Zebra e.V.

Zebra e.V. zebra e.V. berät Betroffene, Angehörige und Zeug_innen nach rassistischen, antisemitischen und anderen rechtsmotivierten Angriffen in Schleswig-Holstein.

berät Betroffene, Angehörige und Zeug_innen nach rassistischen, antisemitischen und anderen rechtsmotivierten Angriffen. Wir leisten bei juristischen, finanziellen und psychosozialen Fragen Unterstützung. Das Angebot ist kostenlos, freiwillig und kann anonym in Anspruch genommen werden. Dafür ist keine Anzeige bei der Polizei notwendig.

Nach einigen Überlegungen haben wir uns dafür entschieden unsere Aktivitäten bei Facebook einzustellen. Das bedeutet, da...
18/03/2025

Nach einigen Überlegungen haben wir uns dafür entschieden unsere Aktivitäten bei Facebook einzustellen. Das bedeutet, dass zwar unsere Seite weiterhin vorhanden bleibt, wir hier aber keine Postings oder Veranstaltungen mehr veröffentlichen werden. Wenn ihr weiterhin mit uns in Kontakt bleiben wollt, könnt ihr uns bei Instagram oder Bluesky folgen.

Sofern du dich aufgrund eines Beratungswunsches an uns wenden wolltest, kannst du uns über über die Mailadresse [email protected] kontaktieren oder unsere Onlineberatung nutzen: https://www.zebraev.de/onlineberatung/

‼️ Solltest du dich in einer akuten Krise befinden oder dringend Hilfe benötigen, melde dich hier:
-Telefonseelsorge, 24/7 erreichbar, "0800 / 111 0 111" oder im Chat https://online.telefonseelsorge.de/
-Notruf 112


20/02/2025
Wir wollen nicht mehr warten. Keiner von uns, der das überlebt hat.“ Überlebende des Brandanschlages, Juli 2024 in der W...
22/01/2025

Wir wollen nicht mehr warten. Keiner von uns, der das überlebt hat.“ Überlebende des Brandanschlages, Juli 2024 in der Webdokumentation „Gegen Uns“

Im Gespräch mit Journalistin Julia Oelkers und ZEBRA stehen bei dieser Veranstaltung die Erfahrungen der Überlebenden sowie deren Angehörigen und die langfristigen Folgen der Straflosigkeit dieses rassistischen Anschlags im Mittelpunkt.

Wir fordern die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im Schleswig-Holsteinischen Landtag, um die Versäumnisse und Fehler nach dem Brandanschlag zu klären. Zusätzlich ist eine Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Generalbundesanwaltschaft notwendig.

Die gesamte Webdokumentation könnt ihr online sehen. Link in Bio.


Am 16. Januar ereignete sich ein antisemitischer Anschlag auf das Wahlkreisbüro des Abgeordneten Matthias Stein der SPD ...
20/01/2025

Am 16. Januar ereignete sich ein antisemitischer Anschlag auf das Wahlkreisbüro des Abgeordneten Matthias Stein der SPD in Kiel Gaarden. Die Scheibe des Büros wurde zerstört, sowie beschmiert.
Die Gewaltbereitschaft israelfeindlicher Täter*innen zeigt sich bereits Anfang diesen Jahres erneut und bestätigt die Zunahme, die wir bereits 2024 beobachten konnten.

Wir stehen solidarisch an der Seite von Matthias Stein, seinen Kolleg*innen und der gesamten DIG.
Den israelfeindlichen Angriff verurteilen wir aufs Schärfste. Wir sprechen uns entschieden gegen jede Form von Antsemitismus, Antizionismus und Gewalt aus.




„Für uns war klar: Das war ein Anschlag!“Ottodzo Dope (Marie) Agonglovi, Juni 2024 In den frühen Morgenstunden des 18. J...
15/01/2025

„Für uns war klar: Das war ein Anschlag!“
Ottodzo Dope (Marie) Agonglovi, Juni 2024

In den frühen Morgenstunden des 18. Januar 1996 brennt die dreistöckige Unterkunft für Geflüchtete in der Lübecker Hafenstraße 52. Sieben Kinder und drei Erwachsene verlieren ihr Leben, während sie versuchen, dem Fenster zu entkommen.
Dieser Brandanschlag ist einer der schlimmsten in der Geschichte Deutschlands.
Obwohl Hinweise auf vier Ne***zis hindeuten, wird ein Hausbewohner beschuldigt; die wahren Täter sind bis heute nicht gefasst.

Anlässlich des 29. Jahrestages finden mehrere Erinnerungsveranstaltungen durch die Initiative Hafenstraße '96 in Lübeck statt:

Schauspiel Hafenstraße
17. Januar 2025 20:00 Uhr | Theater Lübeck

Gedenken Hafenstraße’96
18. Januar 2025 14:00 Uhr | Gedenkort Hafenstraße

Webdokumentation „Gegen uns“
24. Januar 2025 19:00 Uhr | Hansemuseum - Saal Beichthaus

Außerdem könnt ihr euch die gesamte Webdokumention online ansehen: https://gegenuns.de/luebeck/

 Mindestens drei Angriffe in der SilvesternachtIn Schleswig-Holstein kam es zum Jahreswechsel zu mindestens drei mutmaßl...
13/01/2025



Mindestens drei Angriffe in der Silvesternacht

In Schleswig-Holstein kam es zum Jahreswechsel zu mindestens drei mutmaßlich rechten Angriffen - der traurige Höhepunkt eines Jahres, in dem die Beratungsstelle ZEBRA so viele Fälle rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe beraten hat, wie nie zuvor.

In Neumünster wurden die Büroräume der Sinti Union durch einen Sprengsatz zerstört. Die Explosion im Eingangsbereich richtete großen Schaden an, die Glassplitter flogen durch den ganzen Raum. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da sich zum Tatzeitpunkt ausnahmsweise keine Personen im Büro aufhielten.

Im Autonomen Jugendhaus Bargteheide wurden in der Silvesternacht zahlreiche Gegenstände im Außenbereich des Geländes zerstört und eine Veranstaltungsbühne brannte ab. Das AJH spricht in einem Instagrampost von Brandstiftung, die sich in eine Serie von rechten Angriffen auf das AJH und Einzelpersonen in Bargteheide einreiht.

In Nübbel bei Rendsburg beschossen 4 junge Männer eine Unterkunft für Geflüchtete gezielt mit Feuerwerkskörpern. Laut der Polizei werde zudem geprüft, ob auch Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgefeuert wurden. Auch bei diesem Angriff wurde glücklicherweise niemand körperlich verletzt.

Die Angriffe zeigen exemplarisch das hohe Gewaltpotential rechter, rassistischer und antisemitischer Taten auch in Schleswig-Holstein. Wo sich, wie an Silvester, Möglichkeitsräume für solche Angriffe ergeben, werden diese von Täter*innen auch genutzt. Recher Gewalt entgegen treten - Betroffene schützen!

Wenn ihr selbst betroffen seid oder Betroffene kennt, meldet euch bei uns.

Lothar Fischer, 31 Jahre alt, wurde in der Silvesternacht 1991 in Flensburg von einem rechtsextremen Skinhead so schwer ...
06/01/2025

Lothar Fischer, 31 Jahre alt, wurde in der Silvesternacht 1991 in Flensburg von einem rechtsextremen Skinhead so schwer verletzt, dass er sechs Tage später starb.

Als wohnungsloser Mensch entsprach er dem Feindbild der extremen Rechten. Ursprünglich aus Bayern stammend, verbrachte er die Nacht im „Taubenhaus“ und traf dort auf den angetrunkenen Täter. Nach einer abfälligen Äußerung über Skinheads wollte dieser ihm „einen guten A***h voll hauen“.

Der Ne***zi misshandelte Lothar Fischer brutal und trat mehrfach auf ihn ein. Schwer verletzt kam er ins Krankenhaus, verließ es jedoch gegen ärztlichen Rat. Am 6. Januar 1991 starb er an seinen Verletzungen.

Der Täter wurde am 20. April 1993 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt; sein mildernder Strafgrund war Fischers eigenmächtiger Krankenhausaufenthalt.


Nach der gestrigen Vertrauensfrage steht fest, dass im Februar Neuwahlen anstehen. Rechte Parteien haben bereits in dies...
17/12/2024

Nach der gestrigen Vertrauensfrage steht fest, dass im Februar Neuwahlen anstehen.

Rechte Parteien haben bereits in diesem Jahr Erfolge erzielt und die Gefahren von Rassismus und Antisemitismus steigen. Gleichzeitig werden zivilgesellschaftliche Initiativen finanziell beschnitten.

Um Betroffene zu unterstützen, ist eine kontinuierliche Finanzierung unerlässlich. Bitte unterstützt den Spendenaufruf unseres Dachverbands VBRG! Gemeinsam fördern wir eine starke Zivilgesellschaft! 💪




Kleiner Hinweis: Jede Spende wird von Campact e.V. verdoppelt!

Am 23. November 1992 starben die 51-jährige Bahide Arslan und ihre Enkelinnen, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 10-jäh...
22/11/2024

Am 23. November 1992 starben die 51-jährige Bahide Arslan und ihre Enkelinnen, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 10-jährige Yeliz Arslan, bei einem rassistischen Brandanschlag in Mölln (Schleswig-Holstein). Zwei Ne***zis griffen mit Molotowcocktails zwei Häuser an, in denen türkeistämmige Menschen lebten. Der zweite Anschlag traf das Haus der Familie Arslan; während Bahide ihren Enkel İbrahim rettete, verlor sie dabei ihr Leben. Auch Yeliz und Ayşe erlagen später ihren Verletzungen.

Während des Feuers meldete sich ein anonymer Anrufer bei Polizei und Feuerwehr. Kurz nach den Angriffen wurden Lars C., 19 Jahre alt, und Michael P., 25 Jahre alt, festgenommen – beide waren bekannte Ne***zis aus der Region.

Michael P. wurde am 8. Dezember 1993 wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt; Lars C. erhielt zehn Jahre Jugendstrafe.

Der Brandanschlag sorgte weltweit für Entsetzen: Über 10.000 Menschen nahmen an einer Trauerfeier in Hamburg teil. Eine Gedenktafel erinnert heute am Tatort an die Ermordeten; Plätze wurden nach Bahide Arslan benannt.

Die Stadt Mölln veranstaltet jährlich eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Anschlags; Ibrahim Arslan initiierte zudem die „Möllner Rede im Exil“, um kritisch über Rassismus aufzuklären und angemessen zu gedenken.




**Tag der Kinderrechte: Schutz für alle Kinder – gegen Hass und rechte Angriffe**Heute, am Tag der Kinderrechte, erinner...
20/11/2024

**Tag der Kinderrechte: Schutz für alle Kinder – gegen Hass und rechte Angriffe**

Heute, am Tag der Kinderrechte, erinnern wir uns daran, dass jedes Kind auf der Welt ein Recht auf Schutz, Bildung, Gesundheit und eine gewaltfreie Kindheit hat. Doch diese Rechte sind für viele Kinder alles andere als selbstverständlich. Besonders erschreckend ist, dass auch Kinder immer häufiger Ziel rechter Angriffe werden – sei es durch Hassreden, Diskriminierung oder direkte Gewalt.

Kinder, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Lebenssituation angegriffen werden, erleben nicht nur körperliche, sondern auch seelische Gewalt. Hetze in Schulen, rassistische Übergriffe oder gezielte Diskriminierung im Alltag rauben ihnen die Sicherheit, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Viele Kinder erleben auch eine indirekte Betroffenheit bespielsweise, wenn ihre Eltern angegriffen wurden.

Das dürfen wir nicht hinnehmen.

Kinderrechte gelten für alle**: Es ist unsere Aufgabe, uns klar gegen jede Form von Diskriminierung und Hass zu stellen. Kinder haben das Recht, in einer Welt aufzuwachsen, in der sie sicher sind.

Was können wir tun?**
- Setzen wir uns für ein solidarisches Miteinander ein – in der Schule, im Verein und im Alltag.
- Fördern wir Aufklärung und Bildung gegen rechte Ideologien.
- Zeigen wir Zivilcourage, wenn wir Hass erleben – online wie offline.

Kinder sind unsere Zukunft. Wenn wir sie nicht schützen, verraten wir die Werte, auf denen eine gerechte und friedliche Gesellschaft aufbaut. Am heutigen Tag der Kinderrechte sollten wir nicht nur feiern, was erreicht wurde, sondern auch kämpfen für das, was noch zu tun ist: eine Welt, in der kein Kind in Angst aufwachsen muss.

Gemeinsam gegen Hass, für die Rechte aller Kinder!



15/11/2024

Adresse

Eckernförder Str. 87
Kiel
24116

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