall Koblenz deutlich:
Wer den Sozialstaat schwächt, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Demokratie.
Zugleich gilt: Wenn der Kurs nicht korrigiert wird, wird es Widerstand geben – in den Betrieben und auf der Straße.
Ein starker Sozialstaat braucht Menschen, die ihn verteidigen.
Die IG Metall Koblenz ruft alle Beschäftigten dazu auf, sich einzubringen und für eine solidarische Zukunft einzustehen.
weitere Infos: https://www.igmetall-koblenz.de/aktuelles/meldung/sozialstaat-verteidigen-solidarische-reformen-statt-kuerzungspolitik