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stolpersteineimnorden Die „Stolpersteine“ im Norden. In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - Kein Vergessen!

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg den Stein von Dr. Bruno Nehmert geputzt.HIER LEHRTE�DR. BRUNO NEHMERT�JG. 1897�VE...
21/08/2026

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg den Stein von Dr. Bruno Nehmert geputzt.

HIER LEHRTE�DR. BRUNO NEHMERT�JG. 1897�VERHAFTET 1944 �’STAATSFEINDLICHE BETÄTIGUNG’�FUHLSBÜTTEL�1945 NEUENGAMME�TODESMARSCH�BERGEN-BELSEN�ERMORDET 14.4.1945

Dr. Bruno Nehmert, geb. am 6.9.1897, verhaftet am 8.11.1944, Haft in Neuengamme bis zum 14.4.1945, ums Leben gekommen in den Wirren nach der Räumung des KZ Neuengamme, vermutlich beim Todesmarsch nach Bergen-Belsen (Stolpersteine Hamburg).

Putzaktion 2026: Andrea hat in Schacht-Audorf den Stein von Friedrich Streich geputzt.Dies war der erste Stolperstein, d...
19/08/2026

Putzaktion 2026: Andrea hat in Schacht-Audorf den Stein von Friedrich Streich geputzt.

Dies war der erste Stolperstein, der in Schacht-Audorf verlegt wurde (2013). Da sein Wohnhaus nicht mehr existiert, wurde der Stolperstein vor dem Gemeindehaus platziert.

RÜTGERSWERKE WOHNTE
FRIEDRICH STREICH
JG. 1883
IM WIDERSTAND/KPD
VERHAFTET 1941
‚FEINDSENDER GEHÖRT‘
‚FLUGBLÄTTER VERTEILT‘
ZUCHTHAUS BREMEN
1944 BUCHENWALD
ERMORDET 4.6.1944


Putzaktion 2026: Bettina hat in Kiel den Stein von Karl-Friedrich Richter geputzt.Er wurde am 16. Juli 1887 in Sandberg ...
14/08/2026

Putzaktion 2026: Bettina hat in Kiel den Stein von Karl-Friedrich Richter geputzt.
Er wurde am 16. Juli 1887 in Sandberg (heute Chaikowa in Polen) geboren. Seine erste Ehe führte er mit Auguste Marie Kantin aus Croosdem. Sie hatten zwei gemeinsame Kinder. Am 14. Juni 1917 heiratete er die Witwe Anna Philipps, sie brachte zwei Söhne mit in die Ehe.
1906 wurde Karl-Friedrich Richter Mitglied der SPD. Nach dem Ersten Weltkrieg war er Gewerkschaftsangestellter im Verband der Gemeinde- und Stadtarbeiter in Kiel, wo er in den ersten Jahren als Kassierer arbeitete. Am 17. November 1929 wurde er als Stadtverordneter der SPD aufgestellt und ein Jahr später zum hauptamtlichen Bevollmächtigten der Gewerkschaft (als Vorsitzender des Metallarbeiterverbandes) gewählt. Laut Gestapo-Akte wurde er
im März 1931 zum Stadtverordneten gewählt. Dort war er in drei Kommissionen tätig: in der Besoldungs-, der Krankenhaus- und der Schlachthofkommission. 1933 wurde er nach dem Verbot der Gewerkschaften arbeitslos. Richter fand erst 1937 im Gartenbauamt der Stadt Kiel wieder Arbeit. Ein Jahr später wechselte er zu der Kieler Feinmechanikerwerkstatt Meyer. Dort blieb er bis zu seiner Verhaftung am 18. Januar 1939. In den Polizeiakten kann man zahlreiche Vorwürfe, die typisch für die NS-Zeit sind, lesen: Dort wird er als „alter Marxist“ bezeichnet; er habe „deutschfeindliche Sender“ abgehört, mit Genossen „in heftigster Weise über Maßnahmen des Nationalsozialismus diskutiert“ und sie „abfällig beurteilt“. Bei Hausdurchsuchungen habe man „38 Bücher marxistischen Inhalts“ und Briefe des Emigranten Knudsen aus Dänemark mit „staatsfeindlichem und hetzerischem
Inhalt“ gefunden. Darum wurde er von den Nationalsozialisten wegen „Hochverrats“ angeklagt und saß bis zur Aufhebung des Haftbefehls am 15. Juni 1939 im Gerichtsgefängnis Kiel. Am 16. Juni wurde Richter an die Gestapo übergeben, die ihn ins Konzentrationslager Sachsenhausen transportierte. Dort überlebte er sieben Monate und starb am 26. Januar 1940. Karl-Friedrich Richter wurde nur 53 Jahre alt (LH Kiel).

Putzaktion 2026: Daniela hat in Kiel den Stein von Ida Meyer, geborene Goldschmidt, geputzt.Sie wurde am 12. Dezember 18...
12/08/2026

Putzaktion 2026: Daniela hat in Kiel den Stein von Ida Meyer, geborene Goldschmidt, geputzt.
Sie wurde am 12. Dezember 1868 in Hannover geboren. Gemeinsam mit ihrer Schwester verbrachte sie dort ihre Kindheit und Jugend und lernte ihren späteren Ehemann Wilhelm Meyer kennen. Am 31. Juli 1899 brachte sie ihren ersten und einzigen Sohn Werner zur Welt. Im Januar 1902 zog die Familie nach Kiel und wohnte zunächst in der Augustenstraße 30 in Kiel-Gaarden. Ab 1. Februar 1904 wohnte sie in ihrem eigenen Haus in der Schulstraße 7, wo Wilhelm Meyer ein gut gehendes
Herrenbekleidungsgeschäft im Erdgeschoss führte. Ihr Sohn Werner besuchte die Kieler Gelehrtenschule, machte dort sein Abitur und wurde Rechtsanwalt. 1937 wanderten Werner Meyer, seine Frau Gertrud, geborene Chaim, und ihr Sohn Walter in die USA nach New York aus. Es scheint aus heutiger Sicht unbegreiflich, warum sich Ida und Wilhelm Meyer nicht der Familie ihres Sohnes anschlossen. Ob sie sich ihrem Heimatland noch immer zu verbunden fühlten oder schlichtweg die politische Situation
unterschätzten, kann nur vermutet werden.
Wilhelm Meyer musste sein
Bekleidungsgeschäft aufgrund antisemitistischer Maßnahmen 1938 schließen, sein Grundstück wurde, wie das der meisten jüdischen Unternehmer, „zwangsarisiert“ (enteignet). Im selben Jahr erkrankte er an Diabetes und verstarb am 12. Januar 1939. Die alleinstehende Witwe Ida Meyer flüchtete am 15. August 1940 nach Hamburg, vermutlich, um in der Anonymität der Großstadt leichter unbehelligt zu bleiben. Am 15. Juli 1942 wurde sie dann doch zusammen mit vielen anderen deutschen Juden ins Sammel- und Durchgangslager Theresienstadt deportiert. Die 74-jährige wurde zunächst in das sogenannte Altersghetto Theresienstadt verschleppt. Es ist anzunehmen, dass sie aufgrund ihres hohen Alters als nicht mehr arbeitsfähig galt und deshalb am 21. September 1942 weiter ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wurde. Vermutlich ist sie dort sofort vergast worden. Ein genaues Todesdatum ist
nicht bekannt (LH Kiel).

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg den Stein von Paul Drucker geputzt. Der in Leipzig am 18. Januar 1863 geborene Pa...
10/08/2026

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg den Stein von Paul Drucker geputzt. Der in Leipzig am 18. Januar 1863 geborene Paul Drucker wurde ab 26. Februar 1936 als Mitglied der Jüdischen Gemeinde Altona geführt. Erst in dieser Zeit, mit 73 Jahren, gelangte er nach Hamburg. Seine ersten Hamburger Adressen hatte er als Untermieter u. a. im Grindelviertel, ab 26. Februar 1936 in der Isestraße 37 bei Romann, dann in der Bismarckstraße 90 bei Levy und schließlich ab 26. Oktober 1939 in der Lindenallee 26 bei Libelsky. Anschließend lebte er ab 16. April 1940 in der Isestraße 71 bei Sallinger und ab 30. Mai 1940 am Eppendorfer Baum 58 bei Heymann. Die Familien, selbst jüdisch, halfen sich gegenseitig, so gut es eben ging. Die Wohnsituation war seinem geringen Einkommen als Privatier geschuldet. Pensionen wurden an Juden in Deutschland nicht mehr ausgezahlt und Paul Drucker musste sehen, wie er über die Runden kam. Paul Drucker war ledig und blieb kinderlos und wurde laut Vermerk aus Altona per handschriftlichem Eintrag in der Gemeindesteuerkarte ab Februar 1938 als vollkommen „mittellos“ geführt. Er zog häufig um, denn die Leute, bei denen er wohnte, wurden selbst Opfer des Verfolgungsapparates. In Blankenese, welches zu Altona gehörte, war er in der Probst-Paulsen Straße 1 und zuletzt in der Blankeneser Bahnhofsstraße 52 wohnhaft, schließlich musste er in die Blücherstraße 20 in ein in Altona gelegenes „Judenhaus“ ziehen. Schließlich wurde er per „Evakuierungsbefehl“ vom Hannoverschen Bahnhof am Lohseplatz zur „Verschickung nach dem Osten“ deportiert. In den Dokumenten der Jüdischen Gemeinde Hamburg war zu Paul Drucker ab dem 19. Juli 1942 „ausgeschieden“ durch „Abwanderung“ vermerkt, dieses verweist auf den Tag der Deportation mit dem Transport VI/2, Nummer 114 am 19. Juli 1942 von Hamburg in das auch als „Prominenten- und Altenghetto“ bekannte Lager von Theresienstadt. Laut Todesanzeige des Ältestenrates in Theresienstadt litt Paul Drucker an Arteriosklerose, also Arterienverkalkung, und starb am 10. August 1942 um 4.40 Uhr an Herzschwäche in dem Lagergebäude Ea III (Stolpersteine Hamburg).

Das lassen wir mal so stehen!
06/08/2026

Das lassen wir mal so stehen!

Putzaktion 2026: Eicke hat in Glückstadt den Stein von Lea Laura Selcke geputzt.Lea Laura SelckeJg. 1869deportiert 1942T...
29/07/2026

Putzaktion 2026: Eicke hat in Glückstadt den Stein von Lea Laura Selcke geputzt.

Lea Laura Selcke
Jg. 1869
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet in
Treblinka.

Putzaktion 2026: Die Jusos Barsinghausen haben in Barsinghausen den Stein von Minna Salomon geputzt.Minna Salomon, geb. ...
22/07/2026

Putzaktion 2026: Die Jusos Barsinghausen haben in Barsinghausen den Stein von Minna Salomon geputzt.

Minna Salomon, geb. 26.2.1863 in Landringhausen, deportiert 23.7.1942, Ghetto Theresienstadt, 15.5.1944, KZ Auschwitz, gest. 28.09.1942.

Putzaktion 2026:  Sophie hat in Hamburg den Stein von Dr. Karl Stern geputzt.Er wurde als zweiter Sohn des angesehenen S...
20/07/2026

Putzaktion 2026: Sophie hat in Hamburg den Stein von Dr. Karl Stern geputzt.

Er wurde als zweiter Sohn des angesehenen Sanitätsrats Dr. Moritz Stern und seiner Frau Emma geboren. Er wurde Arzt wie sein Vater und übernahm 1911 dessen Praxis in Eschwege. Er war jüdischer Abstammung, seine aus Schwerin stammende Frau Clara Maria, geborene Schultz (Jg. 1885), war Nichtjüdin. 1913 bekam das Ehepaar den Sohn Joachim Heinrich, 1917 und 1919 folgten die Töchter Ursula Miriam und Edelgard Elisabeth. Die Kinder wurden im evangelischen Glauben erzogen. Karl Stern praktizierte bis 1933 in Eschwege bei Kassel. Doch schon vor Hitlers Machtantritt begannen Eschweger Nationalsozialisten, Karl Stern zu verfolgen und zu bedrohen. Schließlich war er gezwungen, die Praxis aufzugeben. 1932 kaufte er ein Haus in Blankenese am Strandweg 67, in das er 1933 mit seiner Familie übersiedelte. Karl Stern hatte die Hoffnung, in einer Großstadt vor Verfolgung sicherer zu sein als in einer Kleinstadt. Doch am 21. Februar 1935 holte ihn der Eschweger Antisemitismus wieder ein. Karl Stern erhielt eine Vorladung vor das Amtsgericht Blankenese, ohne zu wissen, was gegen ihn vorlag. Die Anzeige kam aus Eschwege. Ihm wurde eine Abtreibung, die er angeblich acht Jahre zuvor vorgenommen hatte, zur Last gelegt, und es wurden Ermittlungen gegen ihn wegen "Rassenschande" eingeleitet. Karl Stern musste mit einer hohen Strafe rechnen, sollte er verurteilt werden. Unmittelbar nachdem der Richter ihm eröffnet hatte, dass ein Ermittlungsverfahren gegen ihn schwebte, nahm er im Gerichtsaal Zyankali zu sich. Offenbar verwirklichte er damit einen schon lange gefassten Beschluss. Zunächst wurde ein in der Nähe wohnender Arzt gerufen. Auf dem Transport in das Krankenhaus in der Schenefelder Landstraße verstarb Karl Stern (Stolpersteine-Hamburg).

Putzaktion 2026: Jette und Tube haben in Kiel die Steine der Familie Glanz geputzt.Markus oder Mendel Glanz stammte aus ...
15/07/2026

Putzaktion 2026: Jette und Tube haben in Kiel die Steine der Familie Glanz geputzt.
Markus oder Mendel Glanz stammte aus Sieniawa in Galizien, das zur Zeit seiner Geburt, dem 4. Dezember 1896, noch zu Österreich/Ungarn gehörte. Seine Frau Esther Glanz wurde als Esther Buchen am 24. Dezember 1898 in Zolynia in Galizien geboren und studierte an der Universität Krakau deutsche und russische Literatur. In Galizien wurde am 1924
auch ihr erstes Kind geboren: der Sohn Hersch-Heniu, später Henry genannt.
1925 wanderte die Familie nach Deutschland aus. Am 25. September 1925 zogen sie von Berlin nach Kiel. In Kiel betrieben Markus und Esther Glanz in ihrer Wohnung ein Abzahlungsgeschäft für Textilien, zunächst in der Reventlouallee, ab 1930 in der Sternstraße und ab 1933 in der Adelheidstraße. Der zunehmende Boykott gegen jüdische Geschäfte hatte sie zum Umzug in eine kleinere Wohnung gezwungen. So konnten Markus und Esther Glanz bis 1938 ihre inzwischen fünfköpfige Familie über Wasser halten. Am 19. Juli 1927 war ihnen eine Tochter geboren worden, die den Namen Gisela erhielt, und am 17. August 1929 ein weiterer Sohn, Joachim. Trotz der immer näher rückenden Bedrohung ihrer Existenz blieb die Familie bis 1939 in Kiel.
Dann floh Markus Glanz nach Brüssel, um von dort die Auswanderung seiner Frau und seines Sohnes Joachim zu betreiben. Seine Versuche, Ausreisevisa für die USA zu erhalten, blieben erfolglos. Die beiden älteren Kinder Henry und Gisela fuhren Ende August 1939 vom Kieler Bahnhof aus mit einem Kindertransport ins sichere Großbritannien. Es war ein Abschied für immer. Esther Glanz und ihr jüngster Sohn Joachim wurden am 13. September 1939 von Kiel nach Leipzig deportiert und in einer umfunktionierten Schule interniert.
Am 10. Mai 1942 wurden Esther und Joachim deportiert und in Belzec ermordet. Zu dieser Zeit war auch Markus Glanz bereits wieder in den Zugriffsbereich deutscher Truppen und Behörden geraten. Am 11. August 1942 wurde er von Brüssel nach Auschwitz deportiert. Von den 999 Deportierten dieses Transportes überlebten nur drei. Markus Glanz war nicht unter ihnen (LH Kiel).

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