07/12/2025
Ist denn gar keiner mehr hilfsbereit in unserer Welt? Manchmal scheint es so, oder? 🤔 Aber wir haben gute Neuigkeiten: Ja, es gibt noch hilfsbereite Menschen. Sie sind real und wir haben sie mit eigenen Augen gesehen - in unserem Alltag als Eichhörnchen-Retter und - Pfleger. Statt uns also auf Negatives zu fokussieren, möchten wir zur Adventszeit einen Dank aussprechen an all die Tierfreunde, die uns anrufen, geduldig bleiben, bei Rettungsaktionen vor Ort unterstützen, Fundtiere mit dem Privatwagen zu Behandlungen und Schutzstationen fahren, Ideen einbringen, eine Erstversorgung machen, nicht schreien, nicht wüten, sondern gemeinsam ein Ziel erreichen wollen: Eichhörnchen retten. 🐿️ Und was gibt’s Cooleres als das?!
Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Kaminhörnchen? Ein Eichhörnchen, das durch einen Schornstein in den Kamin eines Privathauses geraten war und ohne Hilfe nicht mehr herauskam. Stundenlang saß unser Team-Mitglied gemeinsam mit dem Wohnungseigentümer bei eisigen Temperaturen bei offenen Fenstern im Wohnzimmer, um das Hörnchen herauszulocken und zugleich Fluchtmöglichkeiten zu bieten. Am Ende wurden Hilfsmittel mit Gegenständen aus dem Keller improvisiert, um einen Ausstieg zu bauen, und das Hörnchen fand seine Freiheit wieder. 🪜
Dann gab’s unser Bibliothekshörnchen, das sich in Berlin in einer Uni-Bibliothek verlaufen hatte. Mutmaßlich natürlich, um Bücher über die Weltherrschaft zu schmökern. ⚠️ Über eine Woche lang waren unser Helfer und das Bibliotheksteam auf der Suche, klapperten im wahrsten Sinne jeden Buchrücken in jedem Regal ab, schauten in Schächte und machten Sonderöffnungszeiten für die Suche möglich. Dieses Hörnchen hatte sich am Ende offenbar genug Wissen angelesen, um selbst den Weg in die Freiheit durch ein offenes Fenster zu finden. Wahrscheinlich saß es draußen mit einer Nuss und hat sich über die Arbeit der ganzen Helfer ins Pfötchen gelacht. 🤭
Ein anderes Mal war es ein junges Eichhörnchen, das sich verletzt und unter einem Auto versteckt hatte. Als unser Vereinsmitglied eintraf, hatte es sich taktisch klug mittig unter dem Auto verschanzt. Zum Glück waren eine zufällig vorbeifahrende Radfahrerin und ein Spaziergänger sofort bereit, uns zu helfen, um das Hörnchen zu sichern. Und nicht nur das, der nette Spaziergänger brachte das Tier sogar noch fix mit seinem privaten Auto in die fünfzehn Minuten entfernte Tierklink, da unser Vereinsmitglied lediglich mit dem Fahrrad in der Nähe gewesen war, als der Notruf kam. 🚗
Es sind Momente wie diese, durch die vielleicht unser Abendessen eine Stunde später stattfindet, ein Euro Spritkosten anfällt oder sogar die Hütte kalt wird - doch für ein Tier bedeutet es die Chance auf Leben. Wir haben die Chance, einen Unterschied zu machen. Mit euch. Danke von Herzen dafür. 🎄🐿️
Fotos: Holger Koppatsch / Eichhörnchen Notruf e.V.