In den Sommerferien 2011 war in den Kieler Nachrichten zu lesen, dass das Kleingartengelände Prüner Schlag 10-18 und Brunsrade 18-23 von der Stadt Kiel an den Krieger-Konzern (Möbel Kraft) verkauft werden soll. Im September des Jahres haben sich enagierte Bürgerinnen und Bürger zur Anwohnerinitiative Schreventeich (AIS) zusammengeschlossen, um sich gegen den Ausverkauf dieses Kieler Sahnestücks mi
tten in der Stadt zur Wehr zu setzen. Bei vielen Politikerinnen und Politkern hat sich für solche wie uns die Bezeichnung “Wutbürger” eingebürgert. Wir fordern das ein, wovon unser Oberbürgermeister Torsten Albig so gerne spricht, nämlich ” Tranparenz und Bürgerbeteiligung.”
Das ist unser gutes Recht. Herr Albig und Herr Todeskino haben schon cirka 1,5 Jahre vor Bekanntwerden der Ansiedlungspläne mit Möbel Kraft verhandelt und in den Sommerferien erfahren die Bürger aus unserer einzigen Tageszeitung davon. Das ist Transparenz und Bürgerbeteiligung? Schauen Sie doch einmal in die sogenannte “Gläserne Akte” der Stadt Kiel! Was da alles nicht drin steht! Wir haben die uns nach dem Informationsfreiheitsgesetz S-H Akteneinsicht von der Stadt gefordert. Es hat cirka zwei Monate gedauert, bis uns diese gewährt werden sollte. Allerdings gegen die Entrichtung einer Gebühr von 228,00 €! Das ist Transparenz und Bürgerbeteilgung? Wir könnten diese Aufzählung noch beliebig fortsetzen. Warum sind wir gegen die Ansiedlung von Möbel Kraft? Wir sind direkte Anwohner und haben uns irgendwann einmal bewusst dafür entschieden, hier zu wohnen. Gerade durch die Nähe zum Kleingartengelände entsteht eine hohe Wohnqualität, die wir nicht verlieren wollen! Es ist schön, mitten in Kiel und doch im Grünen zu wohnen! Das soll so bleiben! Wir befürchten schlimmste negative Auswirkungen, wenn das Kleingartengelände vor unserer Haustür wegen eines Möbelhauses “platt gemacht” wird. Die Verkehrsbelastung, der Verkehrslärm und die C2-Emmissionen werden stark zunehmen. Der Westring und der Hasseldieksdammer Weg werden ständig überfüllt und dicht sein. Schon jetzt ist der Westring an verkaufsoffenen Wochenenden kaum noch zu nutzen. Wir befürchten auch, dass durch die Versiegelung des Kleingartengeländes die bereits jetzt hohen Belastungen bei Starkregen für die Anwohner deutlich ansteigen werden. Die Folge wird sein, dass die Kanalisation im Hasseldieksdammer Weg ausgebaut werden muss. Raten Sie doch mal, wer dafür zahlen darf! Wir, die Bürger! Uns wird immer wieder gesagt, wer gegen die Ansiedlung von Möbel Kraft in der Prüne/ Brunsrade ist, der sei gegen Arbeitsplätze. So etwas nennt man ein Totschlagargument! Wir sind selbstverständlich dafür, neue und sozialversicherungspflichtige und gute Arbeitsplätze zu schaffen!
Über die Qualität der Arbeitsplätze bei Möbel Kraft wollen wir jetzt lieber nicht sprechen. Dem Krieger-Konzern wurden andere Orte für die Ansiedlung von Möbel-Kraft angeboten. Es gibt Gewerbegebiete, die geeignet wären. Das ist aber nicht gewollt! Hier muss es sein, in direkter Nähe zu Ikea. Sie können ja mal raten, welches bekannte Möbelhaus in Bad Segeberg wohl über kurz oder lang schließen wird! Wir geben nicht auf! Wir haben uns mit anderen Initiativen und Gruppierungen vernetzt. Schließen Sie sich uns an. Kämpfen Sie mit uns für den Erhalt des Prüner Schlages/ Brunsrade. Von Ernst Raupach stammt der Satz:” Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren!”
Unterstützen Sie uns und schließen Sie sich uns an! Die Stadt Kiel gehört den Bürgerinnen und Bürgern und das muss so bleiben!