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stolpersteineimnorden Die „Stolpersteine“ im Norden. In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - Kein Vergessen!

Mareike hat uns aus dem Urlaub in Waren dieses Bild geschickt:Der Stolperstein für Wilhelm Schütt wurde am 11. Mai 2021 ...
21/10/2026

Mareike hat uns aus dem Urlaub in Waren dieses Bild geschickt:
Der Stolperstein für Wilhelm Schütt wurde am 11. Mai 2021 in Waren (Müritz) in der Kirchenstraße (Ecke Neuer Markt) verlegt. Er erinnert an ein Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, das im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ als sozialer Außenseiter verhaftet und in ein Konzentrationslager deportiert wurde (Waren.de).

19/10/2026

Die Initiative Stolpersteine im Norden lädt ein:

Am 05. November 2026 werden in Kiel drei weitere Stolpersteine verlegt.

Mit der Verlegung wird der Opfer gedacht und sich zugleich erinnert, dass sie an diesen Orten gelebt haben und Teil der Kieler Stadtgesellschaft waren.

Wir laden herzlich dazu ein, die Verlegungen gemeinsam zu begleiten und ihren Namen und ihren Platz in unserer Erinnerung zurückzugeben.

15 Uhr - Gefionstraße 4

Anton Poloczek
Jahrgang 1897
Verhaftet 1936 - Von der Gestapo gefoltert - nach Paragraph 175 verurteilt
Mehrere Zuchthäuser - KZ Mauthausen
Ermordet am 26.12.1942

15.45 Uhr - Waisenhofstraße 36

Emil Rudolf Friedrich Bebensee
Jahrgang 1894
Verhaftet - KZ Sachsenhausen
Ermordet am 13.12.1939

16.30 Uhr - Gutenbergstraße 12

Hermann Berthold Heinrich Karl Bulan
Jahrgang 1902
Verhaftet am 07.04.1940
1942 KZ Neuengamme - 1944 KZ Majdanek
Ermordet am 24.03.1944

Ab 17.15 Uhr Hansa48

Nach den drei Verlegungen laden wir herzlich zu einem gemeinsamen Ausklang und zu Gesprächen und zum Austausch in der Hansastraße 48 ein!

Wir danken allen Unterstützenden und Spender*innen, die diese Verlegungen möglich machten!

Bianca hat uns aus ihrem Urlaub in Rom dieses Foto geschickt: David Limentani entkam der Massenrazzia im Oktober 1943 du...
06/10/2026

Bianca hat uns aus ihrem Urlaub in Rom dieses Foto geschickt: David Limentani entkam der Massenrazzia im Oktober 1943 durch Zufall: Er war früh morgens zum Zigarettenkauf aufgebrochen und hatte die Gefahr gespürt, als er die Nazi-Lastwagen sah. Er kam rechtzeitig nach Hause, um seine Familie zu retten.
Doch von diesem Tag an verschlechterte sich die Lage für die Juden, denen die Flucht gelungen war, noch weiter.
Es war notwendig, sich zu verstecken, aber auch irgendwie den Alltag fortzuführen, Essen zu besorgen und unter falschem Namen zur Arbeit zu gehen. David tat genau das, unterstützt von seinen vielen Freunden in der Nachbarschaft.
Am 16. März 1944 wurde er jedoch von Bekannten verraten und dem NS-Gefängnis in der Via Tasso ausgeliefert, wo Häftlinge gefoltert und verhört wurden. Heute ist es ein Museum.
Etwas mehr als eine Woche später, am 24. März 1944, wurde David Limentani von Nazi-Truppen in der Ardeatiner Grube getötet. Das Massaker von Fosse Ardeatine war eines der schrecklichsten Gräueltaten,die von den nationalsozialistischen Besatzungstruppen an Zivilisten in Italien verübt wurden.
Davids Sohn Settimio Limentani wurde am 8. Mai 1944 zusammen mit seinem Bruder Angelo und ihrem Freund Angelo Tagliacozzo , der im selben Gebäude wohnte, verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Settimio überlebte. Sein Bruder starb in Auschwitz. Ihr Freund Angelo starb in Dachau (Wanted in Rome).

Bianca hat uns aus ihrem Rom-Urlaub dieses Foto geschickt: Vor dem Haus in der Via Della Reginella sind vier Stolperstei...
05/10/2026

Bianca hat uns aus ihrem Rom-Urlaub dieses Foto geschickt: Vor dem Haus in der Via Della Reginella sind vier Stolpersteine eingelassen. Bei der Razzia der N***s in diesem Haus wurden vier Frauen und ein Kind gefangen genommen. Eine von ihnen, Settimia Spizzichino ist die einzige Frau, die im Ghetto verhaftet wurde und Auschwitz überlebt hat. Sie starb im Jahr 2000. Die vier Steine erinnern an ihre Mutter Grazia di Segni (geb. 1898), ihre beiden Schwestern Ada und Ginditta (geb. 1915 bzw. 1922) sowie Adas zweijährige Tochter Rossana Calo, die im L***r ums Leben kamen (The Winged Sandals.com)

Eine Verlegung an einen „zentralen Ort der Erinnerung“ ist quasi eine Verbannung Richtung Vergessen. Unser Statement zum...
27/09/2026

Eine Verlegung an einen „zentralen Ort der Erinnerung“ ist quasi eine Verbannung Richtung Vergessen.

Unser Statement zum Beschluss von Heidenau.

Im Rahmen der Bühne für Demokratie diskutierten, geleitet von Denise von Schön-Angerer, am 23.09. im Opernhaus Kiel Dr. ...
24/09/2026

Im Rahmen der Bühne für Demokratie diskutierten, geleitet von Denise von Schön-Angerer, am 23.09. im Opernhaus Kiel Dr. Heiner Garg (u.a. Sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein), Jette Waldinger-Thiering (u.a. Kulturpolitische Sprecherin der SSW-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein), Annette Röttger (u.a. Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein), Anna Frick ( Oberspielleiterin Schauspiel am ), Beate Raudies (u.a. Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein), Mieke Bohl (Geschäftsführerin Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Schleswig-Holstein) und Uta Röpcke (u.a. Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein) über den „Kulturkampf von Rechtsaußen“.

Eine interessante, respektvolle und lebhafte Diskussion.

Besonders im Kopf blieb die Anekdote von Heiner Garg über die Fürstin der Finsternis. Vielen Dank, Herr Garg - wir hatten Doris von Sayn-Wittgenstein von der AfD in den Jahren eigentlich bereits erfolgreich verdrängt 😉

Udo schickte uns aus Berlin ein Foto des Stolpersteins von Leo Goldstein vor seinem Haus.Leo Goldstein wird am 11. Juni ...
21/09/2026

Udo schickte uns aus Berlin ein Foto des Stolpersteins von Leo Goldstein vor seinem Haus.

Leo Goldstein wird am 11. Juni 1925 in Berlin geboren. Sein Vater Moses Goldstein ist Maler, seine Mutter Therese Goldstein, geb. Gross, Schneiderin. Die Familie wohnt in der Franseckystraße 54 (heute Sredzkistraße) in Berlin-Prenzlauer Berg. Leo Goldstein ist schon als Kind sehbehindert. Mit fünf Jahren wird er zunächst in die Jüdische Volksschule in der Rykestraße 53 eingeschult. Schon ein halbes Jahr später, im Dezember 1931, wechselt er auf die „2. Schule für Sehschwache“ in der Stralsunder Straße im Bezirk Wedding. 1938 stirbt sein Vater.
Leo Goldstein ist als Hilfsarbeiter in der Blindenwerkstatt Otto Weidt tätig. Am 12. Januar 1943 wird der 17-Jährige zusammen mit seiner 64-jährigen Mutter nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Die Räumung ihrer Wohnung erfolgt am 9. Mai 1943. Das Wohnungsinventar wird gepfändet und den Erlös erhält der Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg (Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt).

14/09/2026

Schilder-Best of der Großdemo gegen Faschismus in Kiel, 13.09.26

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg vor dem Amtsgericht den Stein von Dr. Karl Stern geputzt.Er wurde als zweiter Soh...
11/09/2026

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg vor dem Amtsgericht den Stein von Dr. Karl Stern geputzt.

Er wurde als zweiter Sohn des angesehenen Sanitätsrats Dr. Moritz Stern und seiner Frau Emma geboren. Er wurde Arzt wie sein Vater und übernahm 1911 dessen Praxis in Eschwege. Er war jüdischer Abstammung, seine aus Schwerin stammende Frau Clara Maria, geborene Schultz (Jg. 1885), war Nichtjüdin. 1913 bekam das Ehepaar den Sohn Joachim Heinrich, 1917 und 1919 folgten die Töchter Ursula Miriam und Edelgard Elisabeth. Die Kinder wurden im evangelischen Glauben erzogen. Karl Stern praktizierte bis 1933 in Eschwege bei Kassel. Doch schon vor Hitlers Machtantritt begannen Eschweger Nationalsozialisten, Karl Stern zu verfolgen und zu bedrohen. Schließlich war er gezwungen, die Praxis aufzugeben. 1932 kaufte er ein Haus in Blankenese am Strandweg 67, in das er 1933 mit seiner Familie übersiedelte. Karl Stern hatte die Hoffnung, in einer Großstadt vor Verfolgung sicherer zu sein als in einer Kleinstadt. Doch am 21. Februar 1935 holte ihn der Eschweger Antisemitismus wieder ein. Karl Stern erhielt eine Vorladung vor das Amtsgericht Blankenese, ohne zu wissen, was gegen ihn vorlag. Die Anzeige kam aus Eschwege. Ihm wurde eine Abtreibung, die er angeblich acht Jahre zuvor vorgenommen hatte, zur Last gelegt, und es wurden Ermittlungen gegen ihn wegen „Rassenschande“ eingeleitet. Karl Stern musste mit einer hohen Strafe rechnen, sollte er verurteilt werden. Unmittelbar nachdem der Richter ihm eröffnet hatte, dass ein Ermittlungsverfahren gegen ihn schwebte, nahm er im Gerichtsaal Zyankali zu sich. Offenbar verwirklichte er damit einen schon lange gefassten Beschluss. Zunächst wurde ein in der Nähe wohnender Arzt gerufen. Auf dem Transport in das Krankenhaus in der Schenefelder Landstraße verstarb Karl Stern (Stolpersteine-Hamburg).

Putzaktion 2026: Uwe hat in Kiel den Stein von Max Wysocki geputzt.Er wurde am 25.02.1908 als Sohn des Schlossers Casimi...
10/09/2026

Putzaktion 2026: Uwe hat in Kiel den Stein von Max Wysocki geputzt.

Er wurde am 25.02.1908 als Sohn des Schlossers Casimir Leo Wysocki und der Jüdin Ella Elcka Neumann in Hamburg geboren. Seine Eltern ließen sich 1911 scheiden, als Max drei Jahre alt war. Seine Mutter heiratete dann Paul Geistlich, einen Nicht-Juden. Im März 1929 zog Max Wysocki von Hamburg nach Kiel. Hier war er von 1929 bis 1938 unter wechselnden Anschriften gemeldet. Es ist zu vermuten, dass Wysocki als sogenanntem Halbjuden häufig gekündigt wurde, eine nicht unübliche Praxis nach Beginn des Nationalsozialismus. 1933 verlor er auf Grund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 07.04.1933 auch seinen Posten als Polizist. In den Jahren danach musste er auf
wechselnden Arbeitsstellen als kaufmännischer Angestellter arbeiten, was sich aber zunehmend schwieriger gestaltete, denn Max Wysocki war nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 ein „Mischling 1. Grades“. In seinem letzten Lebensjahr wohnte Max Wysocki ab dem 01.10.1938 in der Gutenbergstraße 66.
Vermutlich war Max Wysocki ein junger alleinstehender Mann ohne familiäre Beziehungen und Unterstützung, der als sogenannter Halbjude nationalsozialistische Diskriminierung, Entrechtung und Verfolgung erfuhr. Er erhängte sich schließlich am 01.12.1939 in der Gutenbergstraße 66. In diesem Suizid sah er wohl für sich den einzigen Ausweg (LH Kiel).

Adresse

Kiel
24103

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