Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.

Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. Das Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. engagiert sich für die Erinnerung an den Holocaust mit Projekten in Deutschland und Mittelstosteuropa Anlässlich des 60.

Er erzählte uns von seinen Erfahrungen, Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz. Von Hunger und Durst, von Todesangst. Von den Menschen, denen er dort begegnete, Freunden wie Peinigern. Von seinen Gedanken über die Vergangenheit und die Gegenwart mit der Vergangenheit. 1995 fuhren wir erstmals mit dem ehemaligen Auschwitz-Häftling Stanislaw Hantz in die Gedenkstätte Auschwitz. Seither begleitet der

Namensgeber der Bildungswerks unsere Reisen in das frühere Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und gibt sein Wissen an die TeilnehmerInnen weiter.

1998 reisten wir zu den ehemaligen Vernichtungslagern in Ostpolen: Belzec, Sobibór und Treblinka. Besichtigten die damals noch vernachlässigten Gedenkstätten. Unterhielten uns mit DorfbewohnerInnen über die Zeit der deutschen Besatzung, trafen uns mit Historikern, die über ihre Arbeit berichteten. Mittlerweile kennzeichnen zahlreiche Kontakte zu Gedenkstätten, HistorikerInnen und Überlebenden wie auch gewachsene Erfahrung, viele Projekte und noch mehr Ideen unsere Arbeit. Jährlich veranstaltet das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. Studienreisen zu ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern, organisiert Tagesseminare, Lesungen und ZeitzeugInnengespräche; es arbeitet mit dem Club der ehemaligen Konzentrationslagerhäftlinge in Zgorzelec (Polen) zusammen wie auch mit den Gedenkstätten Sobibór und Belzec. Heute zeichnet sich die Arbeit des Bildungswerks durch acht Arbeitsfelder aus:

Studienfahrten zu Gedenkstätten ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager. Einmal jährlich bieten wir Interessierten beiderlei Geschlechts eine Fahrt in das ehemalige Lager Auschwitz/Birkenau an. Eine weitere Frauenstudienfahrt dorthin beschäftigt sich vorrangig mit weiblichen Erfahrungen in Auschwitz auf der Verfolgten- wie auch auf der Täterinnenseite. Des Weiteren veranstalten wir regelmäßige Studienfahrten nach Ostpolen in die ehemaligen Vernichtungslager der so genannten „Aktion Reinhardt“ - Sobibór, Treblinka und Belzec. Im Zentrum der von uns angebotenen Bildungsreise nach Lodz stehen das ehemalige Getto „Litzmannstadt“ wie auch ein Besuch der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Chelmno (Kulmhof). Im Jahr 2006 fand erstmals eine Gruppenreise in das galizische Lemberg statt, die sich mit dem Holocaust an diesem Ort auseinandersetzt. Projekt einer Gedenkallee in Sobibór. Im Jahr 2002 initiierten wir die Errichtung eines Gedenkweges für die Ermordeten von Sobibór. Jahrestages des Aufstandes von Sobibòr wurde er im Jahre 2003 eingeweiht. Auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers wurde eine Allee des Gedenkens angelegt, die an den letzten Weg der Deportierten von der Rampe zu den Gaskammern erinnert und die Möglichkeit bietet, dem Schicksal Einzelner zu gedenken, die hier ermordet wurden. Dieses offene Projekt führen wir in enger Zusammenarbeit mit der niederländischen Stichting Sobibór durch. Publikationen Neben Materialiensammlungen zu Aspekten der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager haben wir außerdem die Neuauflage der wissenschaftlichen Abhandlung „Vernichtungslager Sobibòr“ von Jules Schelvis herausgegeben. Zur Zeit befinden wir uns in den letzten Korrekturen und Abstimmungen eines Grundlagentextes über die Geschichte des Vernichtungslagers Belzec, den der Gedenkstättenleiter von Belzec, Robert Kuwalek, verfasst hat. Unsere weiteren Planungen sehen die Übersetzung und Veröffentlichung eines Berichtes des Treblinka-Überlebenden Samuel Willenberg vor. Organisation von Veranstaltungen. Wir bieten die Koordination und Planung von Lesungen und Berichten mit Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager wie auch NS-geschichtlichen Vorträgen von HistorikerInnen an. Aufgrund des überregionalen Charakters des Vereins können diese Abend- oder auch Schulveranstaltungen gegebenenfalls in mehreren Städten in Folge angeboten werden. Unterstützung bei Gruppenreisen zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wie auch zu den ehemaligen Vernichtungslagern der „Aktion Reinhardt. PädagogInnen bieten wir an, sie inhaltlich und organisatorisch bei Besuchen der Konzentrations- und Vernichtungslager zu unterstützen. Bei entsprechender Nachfrage organisieren wir Fahrten mit besonderen thematischen Schwerpunkten, wie z.B. der Vernichtungspolitik, Ghettoisierung oder Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma. Unterstützung der Gedenkstätte Sobibór in ihrer Arbeit. Über Spenden konnten wir zu dem Ausbau eines Arbeits- und Dokumentationsraums, der Publikation von Broschüren des Museums und der Finanzierung einer neuen Ausstellung beitragen. Erinnerungsarbeit in Izbica, ehemaliges Durchgangsghetto in Ostpolen. Gemeinsam mit Lehrern und Lehrerinnen der Maria-Konopnicka-Schule in Izbica veranstalteten wir 2003 einen Schülerwettbewerb zum Thema „Erinnern an die Juden in Izbica“. 2005 errichteten wir auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Izbica Stelltafeln, die auf die dort befindlichen Massengräber hinweisen. In Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Konopnicka-Schule sorgen wir für die Pflege des Friedhofes. Eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit verbindet uns sowohl mit den Gedenkstätten in Belzec und Sobibór wie auch mit der niederländischen Stichting Sobibór. Darüber hinaus pflegen wir einen intensiven Kontakt zu polnischen Vereinigungen ehemaliger Konzentrationslagerhäftlinge und zu einzelnen ehemaligen Häftlingen. Dieser Kontakt besteht neben einer oftmals intensiven Zusammenarbeit im kontinuierlichen Austausch über aktuelle Probleme, in der Unterstützung durch Medikamentensammlung und in gemeinsamen Unternehmungen. Wir sind darum bemüht, die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten. Wir beschäftigen uns mit den Erfahrungen und dem Leid der Verfolgten, wie auch mit der Biografie und Nachkriegsgeschichte der TäterInnen. Nationalsozialismus und Holocaust allein in ihrer historischen Dimension zu sehen, ist uns zu wenig. Wir versuchen, die sozialen und politischen Auswirkungen bis heute nachzuzeichnen. Dass Geschichte bis in die Gegenwart hineinreicht, zeigt sich in Gesprächen mit den ZeitzeugInnen, den HistorikerInnen wie auch beim Besuch der historischen Orte und Gedenkstätten in Polen. Unsere Bildungsarbeit lebt zum Einen von unserem ehrenamtlichen Engagement. Zum Anderen lebt sie von zahlreichen Spenden. Vor allem aber lebt sie auch aufgrund eines weitverzweigten Netzes von UnterstützerInnen, die unsere Arbeit erst ermöglichen. Ohne ZeitzeugInnen, UnterstützerInnen und unsere FreundInnen könnten wir unser Angebot aber kaum realisieren. Wer neugierig geworden ist, unsere Arbeit praktisch oder mit Spenden unterstützen will oder auch nähere Informationen zu unserer Arbeit haben möchte, erreicht uns wie folgt:

Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. Landaustraße 13
34121 Kassel

https://bildungswerk-ks.de/
E-Mail: [email protected]

Wir gedenken der jüdischen Partisan*innen, die im Rudnikuwald und im Ghetto die N***s und den Mord bekämpften. Wir singe...
30/05/2026

Wir gedenken der jüdischen Partisan*innen, die im Rudnikuwald und im Ghetto die N***s und den Mord bekämpften. Wir singen das Lied "Shtil, die nakht ist oysgesternt". Das von Hirsch Glik gedichtete Lied war unter den Partisan*innen sehr beliebt.

Dieses Gedenken bildet den Abschluss unserer Reise. Wir fahren zurück über Bialystok nach Berlin.

Vitka Kempner (links) rettete sich 1939 vor den N***s und floh in das noch nicht deutsch besetzte Wilna. Hier beteiligte...
30/05/2026

Vitka Kempner (links) rettete sich 1939 vor den N***s und floh in das noch nicht deutsch besetzte Wilna. Hier beteiligte sie sich am Aufbau einer Widerstandsgruppe gegen die N***s, der Vereinigten Partisanenorganisation. 1942 gelang es ihr, mit einer selbst gebauten Bombe einen Waffentransportzug der Wehrmacht zu zerstören.

Rechts: Vitka Kempner, Rozka Korczak und Zelda Treger: Ghettokämpferinnen, Partisaninnen, bekämpften und überlebten den Holocaust.

Wir gedenken ihrer und der anderen jüdischen Partisan*innen.

Überreste des Partisan*innenlagers im Rudnikuwald, auf halbem Wege zwischen Vilnius und der belarussischen Grenze. Aus d...
30/05/2026

Überreste des Partisan*innenlagers im Rudnikuwald, auf halbem Wege zwischen Vilnius und der belarussischen Grenze. Aus diesem Wald heraus kämpften bis zu 600 Jüdinnen*Juden um ihr Überleben und gegen die N***s. Anders als in anderen Partisaneneinheiten kämpften hier auch die Frauen. Die Sowjets errichteten hier ein Partisanenmuseum. Heute ist das Gelände dem Verfall preisgegeben. Im Wald von Rudniku ist aktuell die deutsche Panzerbrigade 45 stationiert. Wird diese das Andenken der Partisan*innen schützen?

Mit zahlreichen Gedenksteinen und Grabmälern wird in der Gedenkstätte Ponar / Paneriai der unterschiedlichen Opfergruppe...
29/05/2026

Mit zahlreichen Gedenksteinen und Grabmälern wird in der Gedenkstätte Ponar / Paneriai der unterschiedlichen Opfergruppen gedacht. Wir halten an diesem Stein inne und hören dem Lied "Shtiler Shtiler" zu, das im Wilnaer Ghetto von Shmerke Kaczerginski gedichtet wurde. Dieser Stein erinnert an 1000 Juden*Jüdinnen, die 1944 aus den Zwangsarbeitslagern Kailis, HKP und dem Kriegslazarett nach Ponar gebracht und am 5. Juli 1944 hier erschossen wurden. Dieser Stein wurde von der jüdischen Widerstandskämpferin und späteren Mitbegründerin des Grünen Haus Holocaust Museums errichtet. Auch ihr Vater war unter den Opfern.

Im Wald von Ponar, litauisch Paneriai, bei Vilnius erschossen die Deutschen mindestens 50-60.000 Menschen, davon 40-50.0...
29/05/2026

Im Wald von Ponar, litauisch Paneriai, bei Vilnius erschossen die Deutschen mindestens 50-60.000 Menschen, davon 40-50.000 Jüdinnen*Juden. Jüdische Zwangsarbeiter, die die Leichen verbrennen mussten, waren in dieser Grube untergebracht. In der Mitte sind die Tragbahren zu sehen. Den Zwangsarbeitern war klar, dass sie nach Beendigung ihrer schrecklichen Arbeit selbst erschossen werden würden. Sie gruben einen Tunnel aus dieser Grube. Einige konnten entkommen.

Das "Grüne Haus" Holocaust Museum wurde 1991 durch Angehörige der jüdischen Gemeinde, maßgeblich durch Überlebende des H...
28/05/2026

Das "Grüne Haus" Holocaust Museum wurde 1991 durch Angehörige der jüdischen Gemeinde, maßgeblich durch Überlebende des Holocaust gegründet. Es ist bis heute sehr besuchenswert. Leider wird es wohl nicht mehr lange weiter betrieben. Eine reduzierte Ausstellung soll dann im Museum der litauischen Juden zu sehen sein.

Ghetto Wilna 1941-1943: Im September 1941 befahlen die Deutschen, dass die jüdische Bevölkerung innerhalb weniger Tage i...
28/05/2026

Ghetto Wilna 1941-1943: Im September 1941 befahlen die Deutschen, dass die jüdische Bevölkerung innerhalb weniger Tage ins Ghetto umziehen musste. Das Leben im Wilnaer Ghetto war von ständiger Bedrohung durch Hunger und Tod geprägt. Dennoch wurde die Kultur lebendig erhalten. In diesem Gebäude befand sich die Ghettobibliothek, auch gab es Theateraufführungen, Musik- und Literaturveranstaltungen. So erhielten sich die Bewohnenden ihren Lebensmut und ein Gemeinschaftsgefühl und schufen eine Atmosphäre und Bedingungen, die Widerstand unterstützen und decken konnten.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, ist aber wegen Baufälligkeit nicht begehbar. Für eine Sanierung fehlt das Geld.

Gedenkort in der Gemeinde Žiežmariai in Litauen. Hier wurden nach dem Einmarsch der Deutschen durch das sog. Rollkommand...
27/05/2026

Gedenkort in der Gemeinde Žiežmariai in Litauen. Hier wurden nach dem Einmarsch der Deutschen durch das sog. Rollkommando Hamann im August 1941 ca. 2000 Jüdinnen_Juden ermordet. Diese Einheit ermordete mit Unterstützung litauischer Hilfspolizei in der Zeit von Juni bis Oktober 1941 fast die gesamte jüdische Landbevölkerung Litauens.

Mit unserer Gruppe gedenken wir an diesem Ort der Opfer dieser Gräueltaten.

Das Fort IX in Kaunas, Teil einer ehemaligen russischen Festungsanlage wurde zum Gefängnis und Friedhof für Zigtausende ...
26/05/2026

Das Fort IX in Kaunas, Teil einer ehemaligen russischen Festungsanlage wurde zum Gefängnis und Friedhof für Zigtausende Juden*Jüdinnen aus Kaunas, sowie Tausenden aus Westeuropa wie München, Berlin, Wien und Paris, die mit Zügen nach Kaunas deportiert wurden, um hier im Holocaust durch Kugeln ihren Tod zu finden. Auch Tausende sowjetischer Kriegsgefangener wurden hier von den Deutschen interniert und ermordet.

Die zu Sowjetzeiten errichtete Skulptur Kampf, Sieg und Leid des Widerstandes erinnert an die Opfer sowie auch an den Widerstand an diesem Ort.

An Weihnachten1943 gelang 64 Gefangenen die Flucht. Von diesen überlebten 53 den Krieg und konnten die Geschehnisse im IX. Fort bezeugen.

Das IX. Fort Museum in Kaunas stellt ein Tuch aus, in das Marie Holzmann einen Hilferuf eingestickt hat. Marie Holzmann ...
26/05/2026

Das IX. Fort Museum in Kaunas stellt ein Tuch aus, in das Marie Holzmann einen Hilferuf eingestickt hat. Marie Holzmann war die ältere Tochter Helene Holzmanns, bei der Fruma Vitkinaitė später versteckt war.

Marie agitierte gegen den Krieg und rief Soldaten im Lazerett dazu auf, sich gegen den Krieg zu stellen.

Sie wurde bereits 1941 verhaftet und im Fort IX ermordet.

Ihr Vater, der jüdische Maler und Buchhändler Max Holzmann, war bereits in den ersten Tagen nach dem Einmarsch der Deutschen in Litauen im Zuge von Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung ermordet worden.

Helene Holzmann blieb mit ihrer Tochter Margarete in Kaunas. Sie engagierte sich in einem Netzwerk von Frauen, die zahlreichen Kindern aus dem Ghetto zur Flucht verhalfen und sie versteckten.

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Landaustraße 13
Kassel
34121

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