Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein Tgs-h

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Identität und Auftrag: Wer sind wir? Was ist unser selbstgewählter und/oder trägerspezifischer Auftrag? Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) ist ein ehrenamtlich geleiteter, landesweiter, gemeinnütziger Verein, bei dem private und juristische Personen Mitglied werden können. Der Dachverband TGS-H hat seinen Hauptsitz in Kiel und Außenstellen in Lübeck, Neumünster, Pinneberg und Elmshorn. Gegründet wurde die TGS-H am 26. November 1995 als Interessenvertretung der türkeistämmigen Menschen in Schleswig-Holstein. Mittlerweile werden auch Dienstleistungen für Menschen mit anderen Migrationsgeschichten angeboten. Ziel ist die Gleichbehandlung aller Menschen jedweder Herkunft mitsamt ihrer Religion, Kultur und Sprache in allen Lebens- und Arbeitsbereichen. Die geleistete Arbeit in der Interessenvertretung geschieht auf der Grundlage der Werte der TGS-H.

2. Werte: Wofür stehen wir? Die TGS-H ist pluralistisch, parteipolitisch unabhängig, jedoch für die rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Gleichbehandlung der türkischen und der übrigen Einwandererbevölkerung parteiisch. Die TGS-H fühlt sich den säkularen, freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichtet und tritt für eine Politik der Integration der kulturellen Minderheiten bei gleichzeitiger Fortentwicklung ihrer kulturellen Identität ein. Rassismus und Diskriminierungen werden entschieden abgelehnt.

3. Einrichtungsspezifische Kunden: An wen wenden wir uns (potenzielle Kunden)? Für wen sind wir »zuständig«? Die TGS-H setzt sich für die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund ein und versucht die Integration, gesellschaftliche Teilhabe und Kompetenzstärkung der Menschen voranzutreiben. Dabei möchte sie die Öffentlichkeit, die auf die Thematik Migration sensibilisieren. Integration gelingt nach Ansicht der TGS‑H, wenn sowohl ein Bemühen der Minderheiten- als auch die Akzeptanzbereitschaft der Mehrheitsbevölkerung vorhanden ist. Zur Zielgruppe der TGS‑H zählen auch Förderer, die die TGS-H für die Realisierung ihrer Dienstleistungsangebote gewinnen möchte.

4. Allgemeine Ziele: Welche allgemeinen Ziele wollen wir mit unserer Organisation erreichen? Was streben wir für die eigene Organisation an? Die TGS-H will Ansprechpartner der Öffentlichkeit sein, Menschen in ihrem Integrationsprozess in die deutsche Gesellschaft unterstützen und dabei helfen, ihre Rechte zu verwirklichen und ihre Kultur, Sprache und Religion zu bewahren. Zudem möchte die TGS-H die Anerkennung der Türken als kulturelle Minderheit in Schleswig-Holstein bzw. in Deutschland erreichen.

5. Fähigkeiten: Was können wir? Über welche Kompetenzen, welches "Know-how" verfügen wir? Die TGS-H besteht aus einem multiprofessionellen, engagierten und multilingualen Team mit verschiedenen Qualifikationen u.a. im wirtschaftlichen, rechtlichen, pädagogischen und ernährungswissenschaftlichen Bereich. Dies ermöglicht ein breites Angebot von Dienstleistungen, welche verschiedene Bevölkerungsgruppen ansprechen. Interkulturelle Öffnung und eine Nähe zur Interessengemeinschaft werden bei den MitarbeiterInnen vorausgesetzt. Gute Deutschkenntnisse ermöglichen den Brückenbau zu der Mehrheitsgesellschaft. Unser ehrenamtlicher Vorstand besteht aus 15 engagierten Personen, die partnerschaftlich mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Geschicke des Vereins partizipativ leiten. Loyalität und Vertrauen sind die Grundlagen, auf die die Arbeit in der TGS-H basiert. Wir legen Wert auf eine transparente Kommunikation miteinander und auch nach außen.

6. Leistungen: Was, welche Produkte und Dienstleistungen, bieten wir? Die TGS-H ist ein anerkannter Projektträger. Der Schwerpunkt der Projekte liegt dabei auf Integrations-, Partizipations- und Bildungsangeboten. Desweiteren leisten wir juristische Unterstützung und Beratung bei Klagen im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGGs) und bieten nach Bedarf Informationsveranstaltungen an. Auch muttersprachliche Beratung oder muttersprachliche Begleitung werden bereitgestellt. An die Politik stellt die TGS-H Forderungen in Hinblick auf die Akzeptanz der Bevölkerung mit Migrationshintergrund und veröffentlicht Stellungnahmen zu aktuellen migrations-politischen Themen. Zusätzlich bietet die TGS-H vom BAMF geförderte Integrationskurse für Frauen an. Weitere Angebote, wie z.B. Türkisch-Kurse oder Orientalischer Bauchtanz wurden als Vereinsarbeit ins Leben gerufen.

7. Ressourcen: Was haben wir dafür zur Verfügung? Worauf können wir zurückgreifen? Die TGS-H verfügt über mehrere Außenstellen und Mitgliedsvereine. Diese ermöglichen einen größeren, landesweiten Wirkungskreis für die Leistungen und Angebote der Türkischen Gemeinde. Die Räumlichkeiten sind infrastrukturell gut eingebunden. Eine Barrierefreiheit ist nur in der Außenstelle in Neumünster gewährleistet. Die TGS-H ist auch im Internet präsent, wo Veröffentlichungen der Türkischen Gemeinde und Auszüge aus der deutschen und türkischen Presse zu finden sind. Desweiteren verfügt die TGS-H über eine kleine Bibliothek. Die projektbezogene Arbeit wird aus Fördergeldern und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Die ProjektmitarbeiterInnen werden je nach Qualifikation in den Projekten beschäftigt und durch Fortbildungen weiter geschult. Die TGS-H ist mit anderen Maßnahmeträgern und Regeldiensten vernetzt. Durch die Aktivität in Vereinsverbünden, regionalen Netzwerken, Begleitausschüssen und Aufsichtsräten werden Kooperationen und der Austausch von Informationen ermöglicht. Mit Informationsmaterialien informiert die TGS-H über die laufenden Projekte und angebotenen Dienstleistungen.

8. Definition gelungener Dienstleistung:

Die angebotenen Dienstleitungen der TGS-H werden von der TGS-H als gelungen angesehen, wenn Zielindikatoren, wie die Erkennung und Annahme von Herausforderungen von Menschen im Integrationsprozess, ein Einander näherbringen und Tolerieren von Menschen verschiedener Kulturen, der Abbau von Hemmnissen und Barrieren und eine Einbringung in die Gesellschaft erreicht werden. Zudem ist auch eine positive Rückmeldung der TeilnehmerInnen Zeichen gelungener Dienstleistungen.

9. Definition gelungenen Lernens:

Lernen ist ein individueller Prozess und immer auch abhängig vom Lernenden. Die TGS-H hat es sich zur Aufgabe gemacht über Bildung die Grundlage für eine gleichberechtigte Teilhabechancen zu schaffen. Lernen ist für die TGS-H gelungen, wenn das dazugelernte Wissen oder Können im Alltag Anwendung findet, die Persönlichkeit entfaltet werden kann, soziale Integration gesteigert wird und kompetente, ausgebildete Lehrkräfte eingesetzt werden und die Lernangebote den Lernbedürfnissen und dem Lernniveau angepasst werden.

TÜRKİYE CUMHURİYETİ 103 YAŞINDA!Bazı tarihler vardır; yalnızca takvim yapraklarına değil, bir milletin kaderine yazılır....
29/10/2026

TÜRKİYE CUMHURİYETİ 103 YAŞINDA!

Bazı tarihler vardır; yalnızca takvim yapraklarına değil, bir milletin kaderine yazılır. 29 Ekim, işte o tarihlerden biridir. Bir milletin küllerinden yeniden doğduğu, esarete boyun eğmediği, umutsuzluğun karşısına inançla dikildiği ve bağımsızlığını Cumhuriyet ile taçlandırdığı gündür bugün!

Bundan tam 103 yıl önce, Gazi Mustafa Kemal Atatürk ve silah arkadaşları, yalnızca bir yönetim biçimi ilan etmediler; bir millete kendi geleceğini belirleme hakkını, özgür yaşama iradesini ve çağdaş uygarlık yolunda ilerleme umudunu armağan ettiler.

Cumhuriyet; bir milletin “Ben varım, ben özgürüm, ben kendi kaderimin sahibiyim!” diye haykırışıdır. Cumhuriyet; kadının eşitliği, çocuğun umudu, gencin hayali, emeğin onuru, düşüncenin özgürlüğü ve insanın insanca yaşama hakkıdır. Cumhuriyet; farklılıklarımızla bir arada yaşayabilmenin, ortak değerler etrafında kenetlenebilmenin ve hiçbir gücün millet iradesinin üzerinde olmadığını bilmenin adıdır.

Ve unutulmamalıdır ki Cumhuriyet, yalnızca geçmişten devraldığımız bir miras değil; gelecek nesillere karşı taşıdığımız büyük bir sorumluluktur. Aklın, bilimin, özgürlüğün, adaletin ve demokrasinin ışığında yürümeye devam edeceğiz. Çünkü biliyoruz ki Cumhuriyet, 29 Ekimlerde kutlanan bir bayram değil; her gün yeniden sahip çıkılması gereken bir yaşam biçimidir.

29 Ekim Cumhuriyet Bayramınız kutlu olsun!

Dr. Cebel Küçükkaraca
- Schleswig-Holstein Türk Toplumu Başkanı

Fachforum in Kiel befasst sich mit „Postsowjetischer Vielfalt im Blick“ 🏛️Das Projekt „diyalog – Bildungs- und Informati...
23/10/2026

Fachforum in Kiel befasst sich mit „Postsowjetischer Vielfalt im Blick“ 🏛️
Das Projekt „diyalog – Bildungs- und Informationsstelle Auslandsbezogener Extremismus“ hat am 16. Oktober zu einem interdisziplinären Austausch in die Räumlichkeiten der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. eingeladen. Im Mittelpunkt standen die gesellschaftlichen Dynamiken und Identitätsprozesse von Menschen mit postsowjetischer Migrationsgeschichte in Deutschland.
Das Programm im Überblick:
🎙️ Wissenschaftliche Impulse
Als Hauptrednerin beleuchtete Dr. Tatiana Golova von der Freien Universität Berlin die theoretische Ausdifferenzierung von Migrationsbiografien. Sie zeigte auf, wie insbesondere der Ukraine-Krieg hybride Identitäten destabilisiert und zu konkurrierenden illiberalen sowie pro-demokratischen Diasporaprojekten führt.
💬 Austausch im Expertenpanel
Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es in die Diskussion zu „Radikalisierung, Resilienz und Handlungsperspektiven der Prävention“. Dr. Tatiana Golova, Lukas Hanitsch (Experte bei PROvention) sowie Bilal Yalçın (Projektleitung von diyalog) erörterten die Hintergründe von Radikalisierungsprozessen innerhalb polarisierter Strömungen und diskutierten Ansätze zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz.
💡 Das zentrale Fazit: Zugehörigkeiten sind keine automatische Folge von Migration. Sie werden in konfliktreichen Kontexten ständig neu ausgehandelt.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den engagierten Austausch. Die gewonnenen Impulse fließen direkt in die weitere Arbeit des Projekts diyalog ein.

Wir laden Euch herzlich zu einer besonderen Filmvorführung und anschließenden Gesprächsrunde in der Türkischen Gemeinde ...
28/09/2026

Wir laden Euch herzlich zu einer besonderen Filmvorführung und anschließenden Gesprächsrunde in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein ein.

🎬 „Was tun gegen Ratten – Ein Stadtteil kämpft gegen den Müll“

Die NDR-Autorin Paola Mester hat über mehrere Monate in Kiel-Gaarden gedreht und dabei die Themen Müll, Ratten, Zusammenleben und Stadtentwicklung aufgegriffen. Auch Menschen aus unserem Stadtteil kommen im Film zu Wort.

Im Anschluss an die Vorführung möchten wir gemeinsam diskutieren. Oberbürgermeister Samet Yilmaz wird ebenfalls vor Ort sein und für Fragen und den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

Samstag, 3. Oktober 2026

Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein
Elisabethstraße 59, Kiel-Gaarden

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr dabei seid und die Gelegenheit nutzt, Eure Fragen, Erfahrungen und Ideen einzubringen.

Kommt gerne vorbei – und bringt auch Freunde, Familie und Bekannte mit!

22/09/2026

„Das Maß ist voll“: Türkische Gemeinde in Deutschland warnt nach AfD-Wahlerfolg vor Gewalt und appelliert an Politik und Wählende

Nach dem zweiten Wahlsieg der AfD binnen zwei Wochen fordert die Türkische Gemeinde in Deutschland klare Haltung von den demokratischen Parteien und fragt AfD-Wählende: Ist das das Land, in dem Sie leben möchten?

Nach Sachsen-Anhalt ist die AfD nun auch in Mecklenburg-Vorpommern stärkste Kraft geworden. In Sachsen-Anhalt stuft der Verfassungsschutz die Partei als gesichert rechtsextremistisch ein. Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) warnt vor den Folgen für Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte und richtet einen dringenden Appell an die demokratischen Parteien und an alle, die ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben.

„Das Maß ist voll“, sagt Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der TGD. „Im zweiten Bundesland binnen zwei Wochen ist die AfD stärkste Kraft geworden. Wann reden wir endlich über die Menschen, die jetzt bedroht sind? In Sachsen-Anhalt hat der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erklärt, man verteufele die Rüstungsproduktion nicht pauschal, weil man bei späteren ‚Remigrations- und Abschiebeoffensiven‘ entsprechende Hilfsmittel brauche. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich rechtsextremistische Gewalttäter aus dem Umfeld der AfD durch diese verbale Gewalt motiviert fühlen, Menschen zu jagen und Häuser anzuzünden. Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Polizei und Feuerwehr sie im Ernstfall schnell und konsequent schützen, ganz gleich, wer regiert. Dass wir diese Frage überhaupt stellen müssen, zeigt, wie ernst die Lage ist.“

Was in öffentlichen Debatten als Provokation beginnt, wirkt längst in den Alltag von Millionen Menschen hinein. Wenn Grundwerte zur Disposition gestellt werden, trifft das das Fundament unserer Einwanderungsgesellschaft.

Gökay Sofuoğlu erklärt: „Pauschale Herabwürdigungen, Stigmatisierungen und das Spiel mit Ängsten dürfen nicht länger als legitime Mittel der politischen Auseinandersetzung akzeptiert werden. Politik darf gesellschaftliche Bruchlinien nicht vertiefen, sie muss Haltung zeigen. Wir erwarten von allen demokratischen Parteien und Verantwortungsträger*innen, dass sie sich schützend vor die Menschen stellen, die sich bedroht fühlen, und für echte Teilhabe eintreten – klar, unmissverständlich und ohne wahltaktische Manöver.“

Die TGD wendet sich zugleich direkt an die Wählerinnen und Wähler der AfD. Sie will nicht glauben, dass fast 40 Prozent der Wählenden im Osten sich ein Land wünschen, in dem keine Menschen mit Migrationsgeschichte mehr leben. Wer die AfD gewählt hat, sollte sich Nachbarn, Kolleginnen und Ärzte mit Migrationsgeschichte einmal aus dem eigenen Alltag wegdenken und sich fragen, ob das noch das Land ist, in dem er oder sie leben möchte. Der Denkzettel ist bei allen Parteien angekommen. Die TGD fordert dazu auf, die gemeinsame Zukunft nicht Politiker*innen zu überlassen, die die Werte des Grundgesetzes verachten.

„Wir gratulieren Manuela Schwesig zu ihrem starken Abschneiden in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Gökay Sofuoğlu. „In Berlin freuen wir uns über den Sieg von Elif Eralp und darüber, dass die Stadt zum ersten Mal eine Regierende Bürgermeisterin mit türkischen Wurzeln bekommen könnte, und das im 65. Jahr des Anwerbeabkommens zwischen Deutschen und der Türkei.“

Kaan Bağcı

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 015206862206

Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.

Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

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16/09/2026

Heute hat mich Cebel Küçükkaraca von der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein im Bildungsministerium besucht. Seit vielen Jahren kennen wir uns und haben schon an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. Heute ging es um den Herkunftssprachlichen Unterricht an unseren Schulen. Aber auch darum, wie wir Eltern besser für eine Bildungspartnerschaft mit den Lehrkräften und Schulen begeistern können. Gerade gestern hat uns PISA gezeigt, dass wir uns darum stärker kümmern müssen. Dieses Jahr im Februar hat schon ein großer Austausch mit den Migrantenverbänden dazu stattgefunden. Wir wünschen uns dazu jetzt eine Folgeveranstaltung. Danke für den Besuch.

23/08/2026
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) verurteilt den islamistisch motivierten Terroranschlag auf den Christop...
28/07/2026

Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) verurteilt den islamistisch motivierten Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin in aller Deutlichkeit. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die durch diese abscheuliche Tat körperlich oder seelisch verletzt wurden. Wir stehen fest und solidarisch an der Seite der queeren Community und ihrem Einsatz für Vielfalt, Gleichberechtigung, Toleranz und das Recht jedes Menschen, frei und selbstbestimmt leben zu können.

10 Jahre nach dem rassistischen Anschlag von München: Rechte Gewalt bleibt Alltag in Deutschland (Pressemitteilung vom 2...
23/07/2026

10 Jahre nach dem rassistischen Anschlag von München:
Rechte Gewalt bleibt Alltag in Deutschland (Pressemitteilung vom 22. Juli 2026)

Heute jährt sich der rassistische Terroranschlag am Münchner OEZ zum zehnten Mal. Am 22. Juli 2016 ermordete ein rechtsextremer Attentäter neun junge Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Tat wurde jahrelang als „Amoklauf" verharmlost und erst über drei Jahre später offiziell als rassistisch eingeordnet. Seither sind viele weitere Menschen von Rechtsextremisten getötet worden, u.a. in Kassel, Halle und Hanau.

„München war kein Einzelfall, sondern ist Teil einer Kette von rechtsextremem Terror in Deutschland. Wir gedenken der neun jungen Menschen vom OEZ. Ihr Tod darf nicht folgenlos bleiben", sagt Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland.

Aktuelle Zahlen des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) zeigen: Die Gefahr ist ungebrochen hoch. Die Beratungsstellen dokumentierten 2025 in 13 Bundesländern 3.167 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe – 4.298 Betroffene, im Schnitt 12 Menschen pro Tag. Rassismus bleibt mit über der Hälfte aller Fälle das häufigste Tatmotiv.

Sofuoğlu erklärt weiter: „Diese Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Betroffenen melden Vorfälle gar nicht, weil die Hemmschwelle zu hoch ist, aus Misstrauen gegenüber Behörden oder weil sie nicht wissen, wohin sie sich wenden können. Die Dunkelziffer ist also um ein Vielfaches höher. Außerdem denken viele Menschen bei Rassismus an Mord und Anschläge. Rassistische Gewalt zeigt sich aber vor allem im Alltag, bei der Wohnungssuche, im Job, in den Blicken der Menschen. Diese Alltagserfahrungen hinterlassen Spuren bei den Betroffenen.“

Die Türkische Gemeinde in Deutschland macht deutlich, dass Rassismus nicht nur eine individuelle, sondern auch eine kollektive Gefahr für die gesamte Gesellschaft und die Demokratie ist.

„Rechte Gewalt wächst nicht im luftleeren Raum. Das Unsagbare sagbar zu machen und rechtsextreme Positionen schleichend zu normalisieren sind ihr Dünger. Ausgerechnet in diesen Zeiten wird bei der Demokratieförderung und Extremismusprävention der Rotstift angesetzt. Wer Rechtsextremismus als ernsthafte Gefahr ansieht und Gedenken ernst meint, darf nicht gleichzeitig Strukturen abbauen, die genau das verhindern sollen.“

Kaan Bağcı

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 015206862206

Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.

Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

Als Bundesgeschäftsstelle setzen wir Themenschwerpunkte, an denen wir aktuell durch diese Projekte arbeiten. Unsere Leitbild „Vielfalt leben – für eine plurale Gesellschaft“ stellt dabei stets den Rahmen.

06/07/2026

Schleswig-Holstein Türk Toplumu Başkanı Dr. Cebel Küçükkaraca, 2 Temmuz 1993’te Sivas Madımak Oteli’nde yaşanan katliamda hayatını kaybedenleri andı.

Sivas Madımak`ta Yitirdiklerimizi Saygıyla Anıyoruz2 Temmuz 1993 tarihinde Sivas’ta Madımak Oteli’nde yaşanan ve 33 aydı...
03/07/2026

Sivas Madımak`ta Yitirdiklerimizi Saygıyla Anıyoruz

2 Temmuz 1993 tarihinde Sivas’ta Madımak Oteli’nde yaşanan ve 33 aydın, sanatçı ve yazar ile 2 otel çalışanının yaşamını yitirdiği katliamı, aradan geçen yıllara rağmen derin bir üzüntü ve saygıyla anıyoruz. Bu acı olay, yalnızca yaşamını yitirenlerin ailelerinin değil, demokrasiye, insan haklarına, laikliğe ve bir arada yaşama kültürüne inanan herkesin ortak hafızasında silinmeyen bir yara olarak varlığını sürdürmektedir.

Madımak Katliamı, nefret söyleminin, ayrımcılığın, hoşgörüsüzlüğün ve şiddetin toplumsal yaşamda yol açabileceği ağır sonuçları gözler önüne seren acı bir insanlık trajedisidir. Geçmişin acılarıyla yüzleşmek, adalet duygusunu güçlendirmek ve benzer olayların bir daha yaşanmaması için toplumsal hafızayı canlı tutmak, demokratik bir toplum olmanın temel sorumlulukları arasındadır.

Schleswig-Holstein Türk Toplumu olarak, farklılıkların bir ayrışma nedeni değil, toplumsal zenginliğin temel unsuru olduğuna inanıyoruz. İnsan onurunu esas alan, hiçbir kimsenin inancı, düşüncesi, kimliği ya da yaşam biçimi nedeniyle ötekileştirilmediği; eşitlik, özgürlük, hukuk devleti ve insan haklarının güvence altına alındığı bir toplum anlayışını savunmaya devam edeceğiz.

Toplumsal barışın kalıcı olarak güçlenebilmesi; karşılıklı saygının, demokratik değerlerin, hukukun üstünlüğünün ve insan haklarına bağlılığın ortak yaşamın vazgeçilmez ilkeleri olarak benimsenmesiyle mümkündür. Gelecek kuşaklara nefreti değil; dayanışmayı, hoşgörüyü, çoğulculuğu ve barış içinde birlikte yaşama kültürünü miras bırakmak hepimizin ortak sorumluluğudur.

Madımak Katliamı'nda yaşamını yitirenleri saygı, rahmet ve özlemle anıyor; ailelerinin ve yakınlarının acısını yürekten paylaşıyoruz.

Adresse

ElisabethStr. 59
Kiel
24143

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Montag 08:00 - 18:30
Dienstag 08:00 - 18:30
Mittwoch 08:00 - 18:30
Donnerstag 08:00 - 18:30
Freitag 08:00 - 18:30

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