05/06/2026
DAMIT DIE KIRCHE IM DORF BLEIBT...
Gut 25 Personen nahmen an dem Austauschabend zur Zukunft der Herz-Jesu-Kirche teil. Neben Kirchenvorstand, Pfarrer Michael Franke und Kaplan Lukas Mey war auch Christine Hölscher vom Bistum Osnabrück vor Ort.
Laut Ermittlungen des Architekturbüros Hackmann und Niekamp (Osnabrück) steht eine Summe von bis zu 1, 5 Mio. Euro im Raum, die für die Sanierung der Kettenkamper Kirche aufgebracht werden muss. Die Kirchengemeinde Herz-Jesu Kettenkamp kann dies nicht leisten. Auch die derzeitige Förderkulisse des Bistums Osnabrück sieht keine Möglichkeiten vor. Eine Förderung aus ARL-Mitteln (Dorfregion-Förderung AnKe) würde zwar weiterhelfen, aber final ließen sich die weiteren Gelder nicht ohne weitere Spenden, weitere Fördermittel etc. aufbringen. Ein möglichst großes Netzwerk und Engagement ist dafür notwendig. Dieser Gesprächsabend diente dazu, diese Herausforderung zu erörtern.
Es stellt sich die Frage, ob und wie ein solch hoher finanzieller Aufwand nachhaltig ist. Wenn z. B. Kettenkamp als Kirchenstandort aufgegeben werden müsste, wäre eine solch hohe Investition nicht zu rechtfertigen. Ideen für eine (multifunktionale) Nutzung sind nach verschiedenen Workshops genügend vorhanden – aber ist der Bedarf wirklich da? Würden neue Nutzungen wirklich dazu führen, dass die Kirche mehr besucht wird? Oder bleibt alles eventorientiert? Was passiert wirklich, oder bleiben es nur Ideen? Hat das Bistum nun einen Plan, was mit den kleineren Kirchen bzw. finanzschwachen Kirchengemeinden passiert, oder nicht? Wie kann neben der hohen Investition für die Renovierung auch die Unterhaltung der Kirche dauerhaft gesichert werden?
Diese Fragen wurden von den Anwesenden engagiert diskutiert und es zeigte sich, dass offen in alle Richtungen gedacht werden darf. Zur Präzisierung möglicher Vorgehensweisen wurde eine Projektgruppe gebildet. Im Herbst soll es eine weitere offene Gesprächsveranstaltung geben, in der über die Konkretionen der Projektgruppe informiert wird.