09/05/2026
Die drei (schein-)heiligen Königinnen
Nein, wir haben die Feiertage nicht durcheinander gehauen. Am 2. Mai erhielt unsere erste Vorsitzende Saskia Besuch von drei Damen. Nicht aus dem Morgenland, sondern aus Kappelkinger. Statt Gold, Weihrauch und Myrre gab es eine Lage Katzenfutter, überreicht durch Königin Maus.
Liebe Liane,
herzlichen Dank für diese Spende.
Leider konnten wir der Einladung, dein Hoffest zu besuchen, nicht nachkommen. Stattdessen haben wir um das Leben einer Katze und deren Kitten gekämpft. Ungeheuerlich, dass diese Katze samt Kitten ein fröhliches Wiedersehen vereitelte. Was hätten wir nicht alles an Anliegen besprechen können, die die Botschafterin des Friedens überbrachten.
- Frieden in Frankreich
- Hilfe für AW
- Die bösen monatlichen Kontrollen durch Gendarmerie, denen du ausgesetzt bist.
- Die Hilfspersonen, die monatlich anreisen müssen, da du diese nachweisen musst.
Ja, deine (schein-)heiligen Königinnen brachten die traurigen Nachrichten schneller als deine Störche.
Verzeih auch, dass wir deine reichhaltigen Erfahrungen mit Tierkliniken aus dem Werk „Klopapierspende fürs Fest“ nicht nutzen konnten. Was wäre das für ein Rettungsgaudi gewesen. Wenn wir ohne zu jammern Katzenfutter von deinen Abgesandten erhalten, was wäre da nicht noch drin gewesen.
Jetzt haben wir, nach vollständig aus eigenen privaten Mitteln bezahlter Rechnung in einer für unseren Notfall ausgerüsteten Klinik, um Hilfe gebeten. Kein Pavillon, keine Putzmittel – auch keinen Eierlikör, den du ja aufgrund deiner Medikamente, die du nicht nimmst, nicht trinken kannst – sondern einfach um Unterstützung.
Es tut uns leid, dich nicht gefragt zu haben. Deine Pflege- und Betreuungsleistungen sind gerichtssicher dokumentiert und in Urnen zählbar.
Die Kitten haben es leider nicht überlebt, aber das Muttertier Anna. Und dennoch würden wir es wieder genauso tun. Wer ein trächtiges Tier aufnimmt, der trägt auch die Verantwortung. Genauso werden wir es in Zukunft handhaben.
Zuletzt noch ein paar Worte zu einem Kommentar, dass wie zu viele Tiere aufgenommen haben. Dies ist Unsinn. Wir kastrieren Katzen! Dass wir hochträchtige Katzen nicht kastrieren, ist denknotwendig. Diese Katzen direkt wieder auszusetzen, wäre sicherlich eine Möglichkeit – allerdings keine, die mit unseren Vorstellungen von Tierschutz korrespondiert.
Es sei uns zugestanden, dass wir um Unterstützung bitten, die andere als Selbstverständlichkeit einfordern. Wirtschaftlichkeit ist keine Erwägung im Tierschutz.
Für alle übrigen Fragen benutzen wir, wie bereits mitgeteilt, den juristischen Weg.