07/11/2025
Stadtmuseum widmet sich „Kinderkram für alle!" *** Spielen verbindet Generationen, Kulturen und Zeiten: Unter dem Titel „Kinderkram für alle! Wie Spielen uns verbindet“ lädt das Stadtmuseum Kassel vom 7. November 2025 bis 6. September 2026 zu einer Entdeckungsreise in die Welt des Spielens ein.
Ob Klassiker und Kuriositäten der Gesellschafts-, Brett-, Karten- oder Geduldspiele, bewegungsreiche Spiele, fantasievolle Rollenspiele, spannende Games oder geliebte Puppen und Kuscheltiere – die Ausstellung zeigt: Spielen ist ein universelles kulturelles Phänomen. Und Spielen ist kein reiner Zeitvertreib, es ist ein echtes Grundbedürfnis der Menschheit.
„Spielen nimmt eine wichtige Funktion im natürlichen Lern- und Entwicklungsprozess von Mensch und Tier ein, es fördert Zusammenhalt, es vermittelt Werte und Normen. Insofern ist das Spiel auch von besonderer Bedeutung für das soziale Miteinander unserer Gesellschaft“, erläutert Oberbürgermeister Sven Schoeller. „Dem Team des Stadtmuseums ist es gelungen, mit der neuen Sonderausstellung ein Thema aufzugreifen, mit dem jede und jeder persönliche Erfahrungen sowie Erinnerungen verbindet und das daher in besonderer Weise integrativ wirkt. Dies wird durch die spannende und zugängliche Aufbereitung der Ausstellung noch unterstützt.“
Kulturamtsleiter Martin Bach ergänzt: „Die Breitenwirkung des Themas zeigt sich u. a. bereits in der Einbindung zahlreicher Objekte, die Bürgerinnen und Bürger zur Ausstellung beigesteuert und mit ihren persönlichen Geschichten lebendig gemacht haben. Damit wird die Schau zu einem regelrechten Gemeinschaftswerk zu einem Thema, das uns alle betrifft.“
Erinnerungen, Emotionen und Lieblingsspiele
Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung sind die vielen persönlichen Geschichten, die mit den ausgestellten Spielen verbunden sind. Erinnerungsstücke, die überraschen, berühren oder zum Schmunzeln bringen, geben der Ausstellung ihre lebendige, menschliche Note.
Prof. Dr. Kai Füldner, Direktor der Städtischen Museen, betont: „Wir möchten uns ganz herzlich bei der Kasseler Bevölkerung bedanken, die unserem Aufruf nach Leihgaben so zahlreich gefolgt ist. 89 private Leihgebende haben Objekte beigesteuert – der jüngste Leihgeber ist 8 Jahre alt, der älteste 93 Jahre. Die bunte Mischung an Objekten ermöglicht den Besuchenden einen lebendigen Blick auf populäre und unbekanntere Spiele sowie historische Spielzeuge – und auf die Geschichten, Erinnerungen und Emotionen, die damit verbunden sind.“
Von Bauklötzen bis Videospielen: Eine Zeitreise durch die Spielkultur
Seit Jahrtausenden hinterlassen Menschen Spiele und Spielzeug, die immer auch Spiegel ihrer Zeit sind. Jede Form des Spielens erzählt von gesellschaftlichen Entwicklungen, kulturellen Einflüssen und technischen Neuerungen.
Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher Exponate die Entwicklung des Spielens von den frühesten Anfängen bis heute. Besucherinnen und Besucher entdecken dabei auch viele Kasseler Bezüge – etwa Spiele, die hier entstanden sind oder die Stadt selbst als Kulisse nutzen: vom Laufspiel über Puzzle und Baukästen bis hin zu Videospielen.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Weil Spielen vor allem Spaß macht, dürfen Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung selbst aktiv werden: Zahlreiche Mitmachstationen laden zum Ausprobieren, Bauen, Knobeln und Abstimmen ein. Hier kann man eigene Spielwelten erschaffen, Regeln diskutieren oder einfach gemeinsam lachen.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Workshops, Führungen, Vorträgen und Spiele-Events – unter anderem in Kooperation mit der Stadtbibliothek, Kassel spielt e. V. und RacoonBricKS e. V. – sorgt für zusätzliche Abwechslung.
Mehr Informationen finden Interessierte unter www.stadtmuseumkassel.de und auf Social Media unter www.instagram.com/stadtmuseum_kassel/ sowie www.facebook.com/stadtmuseumkassel.
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene: vier Euro, ermäßigt drei Euro; freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Information und Anmeldung: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr unter (0561) 787 4055 oder [email protected].
Quelle Stadt Kassel / Foto ©Harry Soremski