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stolpersteineimnorden Die „Stolpersteine“ im Norden. In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - Kein Vergessen!

Wir sind auf der Kieler Woche!Ihr findet uns am 25.06. ab 16.00 Uhr auf dem Muddi Markt! Wer Lust auf einen kleinen Stol...
19/06/2026

Wir sind auf der Kieler Woche!

Ihr findet uns am 25.06. ab 16.00 Uhr auf dem Muddi Markt! Wer Lust auf einen kleinen Stolpersteine-Rundgang hat, kann sich unter [email protected] anmelden - oder schaut spontan vorbei und wechselt ein paar Worte mit uns.

Wir freuen uns auf euch!

Putzaktion 2026: Jette und Tube haben in Kiel den Stein von Arthur Landesmann geputzt.Er wurde am 25. März 1911 in Zolyn...
18/06/2026

Putzaktion 2026: Jette und Tube haben in Kiel den Stein von Arthur Landesmann geputzt.

Er wurde am 25. März 1911 in Zolynia/Polen als eines von insgesamt acht Kindern von Jacob Isaak Landesmann und Chana Landesmann geboren. Sein Vater fiel im
1. Weltkrieg, seine Mutter zog am 20. Dezember 1915 mit ihren acht Kindern nach Kiel. Arthur besuchte eine höhere Schule in Kiel und lebte dann in einem israelitischen Waisenhaus in Hamburg-Altona. In Kiel war er vom 2. April 1929 bis zum 31. April 1933 in der Adelheidstraße 19 mit seiner Mutter und seinen Geschwistern gemeldet. Die
verwitwete Mutter verdiente den Lebensunterhalt für die große Familie als Rohproduktenhändlerin. Als die NSDAP unter Adolf Hi**er am 30. Januar 1933 an
die Macht kam, war Arthur 22 Jahre alt. Ein halbes Jahr später, am 31. Juli 1933, floh er mit seiner Familie nach Den Haag in den Niederlanden, jedoch bestand weiter-
hin eine Verbindung nach Kiel, das seine Mutter bis 1937 regelmäßig besuchte. Während ihrer Besuche lebte sie bei Angehörigen in der Lerchenstraße. Arthur Landesmann schaffte es nach seiner Flucht, sich in den Niederlanden ein Leben als Kaufmann aufzubauen. 1937 verlobte er sich mit Bianca Steinfeld. Auch in Den Haag gelang es Arthur nicht, sich der deutschen Verfolgung zu entziehen. Zwei Jahre, nachdem Deutschland im Mai 1940 die Niederlande militärisch okkupiert hatte, wurde er ins Polizeigefängnis Scheveningen und am 23. August 1942 in das Sammellager Westerbork gebracht. Das zuvor für jüdische Flüchtlinge gedachte Lager war nach der Übernahme der Niederlande durch Deutschland in ein Durchgangslager für Deportationen
nach Osten umfunktioniert worden.
Arthur Landesmann wurde schließlich am 24. August 1942 mit 518 weiteren jüdischen Opfern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er am 15. September 1942 ermordet wurde (LH Kiel).

Veranstaltungstipp: In Bremen findet vom 17. Juni bis zum 27. Oktober im Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4, die Ausstell...
17/06/2026

Veranstaltungstipp: In Bremen findet vom 17. Juni bis zum 27. Oktober im Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4, die Ausstellung „Projekt Stolperstein: Biografien im Bild“ statt.

Quelle: Weser Kurier.

Putzaktion 2026: Nicole hat in Rostock die Steine von Selma und Albert Bragenheim geputzt.Albert Bragenheim wurde am 09....
16/06/2026

Putzaktion 2026: Nicole hat in Rostock die Steine von Selma und Albert Bragenheim geputzt.

Albert Bragenheim wurde am 09.08.1879 in Neukalen geboren. Vom 10. bis zum 11.11.1938 war er in Rostock inhaftiert, um dann bis zum 17.11. nach Altstrelitz verlegt zu werden. Nach der Pogrom-Nacht wurde er ins Zuchthaus gesteckt. Am 10.07.1942 wurde er ins Durchgangslager Ludwigslust eingewiesen, um dann am 11.06.1942 nach Auschwitz deportiert zu werden, wo er unverzüglich ermordet wurde.
Das gleiche Schicksal erlitt seine Frau Selma Bragenheim (geb. Bonheim) *12.07.1889 in Schwerin. Auch sie wurde am 11.07.1942 aus Ludwigslust nach Auschwitz deportiert (Bragenheim.de).

Die AG Zeitzeugin der Humboldt-Schule bat uns um Eure Unterstützung:  „Das Mädchen aus der Kieler Sternstraße *1928 Im Z...
15/06/2026

Die AG Zeitzeugin der Humboldt-Schule bat uns um Eure Unterstützung: „Das Mädchen aus der Kieler Sternstraße *1928
Im Zeitzeugin-Projekt für Kiel entstehen potentiell analoge, hybride und/oder digitale Produkte, um die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus aus einer besonderen Perspektive wach zu halten: Dem Mädchen aus der Sternstraße, geboren 1928 in Kiel, das seit der Flucht Ende 1938 im Land Israel lebt“.
Die AG würde gerne von den Transkriptionen der Audio-Aufnahmen der noch lebenden Zeitzeugin und ihrem verstorbenen Bruder, dem letzten jüdischen Schüler der heutigen Humboldt-Schule 1938, so viel wie möglich kontrolliert und korrigiert vorliegen haben.
Dafür brauchen sie Eure Schwarmzintelligenz! Dabei könnt Ihr einfach mithelfen! Ihr braucht nur mindestens 1 h Zeit. Wie soll das gehen?
Ihr bekommt von ihnen a) eine Audio-Datei und b) die dazugehörige Text-Datei einer KI-generierten Transkription der Audio-Datei.
Die Unterstützung besteht darin, die Text-Datei zu öffnen und die Audio-Datei abzuspielen, und so mitzulesen, ob in der Textdatei steht, was in der Audio-Datei zu hören ist. Falls etwas nicht stimmt oder fehlt, wird dies korrigiert oder ergänzt, damit die Text-Datei mit der Audio-Datei übereinstimmt. Die korrigierte Text-Datei schickt Ihr ihnen einfach zurück.
Wie könnt Ihr mitwirken? Ihr bekommt von der AG einen Link zugeschickt mit dem auszufüllenden Formular, [email protected].
Im Juli wird die Zeitzeugin übrigens 98 Jahre alt. Die AG will noch weitere Fragen sammeln und hofft, dass sie diese noch beantworten kann. Diese könnt Ihr ebenfalls in das Formular eintragen.

Putzaktion 2026: Sophie hat in Neumünster den Stein von Christian Muschkogel geputzt.Christian Muschkogel, der ein Mitgl...
10/06/2026

Putzaktion 2026: Sophie hat in Neumünster den Stein von Christian Muschkogel geputzt.

Christian Muschkogel, der ein Mitglied der KPD war und vermutlich als Schmied arbeitete, wohnte in der Färberstraße 13.
Er wurde bereits 1933 verhaftet und in das Konzentrationslager Esterwegen gebracht, später aber wieder freigelassen. 1939
erneut verhaftet, kam Muschkogel zunächst in das Konzentrationslager Sachsenhausen, bevor seine Verlegung in das Konzentrationslager Neuengamme erfolgte. Seine Häftlingsnummer lautete 00616. Fälschlicherweise ist früher angenommen worden, Muschkogel sei am 7. November 1944 während eines Transportes
gestorben. Tatsächlich hat die SS ihn an diesem Tag zusammen mit einundsiebzig weiteren politischen Gefangenen aus dem
Konzentrationslager Neuengamme für die SS-Sturmbrigade Dirlewanger zwangsrekrutiert. Diese wegen ihrer Härte berüchtigte SS-Einheit bestand aus straffälligen SS-Angehörigen sowie
zwangsweise eingezogenen Strafgefangenen und politischen Häftlingen aus Konzentrationslagern. Muschkogel kam als Angehöriger der SS-Sturmbrigade Dirlewanger ums Leben, wobei über Ort, Datum und Umstände seines Todes keine Informationen vorliegen (Stadt Neumünster).

Putzaktion 2026: Billy & Merle haben in Kiel die Steine von Familie Hurtig geputzt.Alwin Hurtig, geb. am 14.11.1875 in S...
09/06/2026

Putzaktion 2026: Billy & Merle haben in Kiel die Steine von Familie Hurtig geputzt.

Alwin Hurtig, geb. am 14.11.1875 in Striegau (Schlesien), seine Ehefrau Helene, geb. am 25.8.1873 in Kattowitz, und ihr Sohn Franz Josef, geb. am 20.7.1900, zogen am
7.2.1903 von Hannover nach Kiel und wohnten ab 1907 in der Schillerstraße 1.
Alwin und Helene waren wohlhabende Kaufleute. Sie hatten Hut-, Stock- und Pelzgeschäfte in der Holsten- sowie der Holtenauer Straße, daneben sogar ein Ge-
schäft in Hamburg. Während des Novemberpogroms am 9.11.1938 wurden ihre Geschäfte demoliert. Alwin wurde zusammen mit vielen anderen Juden am 10.11.1938 für zehn Stunden im Polizeigefängnis Kiel in „Schutzhaft“ genommen und anschließend in das Gerichtsgefängnis überführt. Durch diese Maßnahme sollten wohlhabende Juden
zur Emigration genötigt werden. Noch im Dezember 1938 schloss die Stadt einen Kaufvertrag über Hurtigs Geschäfte ab und bemächtigte sich des Geldes der Eigentümer. Ihr Sohn, Teilnehmer des 1. Weltkriegs, zog 1928 nach Berlin und arbeitete dort als Rechtsanwalt. Auch in Kiel war er als Rechtsanwalt zugelassen. Ab 1934 unterstützte er seine Eltern in Kiel, indem er in deren Geschäften mitarbeitete. Unter dem wachsenden Druck der Ausgren-
zung und Verfolgung zogen Alwin und Helene Hurtig am 4.3.1940 ebenfalls nach Berlin. Aber auch hier waren sie vor Verfolgung nicht geschützt und wurden am 17.3.1943 mit dem vierten großen Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Wegen der katastrophalen Lebensbedingungen kam Alwin Hurtig dort am 27.2.1944 um, Helene Hurtig am 10.5.1944. Franz verließ seine Eltern bis zu seiner eigenen Deportation nicht, obwohl er die Möglichkeit gehabt hätte, mit seiner Frau und deren Familie in die Niederlande zu flüchten. Stattdessen wurde er am 19.2.1943, also einen Monat vor seinen Eltern, nach Auschwitz deportiert, wo er umkam (LH Kiel).

Putzaktion 2026: Ivo hat in Kiel den Stein von Mendel Harry Hirsch geputzt.Mendel Harry Hirsch wurde am 29.6.1870 in Kie...
05/06/2026

Putzaktion 2026: Ivo hat in Kiel den Stein von Mendel Harry Hirsch geputzt.

Mendel Harry Hirsch wurde am 29.6.1870 in Kiel geboren und war hier Mitglied der Israelitischen Gemeinde, der liberalen Richtung zugehörig. Mit seiner Frau Caroline, geb. Wellendorf, hatte er vier Kinder: Frieda, Ella, Jonny und F***y.
Von Beruf Eisendreher, war Mendel Hirsch seit 1919 in der Mittelstraße 27 gemeldet, wo er sich auch als Hausverwalter engagierte. Seit Dezember 1925 scheint er aufgrund eines Unfalls arbeitslos und hilfsbedürftig gewesen zu sein. Er versuchte zeitweise als Fischverkäufer den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. Bis 1933 blieb er Mitglied der SPD und des Metallarbeiterverbandes Kiel. Als „Volljude“ mit vier jüdischen Großeltern litt auch Mendel nach 1933 unter zunehmender Ausgrenzung, Entrechtung
und Verfolgung. Die „Mischehe“ mit seiner nicht jüdischen Ehefrau Caroline, „privilegiert“ durch die nicht jüdisch erzogenen Kinder, schützte nur wenig. Kurz nach der Deportation zahlreicher Kieler Juden nach Riga, darunter seine Schwestern Dora Hirsch und Rosa Lewin geb. Hirsch, wurde er vom 21. bis 23.1.1942 in „Schutzhaft“ im Polizeigefängnis Kiel genommen, anschließend der Gestapo übergeben. Was mit ihm in dieser Zeit geschah und ob er danach in seine Wohnung zurückkehren konnte oder in das nach dem Riga-Transport leerstehende „Judenhaus“ am Kleinen Kuhberg 25 eingewiesen wurde, ist ungewiss. Noch im selben Jahr, am 3.7.1942, verstarb Caroline, und nur wenig später, am 18.7.1942, wurde Mendel mit einem der ersten Transporte über Hamburg ins neu eingerichtete Ghetto Theresienstadt deportiert. Er war zu diesem Zeitpunkt 72 Jahre alt. In Theresienstadt herrschten furchtbare Bedingungen. Das Ghetto war überfüllt, die Menschen litten unter Kälte, Seuchen grassierten, es gab nur wenig Nahrung. Hinzu kam die ständige Angst vor dem Weitertransport nach Auschwitz. Unter diesen qualvollen Umständen überlebte Mendel noch knapp zwei Jahre, bis er am 3.5.1944 mit fast 74 Jahren verstarb. Mendel Hirschs Kinder überlebten die Shoa (LH Kiel).


Am Donnerstag in der Kieler Woche (25.06.) dürfen wir Teil des Aktionstages vom MUDDI Markt e.V. sein!Wir erzählen Euch ...
04/06/2026

Am Donnerstag in der Kieler Woche (25.06.) dürfen wir Teil des Aktionstages vom MUDDI Markt e.V. sein!

Wir erzählen Euch etwas über uns, stellen unsere jährliche Putzaktion vor und führen bei Bedarf eine kleine Stolpersteine Tour durch. Wer jetzt schon weiß, dass er/sie daran teilnehmen möchte, kann sich per Mail unter [email protected] anmelden!

Weiter dabei sind das Nähcafe vom Familienzentrum Gaarden und dem Haus der Familie, die Bunte Kaffeetafel vom Haus der Familie, die Besuchsgruppe Glückstadt, die Aidshilfe, der Stadtteilladen Anni Wadle sowie VerLernen; es gibt Zine Workshops, einen Selbstverteidigungskurs-Workshop sowie ein Kinderrechte-Quiz.

Wir freuen uns auf Euch!

So viele Steine…Die Stolpersteine am Holstenglacis 3 (vor der Untersuchungshaftanstalt in Hamburg-Neustadt) erinnern an ...
04/06/2026

So viele Steine…

Die Stolpersteine am Holstenglacis 3 (vor der Untersuchungshaftanstalt in Hamburg-Neustadt) erinnern an NS-Opfer, die im ehemaligen Untersuchungsgefängnis inhaftiert, in den Tod getrieben oder hingerichtet wurden. Sie gedenken unter anderem politischen Widerstandskämpfern und italienischen Zwangsarbeitern.

Die Stolpersteine an diesem Standort umfassen:
Die Lübecker Märtyrer: Drei Gedenksteine erinnern an die katholischen Priester Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller.
Die Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe: Zu den Geehrten gehören 15 politische Widerstandskämpfer (u.a. Robert Abshagen, Hein Bretschneider), die hier im Juni 1944 hingerichtet wurden.
Weitere Inhaftierte: Auch an Einzelschicksale wie den in den Tod getriebenen Walter Wicke oder Opfer wie Walerjan Wróbel wird erinnert (Stolpersteine Hamburg).

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